„Boulevard of Doom“ Donnerstag, Jul 31 2008 

Es gibt Dinge, die weiß man vorher, da muss man nicht gross nachdenken, sie werden eintreten! Merkwürdigerweise tauchen immer in diesem Moment der Bestätigung die Pressesprecher – böse Zungen reden ehr von „der Presse zum Frass hingeworfenen Opfern“ – auf, weil die sogenannten Entscheider plötzlich kalte Füße haben. Natürlich bleibt China eine Diktatur während der Olympischen Spiele, welche Überraschung!!!

Insofern hätte man sich diesen und diesen Artikel auch sparen können…

Andererseits ist ja auch bei uns so gar nichts Sonnenschein und es besteht sicherlich kein Zweifel, so blöd wie der durchschnittliche Bundesbürger ist, muss er geradezu geführt werden, Bertelsmann und Co/kg sei dank[Link]

Auch der Ratschlag, wenn man KEINE Ahnung hat, einfach mal die Fresse zu halten, prallt bei den Entscheidern makelos ab. Meist steigt die Frequenz der Äußerungen sogar mit dem Quotienten von „keine Ahnung“. Zumindest bei Politikern ist das so.

Unter das Motto „wir verhindern einen Bürgerkrieg, uns geht der Arsch auf Grundeis und wer eine andere Entscheidung erwartet hat – abgesehen von Details – ist ein Idiot“ fällt hingegen dieser Artikel.

Aber manchmal bin selbst ich zu blöd und kapiere gewisse Dinge einfach nicht.

Rechte, die keine Nazis sind machen auch Musik? Die Antifa fischt Mitglieder in neuen Gewässern ab, weil sie unter den Linken nicht mehr genug gewaltbereite Schläger finden? Wird dort die neue Schulhof-LIVE-CD aufgenommen und man sucht „normal-aussehendes“ Publikum? Ich steh da echt im Wald…

Aber wenn ich mich schon gerade unbeliebt mache, kann ich das Gaspedal auch voll durchtreten!

Vortrag „Migrationspolitik als Schlachtfeld des Feminimus“ – Austellung „Antisexist Street Art Contest“ – Veranstaltung „Rassismus und Patriarchat united?“ – Abschlussveranstaltung „Saufen an der Cocktailtheke“

Ich bin immer noch verwirrt von der Nutzung eines Blaxploitation (Sexploitation - wir wollen ja beim Thema bleiben)-Bildes. Gab es auf der Abschlussveranstaltung keine „Sex on the Beach“, „Bloody Marys“ oder „Virgin Daiquiris“? Obwohl, dieses Bonmot hätte ich absolut köstlich gefunden…

In diesem Sinne: „On Detonation Boulevard…bang bang!

„500 meters – incoming“ Mittwoch, Jul 30 2008 

Sowas [Video] passiert ja sonst ehr in anderen, meist größeren Städten, als in der Provinz. Mir war es aber doch etwas zu nah…(siehe Titel). Wenn Amateure in der Landschaft rumballern ist der Kollateralschaden nämlich sonst immer wesentlich größer, als wenn die Profis der Drogenmafia es ausramboen…

[edit: Link/Video]

„Dangermaus im Baumarkt“ Dienstag, Jul 29 2008 

Lange Zeit haben wir uns ja gefragt, was zur Hölle nun diese „Gefährder“ sind, von denen Schäuble und Konsorten immer reden. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages wurde nun angewiesen dazu eine kleine Märchen-Erläuterung zu schreiben:

gefaehrder-wddb-definition

Mir gefällt am besten der Satz „[...] politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung [...] wie [...] Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornographischer Schriften oder Bandendiebstahl.“

Ist die große Gemeinde der Kinderschänder neuerdings eine politische Gruppierung? Die RAF wird sich freuen! Welche Botschaft verbreiten polnische Autoschieberbanden und bulgarische Menschhändler? Globalisierungskritik?

Immerhin können die oben genannten Gruppen keine Bomben mehr basteln, weil jetzt nicht nur die Bomben verboten sind, sondern auch die Grundstoffe stärker kontrolliert werden. Dazu hat man auch schnell den Begriff „Sprengstoffgrundstoffe“ amtlich erfunden, obwohl normale Menschen wohl ehr von Düngemitteln, Reinigern, Medizinbestandteilen oder Lebensmittelzusatzstoffen reden würden.

2te-verordnung-zur-anderung-der-chemiekalien-verbotsverordnung-2008-7

Also Leute, jede Menge Säcke Nitratdünger kaufen, mit Aqua-Dest den wasserlöslichen Anteil (NH3NO4) herauszuwaschen, das Aqua-Dest abdampfen und dann entweder mit Diesel oder  mit Nitromethan (Modellflugzeug-Treibstoff) versetzen, ist nicht mehr! Solltet ihr in diesem Zusammenhang einen Betonmischer oder Tanklastwagen gemietet haben, steht das SEK wahrscheinlich eh schon vor der Tür.

