„The Structure of Entropy“

Nach einer mitverfolgten Diskussion im Fundus Ludi, von der ich vermutet habe, wie sie ausgehen wird, muss ich mal ein paar Worte zur Rollenspieltheorie und ihrer aktuellen Diskussion und Neuerfindung – im Rahmen von des Kaisers neue Kleider – in Deutschland loswerden. Eismann würde mich wahrscheinlich auf Sinnlosigkeit der Sache und insbesondere auf GMV hinweisen, aber wer die neun Pforten der Hölle erstmal geöffnet hat…

 

Es gibt kein gutes und schlechtes Rollenspiel in der direkten Differenzierung von Spielstilen. Der Sinn von Rollenspielen ist das Erleben von und Teilhaben an Abenteuern, das Annehmen anderer Rollen, das Meistern von Herausforderungen und vorallem der Spass an diesem schönen Hobby. Insofern gibt es gutes und schlechtes Rollenspiel, aber auf einer anderen Metaebene. Gutes Rollenspiel erfüllt die Bedürfnisse und Quintessenz des Hobbys, schlechtes Rollenspiel tut dies nicht.

Eine theoretische Einteilung unterschiedlicher Spielstile für einen wissenschaftlichen Unterbau kann nur ohne inhaltliche Wertung erfolgen, bzw. nur unter dem Aspekt der Ziele die ein RPG verfolgt.

Wenn im Abenteuerrollenspiel „Jaqueline und die roten Eicheln am Hof von Louis dem 14.“ das Ziel des RPG (und gegebenermaßen kongruent dazu das Ziel der Spieler, sonst würden Sie es nicht spielen) heißt, dass eine Jaqueline ganz viel wilden Sex in historischer Verkleidung an einem improvisierten Hof Frankreichs hat und alle danach glücklich grinsend mit roten, wundgescheuerten Genitalien nach Hause gehen, dann war es ein gutes Rollenspiel.

Wenn Laucian und Sissi wenig Zeit haben und am Freitag Abend innovativ Monster schlachten und die bösen Jungs besiegen wollen und ein avanced metaplot nur am Horizont auftauchen soll und Sie dann 4h später zerbeult 25.000XP kassieren und sich wie die Kinder über die neue Rüstung +4 freuen, dann ist das gutes Rollenspiel.

Wenn Scully und Mulder sich 4h an Verschwörungstheorien erbauen und anstatt das Alien am Ende wegzupusten, den ersten Kontakt aufbauen und dann noch eine Stunde über das Vergangene bei einem Bierchen reflektieren, um dann geistig stimuliert nach Hause zu gehen, dann ist das gutes Rollenspiel.

Insofern ist die hier gern kolportierte Unterscheidung von Begrifflichkeiten wie AbenteuerRollenSpiel(ARS) und/oder Stimmungsspiel von der Benennung her ganz einfach falsch. WODler erleben auch ein Abenteuer, wenn es die geliebte Sterbliche erwischt und grausame intrigante Rache am Hofe des Lords der Stadt geplant wird. Dies kann im Sinne des sogenannten „Stimmungsspieles“ durch soziale Interaktion rein verbal ausgepielt werden, es kann Gun Fu-technisch zum Showdown am Hof kommen oder eine Mischung aus allem sein, was sogar die wahrscheinlichste Variante ist, zumindest vom Durchschnitt der tausenden von RPG-Runden die ich beobachten konnte.

Die Probleme dieser ganzen Klassifizierungen werden an einem kleinen Beispiel deutlich: Oft wird von einem „cinematographischen“ Spielstil gesprochen, aber was ist das? Bullettimeeffekte an jeder Straßenecke? Malerische Landschaftsbilder à la Herr der Ringe um die Stimmung zu fassen? Grimmiger Bad to the Bone Körperverschleiss à la Die Hard? Mangaaction und SFX/VFX? Previuosly on Lost, Battlestar Galactica oder doch Metaebenverschiebungen mit Einsicht in andere Handlungsstränge? ALL das ist „cinematographisch“ und die Reduzierung auf einen Aspekt nicht nur belanglos, sondern falsch.

