„Gutta cavat lapidem, non vi sed saepe cadendo*“

Ein gewisser Roland Marquardt schrieb gestern unter dem Nickname „CDU – Wähler 2009“ folgendes im Heise Online Forum:

Gegen die Online-Überwachung gibt es keine rationalen, sachlichen Argumente, wenn man keinen Dreck am Stecken hat. Das Argument der False Positives gibt es auch bei allen anderen Ermittlungsmethoden. Aber im digitalen Zeitalter kann es keine rechtsfreien Räume für Terroristen, Päderasten – und hoffentlich später auch konventionelle Verbrecher – etc. geben. Das ein gewählter Minister da mehr Weitsicht und Kompetenz beweißt als ein „Täterschutzbeauftragter“ oder paranoide Interessengruppen.“

Manchmal frage ich mich ernsthaft, wie Jahrhunderte der Aufklärung, Diktaturen jeglicher Coleur und der Geschichtsunterricht in Deutschland so unglaublich spurlos an einigen Menschen vorbeiziehen. Es gibt kaum eine Struktur die klassischer ist in der Forderung von MEHR Überwachung und HÄRTEREN Strafen als die Folge Terrorist, Päderast, Vergewaltiger, Verbrecher, Andersdenkender, „Wer-auch-immer-gerade-stört“…

Andererseits wird der Rechtsstaat auch maßlos überschätzt, denn im Sinne der Aufklärung schwerer Verbrechen wird ein Roland Marquardt sicherlich freudig zwei Runden Waterboarding mitmachen, weil er nicht zugeben will, dass er im Halteverbot geparkt hat…

*Gutta cavat lapidem, non vi sed saepe cadendo – Ein steter Tropfen höhlt den Stein

Dieser Beitrag wurde unter imperiale Politik, verbale Diarrhoe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu „Gutta cavat lapidem, non vi sed saepe cadendo*“

  1. Bannockburn schreibt:

    Das ist das Tolle am Web 2.0:
    Jeder Arsch hat eine Meinung und darf sie auch zum Besten geben. Ganz unabhängig davon, ob seine Rechtschreibung zum Inhalt passt, oder ob er auch nur sinnvolle Argumente bringen kann.
    Ein hoch auf den Analverbalismus des Internets ^^

    „Das ein gewählter Minister da mehr Weitsicht und Kompetenz beweißt als ein „Täterschutzbeauftragter“ oder paranoide Interessengruppen.“

    Man bekommt den Eindruck, der erste Teil des Beitrages sei von einem ‚aufklärungsfreundlichen‘ Staatsorgan editiert, während der zweite Teil vom tatsächlichen Verfasser, der seine Samstage bei Schalke in der Südkurve zu verbringen scheint, stammt.
    Dieser Satz kein Sinn?

  2. sirdoomsbadcompany schreibt:

    Jup, dieser Satz kein Sinn, ist aber leider ein Originalzitat.*sigh*

    Zum Glück neige ich NICHT zum Analverbalismus sondern nur zu verbaler Diarrhoe… 😉

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