Früher stand sowas^^ auch in jeder gut sortierten Bibliothek, mittlerweile muss man meistens schon eine Uni-Bibliothek(in den Fachbereichen Materialprüfung und Bergbau findet man das meistens schön aufbereitet, bei Chemie sucht man meist endlos) aufsuchen, die sicherlich auf gar keinen Fall eine Liste der Entleiher anlegen und sie ans BKA weiterleiten würden, sicherlich nicht…

Schlaue Köpfe in der EU arbeiten bereits heute an einer Verordnung für 2009, die Zitronensäure für den Privatverbraucher verbietet, kein Scherz…

Ausweichmöglichkeiten sind immer noch vorhanden, leider immer eingeschränkter. Eine Möglichkeit ist übrigens nicht durch Gesetze zur Terrorabwehr verschwunden, sondern fiel dem technischen Fortschritt Digitalphotographie zum Opfer. Alte Photolabore sind trotzdem immer noch eine Goldgrube.

Der Profi mit Mehrbedarf klaut sowieso gleich den ganzen Güterzug voll reinstem Ammoniumnitrat vom unbewachten Güterbahnhof! Den Tipp habt ihr aber nicht von mir ;)

[edit]

Wie sowas unter der neuen Gesetzgebung abläuft und die Verdummungspresse drüber berichtet liest sich hier

„If danger is a trade, I’ll learn it by myself“ Freitag, Jul 25 2008 

Brandheiss von der Comic Con 2008 in San Diego. Wie bereits berichtet wird es eine neue Version von Red Sonja geben(Backgroundlink), hier die ersten Teaser Poster.

Robert Rodriguez steht nach letzten Gerüchten übrigens ebenfalls in Verhandlungen Conan zeitnah zu Red Sonja zu verfilmen, wobei sich seine Fassung weit mehr an die Originalvorlage halten soll.

„German RetCon“ Freitag, Jul 25 2008 

Zwanghafte Geschichtsrevision betreibt die CSU im Jahr des 20ten Todestages von Franz Josef Strauss und kann dabei irgendwelche Anfälle von Realität ganz und gar nicht gebrauchen!

Besonders angetan haben es mir:

„Das ist eine Sauerei! Wer so „standhaft“ für die deutsche Einheit gekämpft hat, kann nur zu den Helden gehören.“ CSU Parteichef Erwin Huber

Bayerns Europaminister Markus Söder (CSU) fordert gar diplomatische Konsequenzen, Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) soll ran: „Er muss in London vorstellig werden, ein solches Vorgehen belastet die bayerisch-englischen Beziehungen. Es ist ein großer Skandal. Es ist der Versuch, mit einer Ausstellung zu provozieren.“

Apropos Skandale:

Starfighter-Affäre

Fibag-Affäre

H30-Skandal

Spiegel-Affäre

Ich würde ja eigentlich als CSU-Mitglied ganz leise sein und dieses Thema einfach ignorieren, aber der Realitätsverlust innerhalb der Partei ist mittlerweile so groß, dass sie an ihre eigenen RetCon-Fantasien glauben. Die geschichtlich durchaus zu rechtfertigende Aussage, dass FJS im Vergleich zu den heutigen Tätern in den Parlamenten eine aufrechte & ehrliche Person war, werden wir leider nie hören.

„Paranoid eloquente Schnipsel“ Mittwoch, Jul 23 2008 

Dinge, die nie passieren

Ein Anstieg solcher „Verwechslungen“ ist nicht beweisbar, es wird aber mehr darüber berichtet, was auch schon ein Fortschritt ist. Bisher bestand die allgemeine Haltung der dt. Gesellschaft darin, solche Dinge als nicht existent abzutun. Sowas passiert nicht in Deutschland.

Heute schon überwacht worden?

Alles Einzelfälle, aber Einzelfälle ergeben ein Gesamtbild und dies lässt gruseln. Nicht nur die Deutschen, eigentlich alle Europäer

Warforged Adorno

Der Schreibstil ist grausam und auch unangebracht, weil Soziologen normalerweise nur so gequollen schreiben, damit keiner versteht, dass sie eigentlich mit 0815 – Weisheiten um sich werfen, was hier gar nicht zutrifft. Auch gemeine Verallgemeinerungen können manchmal treffend sein. Wenn man aber zum Kern des Textes schaut, sieht man die Weisheit, die in diesem Falle, dahinter versteckt liegt.

You know what you are. What you’re made of. War is in your blood. Don’t fight it. You didn’t kill for your country. You killed for yourself. God’s never gonna make that go away. When you’re pushed, killing’s as easy as breathing.

„Gegen die Uhr“ Sonntag, Jul 20 2008 

Lügen bröckeln im Laufe der Zeit, manche fallen in sich zusammen wie Kartenhäuser, andere brechen Scheibchenweise weg.

„Tropic Thunder“ Freitag, Jul 18 2008 

Wenn es nur drei Actionhelden gibt, dann sind es Ben Stiller, Jack Black und Robert Downey Jr. Yeaha!

„Copykill“ Donnerstag, Jul 17 2008 

Wir sind alle geliefert!!! Aber sowas von! Der Iran hat Atomwaffen und Raketen, die diese bis nach Europa tragen, die Mullahs werden uns alle wegsprengen, ich ziehe sofort in mein Secret Hideout!!!