Rollenspieltheorien für Deutschland verfasst man halt nicht ideologisch verbrämt an einem Nachmittag, baut Sie etwas aus und packt ein bisserl Kontroverse rein, damit es auch auffällt!

Grundlagen:

1. Ziele, Aufgaben, Strukturen des Rollenspiels. Alles weitere findet unter Betrachtung von Punkt 1 statt.

2. Grobe Unterscheidung von Spielstilen, Formulierung passender, wissenschaftlicher Nomenklatur.

3. Feinstruktur, multigaming Konzepte, Gruppendynamische Entwicklung.

Damit kann man dann anfangen sich an dieses Thema zu wagen.

Mit freundlichen Grüßen…

P.S.: Vielleicht erweitere ich diesen Artikel noch, wenn aber mit Bedacht.

Dieser Beitrag wurde unter Netzwelt, RPG, verbale Diarrhoe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

34 Antworten zu „The Structure of Entropy“

  1. MB schreibt:

    Schöner Artikel, regt an.

    Einzige Anmerkung: in Ludi kommt kein N vor ;). Wenn das bei Zeiten eine Änderung erfahren könnte.

    SoFar
    MB

  2. Skyrock schreibt:

    Ich weiß nicht worauf du dich beziehst, meine Theorie kann es nicht sein.
    Was Spaßquellen angeht wird erst einmal alles gleichwertig betrachtet: Abenteuerrollenspiel (v.a. Herausforderungen Kraft eigener Leistung bestehen), Erzählspiel (v.a. interessante Fiktion erschaffen und Erleben) oder Thematisches Rollenspiel (Themen wie „Macht vs Liebe“ im Rollenspiel abhandeln; spielt in der BRD kaum eine Rolle und beschränkt sich weitestgehend auf den Forgedunstkreis, ist aber verschieden genug um erwähnt zu werden).
    Da anders als gleichwertig vorzugehen wäre auch Blödsinn, die Leute können schließlich schlecht ihre Spaßquellen wegwerfen und sich auf neue stürzen, und auch wenn einige etwas flexibel sind haben die meisten Leute ihre festen Präferenzen. (Ich mag etwa gelegentlich InSpectres wo wirklich null Herausforderung vorkommt, das aber bei der Fiktionserschaffung umso mehr felst, aber langfristig würde ich es nie spielen wollen.)

    Neben den Spaßquellen gibt es aber auch den Bereich der Techniken, und da muss untersucht werden wie bestimmte Techniken den Spaß fördern oder schmälern – ergo muss Wertung stattfinden, so wie etwa ein Informatiker Patterns für Programme nicht nur kategorisiert, sondern auch bewertet und feststellt wofür sie sich eignen und wofür nicht. Wenn das nicht passieren würde dann wäre das nur rein katalogisierend wie Briefmarkensammeln, keine Tätigkeit aus der sich konkrete Handlungsanweisungen zur Verbesserung der eigenen Tätigkeit ergeben können.
    Insbesondere bin ich der festen Überzeugung dass Geschummel außer in wenigen Sonderfällen[1] immer eine suboptimale Technik ist, die stets einem von vorneherein funktionierenden System (oder echtem Freiformspiel, wenn man schon mechanikenscheu ist) unterlegen ist.

    [1] http://skyrock.blogg.de/eintrag.php?id=25

  3. sirdoomsbadcompany schreibt:

    1. N-Dopplung editiert, sorry, ich und mein 3,5 Fingersuchsystem…

    2. Sorry Skyrock, ich meinte nicht Dich, der Thread war nur eine Anregung was dazu zu schreiben.

    Ich werde da noch mehr zu schreiben, bzw. auch auf Deine Anmerkungen eingehen, aber einige der Grundprobleme der dt. Rollenspieltheorie sind in meinen Augen.