Aber Moment mal… Da war doch was, oder? Ich kann mich dunkel an sehr ähnlich klingende Worte erinnern. So von ungefähr Ende 2002… Da schau ich doch lieber mal nach…

Ähnlichkeiten sind rein zufällig!

Damals hat sich Friedbert Pflüger sogar noch bei Phoenix hingestellt und in die Kamera gefurzt, wie dolle wir die USA im anstehenden Irakkrieg unterstützen müssten, sonst würde es binnen 45mins Raketen mit ABC-Waffen auf Berlin hageln. Es hat nicht gehagelt, es gab keine ABC-Waffen, alles erfunden und erlogen. Irgendwie habe ich starke Bedenken denselben Schwachsinn nochmal zu glauben.

Andererseits könnte ich die Iraner durchaus verstehen, wenn diese Tag und Nacht an der Bombe und den dazugehörigen Langstreckenraketen basteln würden. Die wahrhaftige Existenz dieser Waffen würde es ihnen nämlich ersparen wie der Irak weggebombt zu werden.

„Zum Schutz des Künstlers“ Mittwoch, Jul 16 2008 

EU-Kommissar Charlie McCreevy will die Schutzfrist für Tonaufnahmen von 50 auf 95 Jahre ausdehnen, damit auch „20-jährige Musiker mit 70 Jahren noch Einnahmen haben“(mehr hier, weitere Logiklücken seiner Argumentation spare ich mir zu kommentieren, ist den Speicherplatz der dabei verbraucht wird nicht wert).

Interessant ist dabei, dass der Vorschlag McCreevys am 16. Juli 2008 veröffentlicht wurde, aber bereits am 15. Februar 2008 von der M.A.F.I.A., sorry, der IFPI lobgepriesen wurde. Sicherlich nur ein bedauerlich Einzelfall, der keinerlei Rückschlüsse auf Korruption und dessen Äquivalent in Politiko-Sprache, „Lobbyismus“, schließen läßt! Ebenfalls Zufall dürfte sein, dass McCreevy bereits des öfteren hat durchblicken lassen, kein Freund von OLAF zu sein, vorallem nicht in der unabhängigen, nicht weisungsgebundenen Version.

„A somehow stupid solution“ Mittwoch, Jul 16 2008 

Nach dem ganzen Streit um Barack Obamas Auftritt am Berliner Tor, nun eine Lösung in bester dt. Manier!

©2008 Titanic

„Nie passiert“ Mittwoch, Jul 16 2008 

„Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr des Faschisten in der Maske
des Faschisten, sondern vor dessen Rückkehr in der Maske des
Demokraten.“ Theodor W. Adorno

WDR Reportage zum G8 Gipfel in Genua (Background Link) - wichtiges Stück Zeitgeschichte, prämiert mit dem deutschen Fernsehpreis

Folgen erstmal keine.

Nicht-Folgen von Genua Jahre später
                                                                                                                                                                     Und dann gab es den G8 Gipfel in Heiligendamm, bei dem man etwas fähigere „Regisseure“ anwarb. Die hier gemacht Vorwürfe sparen zwar Gewalttaten der Demonstranten etwas großzügig aus, aber die Anschuldigungen gegenüber Behörden und Polizei stimmen allesamt, wie man mit etwas Recherche in Einzelartikeln der größeren dt. Tageszeitungen nachlesen kann.

Wie sollte irgendwer, der diese Dinge kennt den Staaten Europas vertrauen? Wie sollte so der Glaube an eine funktionierende Demokratie aufrechterhalten werden*? Und diejenigen, die immer noch glauben, ignorieren auch weiter sämtliche Formen von Taten² die fließend zwischen Landes- und Hochverrat pendeln.

*Stattdessen liegt Demokratieverdruss an der Herkunft aus Ostdeutschland und daran, dass man leider dem Pöbel nicht vermitteln kann, was alles Demokratie ist! Jedenfalls nicht das, was man im Lexikon darunter findet.

²Angaben zu Gewerksschaftsmitgliedschaft, Rasse, sexuellen Vorlieben, u.ä. sollen bitte WO herkommen? Oder hat man diese längst illegalerweise gesammelt? Ich wette nicht darüber, ob Leute die Geruchsproben von Demonstranten nehmen, dies nicht längst unter Bruch dt. Rechts getan haben…

„Übern Teich!“ Dienstag, Jul 15 2008 

Nachdem in den letzten Jahren eine Konsolidierung und Konzentration erster Güte auf dem dt. RPG-Markt stattfand wird nun zum Angriff geblasen. Seit Jahren gab es nicht mehr so eine Konkurrenz und Fülle von Produkten auf dem dt. Markt. Nun wird auch der Kampf des Jahrtausends nach Deutschland geholt! Paizos Pathfinder wird von Ulisses übersetzt und wir werden mal sehen ob D&D 3.75 oder D&D 4.00 sich in der dt. Fassung besser machen wird. Weiter so! :)

„Blood Bath“ Freitag, Jul 11 2008 

Eigentlich wünsche ich mir sowas auch für den nächsten Warhammer 40k PC-Titel, der gefälligst ein Egoshooter zu sein hat!*g* :)

„Wir wisse nüscht haben aber trotzdem vool die Ahnung, echt, schwör!“ Donnerstag, Jul 10 2008 

Muahahahahaha, wer es glaubt wird selig…

Die alte Falle, entweder mieses Verräterpack oder inkompetente Idioten, aber hey, wen scherts, gibt doch Flocke

Und dann gibt es da noch die andere Sorte…

Norbert Schneider, Direktor der Landesmedienanstalt NRW hat mal wieder ein Bonmot von sich gegeben:

„Es braucht im Internet auf Dauer ein vollziehbares Verbot von Pornographie, von Kinderpornographie sowieso.“

Für satte 2mins hat dieser Satz nicht die Alarmglocken läuten lassen, er erschien so verständlich. Dann fiel mir wieder ein, wer ihn gesagt hat und mein Bullshitdetektor lief Amok.

Kinderpornographie IST verboten, da braucht man kein neues Gesetz für. Hier wird plakativ ein Schlagwort reingehämmert, was vollkommen unangebracht ist, um dann etwas anderes hintenrum verbieten zu wollen. Und was lesen wir da in seiner Biographie?

-Studium der ev. Theologie und Publizistik an den Universitäten Tübingen, Marburg und Hamburg (1959 bis 1964)

-Wissenschaftliche Arbeit, Vikariate, Volontariat SWF (1965 bis 1971)

-Referent, später Direktor im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik in Frankfurt a. M. (1971 bis 1981)

Paasend dazu mutiert das ZDF zum bösen Pornosender, sagen Christen

Kirche und Sexualität… ein ganz eigenes abartiges Themengebiet…

„Festivalguide für Realisten“ Donnerstag, Jul 10 2008 

Je mehr Festivals veranstaltet werden, desto mehr gleichen sie einander. Überall stehen dieselben Schlangen vor den WCs, schwebt derselbe Rauch von Feuern, Grills und Joints über dem Gelände, riecht es nach Schweiß, Bier und Curry, brutzelt die Sonne auf die Köpfe oder schüttet es vom Himmel. Überall sieht man die Herumtorkelnden und die Begeisterten und ihre wilde Entschlossenheit, Spaß zu haben.

 

Und doch gibt es kaum schönere Orte, um Musik zu hören, als auf den besten Musikfestivals des Landes. Ob es die frische Landluft auf dem WOA ist, die staubige Rollbahn des WFF, das römische Amphitheater auf dem RockHard Festival, oder, oder, oder.

 

Trotzdem sollte man vorgewarnt sein und einige Dinge wissen und drüber lächeln, andere hingegen beherzigen.

 

Atmosphäre: Musik auf einem freien Feld unter dem Sternenhimmel, von einer begeisterten Menge gefeiert, hell beleuchtete Stände – ja, das ist sehr schön.

 

Badge: Ein umgehängtes Stück Plastik mit einem Foto drauf. Gibt Journalisten, Sponsoren und anderen für wichtig gehaltenen Leuten das Gefühl, für wichtig gehalten zu werden.

 

Bändsel: Stellen sicher, dass alle bezahlt haben; die jeweilige Farbe gibt Aufschluss über das Durchhaltevermögen des Trägers und sein Alter.

 

Dezibel: Aus gesundheitlichen Gründen wird die Lautstärke der Musik beschränkt, was den Vorteil hat, dass man die Musik auch ohne Ohrstöpsel hören kann. Manche Konzerte sind so aber auch verdammt zu leise. Metal ist laute Musik, keine Lautenmusik.

 

Drogen: Vor allem im Süden Deutschlands. Anderswo hat die Polizei meist Besseres zu tun. Trotzdem sollte man nicht so debil sein und stark kiffend und kichernd in die Zollkontrolle fahren. Die wichtigste Droge bleibt der Alkohol, der auf offenem Gelände beworben wird, also nicht als Droge gilt.

 

Entdeckungen: Immer wieder hört man unverbrauchte, hoch motivierte und brillant aufspielende junge Bands, die im kleinen Zelt auftreten. Jahre später sieht man sie auf der großen Bühne und denkt wehmütig ans Zelt zurück.

 

Essen: Erweist sich oft vielfältiger als die musikalische Auswahl, birgt die Gefahr von Überraschungsbesuchern wie E-coli Bakterien und ähnlichem Kroppzeug.

 

Grillen: Siehe Krieg

 

Handy: Früher streckten die Leute das Feuerzeug in die Luft, wenn vorne eine Mollballade angeschoben wurde, heute sieht man die leuchtenden Displays ihrer Mobiltelefone. Die Flammen sahen schöner aus, dafür kann man jetzt Bilder machen.

 

Helfer: Sie sammeln den Abfall ein, helfen mit Auskünften, bauen auf und wieder ab, schuften gratis oder für wenig Lohn. Verdammt wichtiger Scheißjob!

 

Klatscht in die Hände: Die rhythmische Aktivierung der Handflächen geht als Ekstasetechnik auf die afrikanischen Stammestänze zurück. Und hat sich als Reaktionsform etabliert, mit der sich Musiker vom Publikum loben lassen. Applaus für alle, die darauf verzichten. Zum Auftakt, wie zu dem Zeitpunkt, wo Klatschen nicht mehr geht, ist Pommesgabel! 