    1. Es MUSS was anderes sein als die Amis, egal wie
    2. Terminologie: siehe das Beispiel @ ARS^^
    3. Bewusstes und unbewusstes aneinander vorbeireden + Selbstdarstellung/Tonfall innerhalb der Diskussion.
    4. Mangelende Differenzierung von Grundstruktur und Feintuning.

    DANN kann gerne eine Einzelbewertung von funktionierenden und spielverschlechternden Mechanismen vorgenommen werden.

    mal so in absoluter Kurzform…

  4. Ibag schreibt:

    Interessanter Artikel, beleuchtet endlich mal interessanter und weniger einseitig. Noch interessanter finde ich aber den ausschweifenden Kommentar.

    Ich denke manchmal muss man einfach akzeptieren können.

    Bin auf weitere Artikel gespannt.

  5. Knut schreibt:

    Sieg durch textliche Masse. Sich wiederholende textliche Masse.
    Da hab ich grundsätzlich nur bedingt was gegen, aber es wiederholt sich auch bei Themen, die eigentlich damit gar nichts zu tun haben, und zwar in gefühlten 99 Prozent aller Rollenspielforen.
    Dazu kommen dann noch so Aussagen wie „Es ist festzustellen, dass…“ und ähnliche wahrheitsdefinierenden Worthülsen und natürlich selbstersponnene „Fachausdrücke“, teilweise nichts anderes als Wertungen mit lustigen Mützen auf, adrett angezogen mit Jäckchen aus gestelztem Hochschuldeutsch, die die „Elite“ vom Rest trennen. Fürchterlich… Rollenspielfundamentalismus in Reinkultur.
    Man sollte meinen das wäre typisch deutsch, aber ich fürchte Nerds sind global gleich.

  6. nexuslex schreibt:

    Mach doch eine Kampagne “ Die Jagd nach den Spaßbremsen“ daraus

    Ah , und danke für GunFu

    ham mir wieder was gelernt

  7. Bannockburn schreibt:

    There is no RPG Fundamentalismus, wie festzustellen war!

    Zum Text: Wo gibts das Spiel zum Hof des Louis?! 😉
    Ich hoffe mal, dass die Beispiele sich wirklich in alle Köpfe hämmern lassen.
    Warum machen sich die Leute eigentlich so viel Gedanken darum, was andere tun? Ist mir wirklich schleierhaft.

  8. Knut schreibt:

    Ich finde diese Forendiskussion archetypisch.
    1. Die Eröffnung:
    Der „ARS“ler eröffnet erst einmal damit, dass so ziemlich alle Spieler in Deutschland außer ihm und seinen Kumpanen retadiert, hinterwäldlerisch und ahnungslos sind (ganz besonders natürlich DSA-Spieler, aber das muss man denke ich eigentlich gar nicht mehr erwähnen).
    2. Reaktionsspiele:
    Die Leute sind daraufhin angefressen, und trotzdem versuchen sie rauszufinden, warum er das denn so sieht. Das nennt man mal gute Forenerziehung.
    Daraufhin kommt ein Schwall selbstgestricktes Fachchinesisch. Logischerweise fragen also einige nach, während andere bereits den Kopf schütteln.
    Es folgen wüste Verlinkungen mit der Erklärung, man wolle nicht alles dreimal erklären. Wer sich beschwert, wird als „passiv-aggressiv“ angegangen (hier ein Synonym für „ist nicht offen aggressiv“, andere Alternativen gibt es da anscheinend nicht), wobei der Begriff „männlich“ ganz besonders bizarr wirkt, wenn man weiß, wer ihn da benutzt.
    3. Das Märtyrertum:
    Die anderen fühlen sich zu Recht verarscht, woraufhin der „ARS“ler lamentierend von dannen zieht, da dieses Forum ja eigentlich unter seiner Würde ist und sowieso, alles Idioten.

    Es ist doch irgendwie beruhigend, dass es noch Konstanten im Leben gibt.

  9. Skyrtock schreibt:

    Wenn das in deiner kleinen Welt so ist… Im Fundus Ludi ist mir schnell klar geworden dass es da nicht um Erkenntnisgewinn geht.

    Wenn du mal eine ARS-Webforendiskussion sehen willst wo die Leute ebenfalls ARS eher ablehnend gegenüber stehen, aber vernünftig ohne passiv-aggressives Rumgezicke diskutieren können und es schaffen spezifische Fragen zu stellen: http://midgard-forum.de/forum/showthread.php?t=15248
    (Allerdings haben Midgardianer auch ein höheres Durchschnittsalter und im Gegensatz zu vielen anderen Teutonen Erfahrung mit einem System das tatsächlich ARS-tauglich ist, sind also sicher positive Faktoren um sich dem Thema anzunähern.)

  10. Knut schreibt:

    Na, die 72 Jungfrauen sind dir schonmal sicher.

  11. nexuslex schreibt:

    knut, fantasy role playing und illusionist?…

    das jeder nach seiner fasson glücklich sein kann ist doch toll, wenn es mehrere systeme gibt und wmf-wrestling und blitschachartige spielweisen. Gleichmachen wäre ja nahezu irre.
    Also ich bin schwer planlos, habe früher Merp und DSA gespielt und war einmal auf dem Drachenfest, aber als Theorie braucht man doch nur das Regelwerk, der Rest ist Gruppendynamik.
    Wenn Du Rollenspiele wissenschaftlich untersuchen willst schau mal unter Spieltheorie und Soziologie nach
    Ui, Möglicherweise check ichs nicht so ganz, speziell nach dem Mahl

    ich mag nur so gerne expertensprache

    rollenspielen ist auf jeden Fall unübertroffen, was Begeisterungsmöglichkeit betrifft

    sorry, ich troll mich mal

  12. MB schreibt:

    Treffend, Knut. Sehr treffend sogar.

    Das Schema wiederholt sich seit Jahren. Aber sie kommen immer wieder – vielleicht macht es das ja gerade so spannend.

    Ich zumindest warte noch einmal auf den Tag, an dem ein ARS´ler in der Lage ist Thesen und Standpunkte klar und deutlich darzulegen, ohne

    a) ausfallend zu werden und das „guten Stil“ zu nennen

    b) Beitrag x auf Blog y zu verlinken

    c) Diskussion A aus Forum B zu verlinken

    d) „Fachchinesisch“ zu benutzen, um sich von der grauen Masse abzuheben

    e) nach den ersten paar Gegenargumenten einzuknicken, sondern sich mit den Argumenten auseinandersetzt.

    Sollte dies irgendwann passieren, dann bin ich gerne bereit, lange Unterhaltungen zu führen und mir das Für- und Wider erklären zu lassen.

    Aber: Das wird wohl die Utopie bleiben.

  13. Skyrock schreibt:

    Wie die Midgardianer beweisen gibt es solche Forendiskussionen, wo die Leute erst die Primärquelle lesen und dann in der Lage sind spezifische Fragen zu stellen, ohne unnötige Unterstellungen zu betreiben. (Außer die anfängliche Manifestverlinkung von Alondro (_nicht_ von einem ARSler) und meine spätere Verlinkung des Artikels zur Absolutheit der Spielstileinteilung machen diese Webforendiskussion zu „OMFG th33s 4rr0g4nc3!!!11einself“)

    Wer auf respektable Art und Weise diskutieren kann, der wird von mir auch respektabel behandelt. Für Laumichel die Fragen stellen die schon ein oberflächlicher Blick in die Primärquelle überhaupt beantworten würde und denen man schon auf eine Meile anliest dass kein Erkenntnisgewinn angestrebt wird ist mir die knappe Zeit zu schade, da hat die Szene mehr davon wenn ich an meinem Heartbreaker schreibe.