 

Kommerz: Alles was Geld verdient und außerhalb von 3 Insidern bekannt ist, gehört verboten!

 

Krieg: Wie Sommerschlussverkauf und Vietnam zusammen, bloß schlimmer!

 

Kultband: Keine Sekte mit Gitarre, sondern eine Gruppe, die so bekannt ist, dass alle über sie schreiben und reden, aber nicht so erfolgreich, dass sie auf der Hauptbühne spielen darf. Kultbands die auf der Hauptbühne spielen sind hingegen Kommerz!

 

Musik: Früher der Grund und heute der Anlass, warum alle hingehen. Oft genug ein rhythmisches Dröhnen, das Kopfweh macht. Dann aber tritt die eine Band auf, und man vergisst alles Schlechte das man zuvor gehört hat.

 

Musikjournalisten: Neigen zu gewagten Metaphern, zu Hauruck-Begriffen wie «Klampfe» oder «Frontmann» und Anglizismen wie «upgespaced», «hochgehypt», «neue Acts» und vor allem «TRUE». Bei der Lektüre mancher Texte denkt man, die Kollegen wären bei der Werbung besser aufgehoben oder das eine Therapie für Legastheniker helfen könnte.

 

Papp- & Plastikbecher: Festivals brauchen riesige Mengen Strom, ihre Besucher hinterlassen Berge von Abfall.

 

Playback: Manchmal kommt gleich alles ab Band. Manchmal sind es die Chöre und andere Details. «Live» ist ein sehr relatives Attribut geworden.

 

Pommesgabel:

 

 

Programm: Für jede wichtige, angesagte oder neu zu entdeckende Band muss das Publikum ein Vielfaches an weniger Begabten überstehen. Das hat auch damit zu tun, dass Plattenfirmen den Auftritt ihrer besten Künstler an die Bedingung knüpfen, dass andere Bands, die sie vertreten, ebenfalls spielen dürfen.

 

Publikum: Der wahre Star der Festivals. Egal, wie widrig die Umstände sein mögen, lassen sich die Leute nicht unterkriegen. Ihr Optimismus und ihre Geduld scheinen grenzenlos, Ausfälligkeiten bleiben selten. Friede und Freude nicht als Klischee, sondern als Haltung.

 

Regen: Siehe Schlamm.

 

Roadies: Muskulöse Männer mit einem seltsamen Kleider- und Tattoogeschmack, ohne die jede Bühne leer bliebe.

 

Schlamm: Siehe Regen.

 

Schlange stehen: Vor den Eingängen, Essensständen und WCs. Mühsam und unvermeidlich. Ehemalige Bürger der DDR sind im Vorteil.

 

Skandale: Auch sie gehören zu den Festivals. Gruppen wie Guns N‘Roses, die ihr Konzert nach zehn Minuten ohne nachvollziehbaren Grund abbrechen oder erst gar nicht auftauchen, Tom Angelripper von Sodom oder Pete Steele von Type O‘ Negative, die dermaßen verladen auf die Bühne taumeln, dass sie kaum ein Wort hervorbringen. Bei vielen Auftritten besteht der Skandal darin, dass sie überhaupt stattfinden.

 

Toiletten: Siehe Krieg

 

T-Shirts: Das Festival als Catwalk! Tshirts sollten wohl geplant gewählt werden! Zu Mainstream ist untrue, zu Undergroundkennt keine Sau, manche Bandlogos trägt man nun mal einfach nicht auf einem T-Shirt spazieren!

 

Underground: Die hartnäckige Vorstellung, es gebe innerhalb des Rockgeschäfts eine Verweigerung, die über einen 5/4-Takt und erhobene Fäuste hinausgeht. Pragmatiker übersetzen «Underground» mit: «Eine Band, die keiner kennt.» Am besten sagte es Kit Lampert, der erste Manager der Who: «Underground is just another word for money.»  

Veranstalter: Sich ewig jung gebende, meistens aber schon etwas faltige Männer, die mit dem Handy in der Hand herum hetzen und das Meiste verpassen, das sie mit veranstaltet haben.

 

VIP: Very Important Person, eine Erfindung der Werbebranche für Sponsoren, lokale Größen samt Gattinnen bzw. Gatten. Wer als VIP angesprochen wird, kann definitionsgemäß keine sein.

 

Woodstock: Die Mutter aller Openair-Festivals, im August 1969 bei New York und vor einer halben Million Menschen abgehalten und zugleich Beginn ihrer Kommerzialisierung. Woodstock ließ Wallstreet realisieren, dass mit den Hunderttausenden ungewaschener Typen im Publikum Millionen zu machen sind. Das Festival selbst, nach kurzer Zeit zum Notstandsgebiet erklärt, ging knapp an einer Katastrophe vorbei. Erst mit dem dreistündigen Film von Michael Wadleigh wurde «Woodstock» draus.

 

Zelte: Für Junge unvergesslich, auch wenn man kaum zum Schlafen kommt. Anderen eher abzuraten.