  14. Knut schreibt:

    Warum sollten sie jemanden respektabel behandeln, der sein Mückenego auf Elefantenstatur aufgeblasen hat und alles und jeden als retadiert, hinterwäldlerisch und ahnungslos hinzustellen versucht? Tut mir leid dir das sagen zu müssen, aber Respekt muss man sich verdienen, und bisher bist du da deutlich unter Hartz IV-Niveau.
    Aber es passt schon zum Bild. Natürlich muss man sich deine Gnade erbuckeln, und nur wer artig devot ist und sich auch gern mal beleidigen lässt, darf sich dann deinen „Erkenntnisgewinn“ (das ist dann schon Realsatire) anstreben. Das ist wirklich männliches Verhalten.

  15. Skyrock schreibt:

    Knut erklärt die Welt und stellt Mutmaßungen über meine Person an, das wird ja immer lustiger.
    Zusammen mit der These die Origin Awards hätten Relevanz komme ich ja wenigstens in Sachen Unterhaltung auf meine Kosten, wenn es dazu schon in Sachen Debatte nicht reicht.

    Ansonsten finden sich im Midgard-Forum einige die sich alleine schon für ihren Szeneeinsatz meinen Respekt verdienen, wie etwa Rosendorn als Conorganisator, oder H.J. Maier als langjähriger Gildenbriefmitarbeiter und Admin eines wichtigen Rolloforums.
    Sir Doom hat ebenfalls auch dann einen gewissen Grundrespekt von mir wenn ich mit ihm nicht übereinstimme, denn bei ihm weiß ich was er für die Szene getan hat.
    Meine Spuren als Entwickler, Challengejuror, Rezensent und Feedbackgeber für freie Rollenspiele sind gleichfalls leicht zurückzuverfolgen (wenn du schon Theoretisierei nicht als nützlichen Beitrag anerkennst, und man schon Nachforschungen außerhalb des Netzs anstellen müsste um zu sehen dass ich auch eine Weile Conhelfer war).

    Und was hast du so für die Szene getan, abgesehen von Lästereien als Blogkommentator? (Oder ist es jetzt auch arrogant-elitär Leistungen und Arbeit zu betrachten, statt jeden Menschen als fleichermaßen einzigartige und wertvolle Schneeflocke zu sehen?)

  16. Knut schreibt:

    Also du hast die übliche Laufbahn eines Nerds hinter dir. Deshalb also sollen dich Leute respektieren, obwohl du dich beständig und unprovoziert daneben benimmst. Da wundert es mich tatsächlich nicht mehr, warum du dich in der Opferrolle siehst. Und da kommst du mit „in deiner kleinen Welt“… Das ist wirklich Realsatire.
    Und ansonsten gilt: Ich muss auch nicht kochen können um zu erkennen, ob etwas schmeckt oder nicht. Und hier schmeckt etwas ganz schön gammelig.

  17. Skyrock schreibt:

    Im ohnehin schon nerdigen Internet rumhängen, etwas so nerdiges wie eine Blogsoftware benutzen und diese dann auch noch benutzen um zum nerdigen Thema Rollenspiel zu „diskutieren“, nur um dann das Totschlagargument „Nerd!!!111einself“ auszupacken… Unbeabsichtigte Witzischkeit ist eben doch die beste.

    Mach am besten die Kiste ab, geh mit deinen Jock-Kumpels ins Fitnessstudio und rede mit ihnen über Neuwägen die du dir eh nicht leisten kannst, sonst vernerdest du noch selbst. (Aber nicht mit technischen Daten und so anfangen, sich so etwas zu merken ist nämlich voll nerdig.)

  18. Knut schreibt:

    Nanu, auf einmal so passiv-aggressiv? Dabei bist du doch Entwickler, Challengejuror, Rezensent, Feedbackgeber, und so wie es sich liest auch Demokrat, Mensch und Author(sic!).

  19. ghoul schreibt:

    @Skyrock: Du solltest Dich einfach entscheiden, wann und wo Du die Leute provozieren/lächerlich machen möchtest und wann Du mit ihnen diskutieren möchtest. Sonst erreichst Du keines Deiner Ziele, wie dieser Blog-Eintrag bzw. die Diskussion im Fundus Ludi zeigen.

    Es ist weder rhetorisch noch inhaltlich ein klarer Sieg auf irgendeiner Seite auszumachen.

  20. Bannockburn schreibt:

    Warum auch immer manche Menschen das Bedürfnis haben, in Diskussionen zu ’siegen‘.
    Tatsächlich kann man theoretisch so etwas auch benutzen, Meinungen auszutauschen und vielleicht sogar Akzeptanz für die jeweilig verschiedenen Positionen aufzubringen. Scheint allerdings out zu sein und Unhöflichkeit ist die neue Höflichkeit.
    Geht natürlich nur, wenn man auch eine gewisse Grundbereitschaft zum Austausch mitbringt und nicht kompromissloser Prophet zu sein versucht.

  21. phrixuscoyote schreibt:

    Hi Sir Doom,
    interessanter Artikel, man könnte noch mehr zum Thema schreiben, muss man aber nicht. Auf eher negative Weise interessant ist, dass sowas immer wieder gesagt werden muss und immer wieder dieselben Diskussionen auf den Plan ruft. Naja, irgendwann überwiegt das Amusement. 😉
    MfG, Phrixus

  22. phrixuscoyote schreibt:

    Uffuff, Kommentare gelesen. Man muss jetzt was für die Szene getan haben um… was genau tun zu dürfen? Achduscheiße, wen das mal nicht alles disqualifiziert! Da ich noch nichts für mein Vaterla… ähm, die Szene getan habe (außer verdammt viele Sachen zu kaufen… hmmm), bin ich lieber still und überlasse die Deutungshoheit den wichtigen Menschen. 😆

  23. Günnie schreibt:

    Moin

    Echt Leute. Jetzt lasst den Skyrock doch mal in Ruhe. Ich mein, wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr so viel Energie, Zeit und Fantasy in Euer Manifest stecken würdet und die, für die ihr das alles tut, sind nicht nur undankbar, nein sie hacken auch noch auf einem rum. Pfui.

    Und überlegt mal, wie viele Stunden er in den Foren zubringt, um euch das alles zu erklären. Da hat er doch garkeine Zeit mehr für normale Dinge, mit denen Leute wie wir uns beschäftigen.

    Seht das mehr als eine Art Mission, auf der er sich befindet. Da gebührt ihm schon sowas wie, ja ich würde fast sagen, Respekt.

    Gut, das was er schreibt ist halt in weiten Teilen unverständlich, aber da kann er doch auch nix für. Immerhin gibt er sich Mühe. Leute wie er haben es halt nicht leicht.

    Der Skyrock meint das Alles garnicht so. Der meint das ganz anders. Das ist mir irgendwann klar geworden.

    Auf dann

    ein besorgter Günnie

  24. Knut schreibt:

    Mir ist persönlich relativ egal, ob er sich Mühe gibt. Waschmaschinen geben sich auch Mühe. Von mir aus kann er seine Mission, Kreuzzug oder was auch immer gerne wie die Zeugen Jehovas treiben und direkt von Tür zu Tür gehen und da Leute anpöbeln. Die gleiche Penetranz hat er ja schon. Da kann er auch mal kennen lernen, wie sehr seine Mitmenschen auf seinen „Erkenntnisgewinn“ in seinem „Manifest“-Wisch erpicht sind.
    Entschuldigungen gibt es immer. Schlimme Kindheit, in der Schule immer geschnitten worden, von mir aus kann er auch sein Haustier totgesessen haben, das macht die Sache auch nicht besser.
    Naja, immerhin hat er sich hier noch nicht beim Mod ausgeheult, das wäre sonst wirklich das virtuelle Eunuchentum.