Zugabe: Eingeplante Belohnung. Bei guten Konzerten der Höhepunkt.

 

:)

„Tagesgeschehen“ Donnerstag, Jul 10 2008 

-Wofür $129a, Schnüffelparagraphen und andere Werkzeuge des totalitären Überwachungsstaates in einer Demokratie wirklich gebraucht werden. Klick

Leider wird immer deutlicher, dass paranoide Verschwörungstheoretiker doch bloss Realisten sind…

-Ebay hat neue Bewertungsrichtlinien, Verkäufer fühlen sich diskriminiert und klagen. Klick

Wieso wird eine Bewertung, die sich „neutral“ nennt, negativ ausgelegt? Eine gute Bewertung ist für mich, wenn der Verkäufer mehr als normalerweise üblich tut, sowas wie sehr schnelle Lieferung, freiwillige Kulanz, usw. Eine ganz normales „Lieferung in der gesetzlichen Frist angekommen und heile“ ist nicht „gut“ sondern neutral/ok. Jemanden daraus einen Fallstrick zu drehen ist ja schon fast bösartig. Außerdem habe ich persönlich Probleme mit Verkäufern, die mich, ihren jetzigen Ex-Kunden, verklagen wollen; die können mir an die Füße fassen und sich mit dem Echo beschäftigen(siehe auch hier)!

-Mut zur Lücke! Eine seit 17 Jahren bekannte Sau wird mal wieder durchs Dorf getrieben, ändern wird sich nichts. Klick

Bereits nach der Wiedervereinigung taten sich „spontane“ Milliardenlücken auf, die man genauso spontan mit den Rentenkassen auffüllte. Damals schon haben alle Leute, die etwas von der Sache verstehen, nur die Hände überm Kopf zusammengeschlagen vor so viel Blödheit, geändert hat sich bis heute nichts. Im Gegenteil, es wird noch sehr viel schlimmer werden bevor es vielleicht besser wird…

„In altem Glanz“ Donnerstag, Jul 10 2008 

Wie in alten Zeiten hat das wiedererstarkte Battletech mit Leichtigkeit einen Preis bei den diesjährigen 34ten Origins Awards abgeräumt. Gratulation!

Miniatures Rules of the Year 2008 – Award
Classic Battletech
Published by Catalyst Game Labs
Created by Jordan Weisman
Edited by Michelle Lyons, Diane Piron-Gelman

„Neues aus der Provinz“ Dienstag, Jul 8 2008 

Klinsmann zwingt FCB-Spielern fremdländische religiöse Praktiken auf(link) und Norbert Geis(CSU) protestiert heftig. Zur Erinnerung: Bayern ist das Bundesland, in dem Kruzifixe in den Klassenzimmern hängen und nur bei Klage der Eltern bzw. Lehrer von den Wänden genommen werden. Die Crux(5€ in die „Schlechtes Wortspiel-Kasse“) dürfte wohl einfach darin liegen, dass der Herr Klinsmann zur Stimulation des Energieflusses keine Kruzifixe benutzt, oder aber Buddha-Statuen als Symbol der sogenannten Dalai-Clique zu werten sind, wohlbekannte Punks und Randalierer, die sich irgendwo in Asien gegen den gerechten Staat auflehnen. Es könnte aber auch möglich sein, dass der „Exorzist von der Hinterbank“(Zitat Süddeutsche Zeitung) einfach mal wieder etwas Rampenlicht brauchte.

Ich warte gespannt auf die deutsche Ausgabe dieses Buches. Eigentlich kann es sich nur um Tage handeln bis politisch korrekte Wollpullipädagogen diesen Schrott in deutsche Kindergärten schleppen. Beispiel gefällig? Schon eine vermeintlich harmlose Wortäußerung könne Anzeichen für eine potentiell rassistische Einstellung sein, warnt das NCB. Reagiere ein Dreijähriges Kind mit „Igitt“ oder „Bäh“, wenn ihm fremdartiges, scharf gewürztes Essen vorgesetzt werde, könne dies als rassistisch geprägter Vorfall gewertet werden. Wenn ich also ein 5er Alarm-Chili nicht mag, weil es 3-mal brennt, Dünnschiss verursacht und ich die nächsten drei Tage nichts schmecken kann, hasse ich Mexikaner! Tolle Erkenntnis! Aber ich bin erwachsen und bemerke solchen Tschaiss, ein Kindergartenkind lernt daraus, wenn ich sage mir schmeckt was nicht und dies äußere bin ich böse und hasse den Miguel aus der blauen Gruppe, aber dabei mag ich den doch und ich bin ziemlich verzweifelt, weil ich will den Miguel nicht hassen, aber dieses Chili schmeckt einfach nicht. Emotionale Zwangslage nennt man sowas und im erweiterten Rahmen des Kinderschutzes fällt dies eindeutig unter Kindesmisshandlung, spätestens wenn es organisiert vorkommt, was bei flächendeckender Befolgung des oben genannten Buches in Kindergärten wohl gegeben wäre.

Zwar nicht direkt auf den gerade beschrieben Auswuchs bezogen, aber doch verbunden, ist etwas, was mich schon lange ärgert. Ein Modewort, welches die Alarmglocken von Erziehern und Lehrern klingeln lassen sollte, wenn es nach den gehirnamputierten Gutmenschen geht, nennt sich „negative Einstellung“. Eine negative Einstellung gegenüber IRGENDETWAS ist immer ein Warnzeichen und muss korrigiert werden. Was für ein unglaublicher Schwachsinn. Ein Beispiel was ich leider selber erleben durfte: Einem ganz eifrigen Mitarbeiter einer gewissen Einrichtung irgendwo in Deutschland erschien es höchst suspekt, dass ein 14-jähriger Junge sich so abwertend über einen Schulranzen für Jungs äußerte, weil dieser an einigen Stellen rosa Applikationen hatte. Daraus wurde übertriebene Homophobie abgeleitet und die kann bei einem 14-jährigen Jungen nur ausgelöst werden, wenn er sexuell missbraucht wurde. Das war eine schöne Sache für die Betroffene Familie, den Jungen und die Nachbarn. Es stellte sich natürlich heraus, Überraschnung, dass diese Vermutung grundlegender Schwachsinn war, aber der einfühlende Mitarbeiter denkt immer noch, er hat richtig gehandelt und lauert auf die nächsten Opfer, denen er das Leben versauen kann. Mich macht sowas ziemlich wütend! Allerdings bin ich da vorsichtiger geworden, am Ende stellt noch jemand fest, ich hätte eine „negative Einstellung“…

Zum Abschluss ein kleiner Überschriften-Gag: Spiegel Online vermeldet heute „Arbeitslose in Deutschland besonders armutsgefährdet„. Grandios, ich wäre nie auf die Idee gekommen, das Arbeitslose besonders artmutsgefährdet sind…

„Spekulatius“ Montag, Jul 7 2008 

Während die eine Seite jubilierend den Endsieg der 4ten Edition von D&D feiert, meldet die andere Seite leichte Zweifel in bezug auf Langfristigkeit der Verkaufszahlen und Zusammenhang zwischen Entwicklungsbudget und Einnahmen an.

Die Meldungen größerer & kleinerer US Zeitungen lassen auf ein wieder verstärktes Interesse an Pen&Paper RPGs deuten, angefacht durch das Revival von Brettspielen in den USA und den Start der 4ten Edition von D&D. Wieviel davon nun Nostalgie ist und ob sich steigende Brettspiel-Verkaufszahlen (Settlers of Catan anyone?) auf Pen&Paper RPGs umrechnen lassen ist wiederum eine andere Geschichte. Bestätigt ist hingegen der Anstieg an Überseeverkäufen. Ganz generell ist ein Anstieg von im Durchschnitt 9% in den Verkaufszahlen von RPG-Produkten aus den USA nach Europa zu beobachten, weichem Dollar/hartem Euro sei dank, sagt der Pessimist.

Als gesichert sind folgende Dinge zu betrachten: Die erste Druckauflage von D&D 4th Edition war definitiv größer als die der 3ten Edition(gemunkelt wird 25% größer, würde ich mich aber nicht drauf verlassen). Ebenfalls hat es D&D 4th auf Platz 3 der Amazon US&CAN Verkaufscharts geschafft und auf Platz 4 der Wall Street Journal non-fiction Bestseller (vom 12. Juni 2008). Andererseits sind wir mittlerweile im Amazon Ranking auf Platz #157 fallend und bereits auf der Wall Street Journal non-fiction Bestseller Liste vom 19. Juni 2008 nur noch auf Rang 12/13.

Die in einigen Foren kursierende Zahl von 40.000 verkauften Einheiten ist übrigens kompletter Mumpitz, weil nirgends erwähnt wird, ob es sich bei den 40.000 um die Verkaufszahlen des Player’s Handbook oder aller 3 Grundbücher zusammen handelt und auch nicht darauf eingegangen wird für welchen Zeitraum sie gelten, erstes Verkaufswochenende, erste Woche, erster Monat…

Bisher ist also nicht all zu viel bekannt und was bekannt ist, kann in beiderlei Richtungen interpretiert werden. Wir bleiben am Ball, bzw. W20…

„Einmal mit Profis arbeiten, einmal nur…“ Montag, Jul 7 2008 

Als sich Beckstein und Schäuble neulich zu der gerissenen Strategie des Agent Provocateur, um die Terrorangst weiter zu schüren, entschlossen, hatten sie nicht damit gerechnet, dass das SO aussieht…

Immerhin können um ihre Führungsakte besorgte JUler nun wieder beruhigt schlafen, so bald wird die Führung sie nicht mehr für die „gewissen Jobs“ anfordern…

„Battlefield Dumbass – Oder: Was ich hätte lernen sollen…“ Freitag, Jul 4 2008 

Letztes Jahr hat der US Kongress ein Gesuch des US Präsidenten George Bush akzeptiert, in dem um 400 Millionen USD/$ gebeten wurde, um damit verdeckte Operationen zur Destabilisierung der religiösen Führung des Iran zu finanzieren.

Diese verdeckten Operationen umfassen Grenzübertritte aus dem Süden Iraks durch US Spezialeinheiten, um Mitglieder der Iranischen Revolutionsgarde zu verschleppen und zu verhören, Computersabotage und –spionage, sowie u.a. Finanzierung einheimischer Widerstandsgruppen.

Hmmm, Widerstandsgruppen. Welche wohl? Aber lassen wir einen Experten zu Wort kommen. Robert Baer, vormals CIA Einsatzleiter im Nahen Osten und  Zentralasien, später Verbindungsoffizier CENTCOM, weiß folgendes über diese Freiheitsliebenden Widerstandskämpfer zu berichten:

 

“These are guys who cut off the heads of nonbelievers—in this case, it’s Shiite Iranians. The irony is that we’re once again working with Sunni fundamentalists, just as we did in Afghanistan in the nineteen-eighties. This is a Salafi organization whose followers attended the same madrassas as the Taliban and Pakistani extremists, they are suspected of having links to Al Qaeda and they are also thought to be tied to the drug culture.”

 

Gab es da nicht mal diese gewisse Organisation, die sich aus den Mujahedin Afghanistans entwickelte und ebenfalls von der CIA und JSOC unterstützt wurde, bis man sie fallen lies, woraufhin sie die Scherben aufsammelten und ihren eigenen Verein aufmachten? Genau, Taliban hießen die damals und irgendwie standen die auch mit Al Kaida in Zusammenhang…

 

Wie kommt man nun auf die Idee, das ein Plan der damals schon Müll war, nun plötzlich funktioniert?

„So sicher wie das Amen in der Kirche!“ Donnerstag, Jul 3 2008 

Immer wieder wird uns erzählt, wie sicher unsere Geldautomaten, PINs, TANs, usw sind und wenn doch mal was schief geht, muss ja geradezu der Kunde Schuld sein! Dies wurde uns sogar von OLG Frankfurt  bestätigt.

Irgendwie hab ich aber immer Bedenken, wenn die Technikasse der dt. Gerichte oder des BSI zu solchen Erkenntnissen kommen. Zum Glück sind in Deutschland böse Hacker-Tools verboten und wir sind wirklich sicher, nicht wie in den bösen, bösen USA, wo ganz schlimme Dinge passieren

„Erträglich durch Mate-Tee“ Donnerstag, Jul 3 2008 

*Mate-Tee-einschmeiss*

2006 erschien das Buch „The Dangerous Book for Boys„, ein absoluter Bestseller. Ende 2007 erschien dieses Buch nun auch auf deutsch. Allerdings mit einigen Unterschieden.

Die amerikanische und die britischen Ausgabe enthaltenen Beschreibungen klassicher Schlachten (die Thermopylen, Cannae, Waterloo, usw), welche in der dt. Fassung komplett unter den Tisch fallen. Ebenfalls wurde der Abschnitt „A brief history of artillery“ komplett gestrichen, ebenso wie der Abschnitt über die Hasenjagd. Die 10 Gebote wurden durch einen – wie umschreibe ich es mal höflich – leicht widersprüchlichen Text über Menschen- und Bürgerrechte ersetzt.

Über die Umstellung von franz. und amerikanischer Revolution, das Weglassen des „Terreur„, wohingegen die Einschränkung „gültig nur für reiche weiße Männer“ gemünzt auf die USA nicht fehlt. „Honi soit qui mal y pense…“

Man kann ja über die Themenauswahl allgemein unterschiedlicher Meinung sein, hier wird aber heimlich Gesinnungszensur betrieben, der Leser soll am besten erst gar nichts von den Änderungen erfahren, übrigens ebensowenig wie der ursprüngliche Autor, den man „vergessen“ hat zu informieren.

Wie üblich für Deutschland schlägt hier ein verlogener Pazi-Faschismus in Zusammenhang mit Gender Mainstreaming Terror durch. Wollpulli-Pädagogen wissen natürlich das Jungs* von sich aus niemals mit Autos spielen würden, sich niemals für Knarren interessieren würden und Krieg geht gar nicht. Damit sie diese bösen Dinge nicht von ihren Eltern aufgedrückt bekommen, sorgt man dafür, das diese es gar nicht können. Wie man die Tagesschau bereinigt hat man aber noch nicht rausgefunden, zur Zeit wird an Lösungen gearbeitet.

*Das die angeblich so emanzipierten Wollpulli PädagogInnen von vornherein ausschließen, dass Mädels sich für solche Themen interessieren könnten, zeugt natürlich erst Recht von Bigotterie und Inkompetenz.

Ich geh jetzt erst mal eine Hasenfalle aufstellen, fang einen Krieg an, esse Fleisch und kratz mich währenddessen im Schritt…

„The usual suspects…“ Donnerstag, Jul 3 2008 

Schon etwas länger gibt es für das kommende Sci-Fi RPG von Rob Boyle, Eclipse Phase, ein eigenes Developers Blog, wo etwas Einblick in die Arbeit und Ausrichtung der ganzen Sache erhält. Und man wieder mal merkt, wie klein der RPG-Autoren-Verein ist, die üblichen Verdächtigen halt ;)