  25. Skyrock schreibt:

    Beim Mod heulen? Würde mir in meinen kühnsten Alpträumen nicht einfallen. Es hat schon seinen Grund dass ich im zensurfreien O.R.K. unterwegs bin und meine englischen Rollozockdiskussionen lieber auf theRPGsite als auf RPG.net abhalte, und es hat seinen Grund dass ich meinen Blog zur zensurfreien Zone erklärt habe in der man ohne Furcht vor Sanktionen beleidigen, zerreissen und angreifen darf solange keine Kinderpornos, NPD-Wahlkampfwerbung oder dergleichen verteilt werden.

    Ansonsten weiß ich nicht wie Knut auf Pep L.S. kommt, dass ich Beitragslöschung verlangt hätte (oder was der Author noch so alles in seinem weinerlichen Abschiedsmonolog verlangt hat) wäre mir neu.

  26. sirdoomsbadcompany schreibt:

    Ich kommentiere das alles hier mal nicht weiter, ich schreib bei Gelegenheit einen neuen Beitrag. Ach ja, auch wenn ich Korinthenkackerei betreibe, es heißt AUTOR!

    Einzig akzeptable Ausrede ist Aut(h)or in guter alter FP Forumstradition…

  27. Skyrock schreibt:

    Auf eben jenen Aut(h)oren beziehe ich mich. Der war wirklich ein gebo(h)renes Naturtalent 😉

  28. Knut schreibt:

    Mal überlegen… Parallelen zwischen Hanno und Skyrock:

    – Ungefragter Missionierungsdrang
    Check.
    – „Ungläubige“ beschimpfen und anpöbeln
    Check.
    – Es durch eine „wahre Lehre“ zu legitimieren versuchen
    Check.
    – Unsoziales Auftreten
    Check.
    – Bei Reaktionen sofort „Diktatur“ und „Zensur“ schreien
    Check.
    – Sich daher als großer Freigeist darstellen
    Check.
    – Unter fadenscheinigen Gründen Verlassen von Foren, wenn der Gegenwind zu stark wird
    50 Prozent Check. Hanno hat stellenweise deutlich länger ausgehalten.
    – Verquaste Texte als Glaubensgrundsatz schreiben
    Öh… das hat Hanno nicht gemacht. Sein Krempel hatte wenigstens für Spieler einen gewissen Nährwert. Da glüht das Bullshit-Barometer nicht ganz so schnell durch wie bei einem „Manifest“.
    – Leuten in diversen Foren auf die Nerven gehen
    Hat Hanno auch nicht gemacht, liegt aber in der Natur der Sache, ist daher nicht in der Wertung.
    – Versuchter „Diskussionssieg“ durch Textfluten, die mit dem Thema nur am Rande was zu tun haben
    Check.
    – Da bei Verlagen so nichts zu machen ist selbst ein Rollenspielsystem entwickeln
    Check, zählt aber nicht, denn das tun nun wirklich viele Nerds.

    Macht immerhin 7,5 von 9.

  29. Skyrock schreibt:

    Muss ich jetzt noch irgendwen mit Adi der alten Nazisau vergleichen?

    Ansonsten:
    Wo ich von „Diktatur“ und „Zensur“ geschrieben haben würde ich gerne mal sehen. (Außer vielleicht im Zusammenhang mit dem F&S-Forum, und das ist gesunder Menschenverstand.)

    An Foren im Plural kann ich mich auch nicht entsinnen, auch nicht im Singular, denn im Fundus Ludi bin ich immer noch, nur den ARS-Thread habe ich in meinen mentalen Killfile gesteckt.

    Und Verlage die mit PDFs und PoD handeln sind wohl auch keine Verlage für dich. Kauf FTA!GN wenn es rauskommt, da steht mein Name drin.

    Der Rest… Jo mei, das ist subjektiver Schmarrn bei dem Fakten auch nicht mehr helfen, oder wie du es ausdrückst „Versuchter “Diskussionssieg” durch Textfluten, die mit dem Thema nur am Rande was zu tun haben“, denn wenn man jemanden persönlich mit Hanno vergleichen muss ist in der Sache wohl nichts mehr zu holen.

  30. rust schreibt:

    In den vergangenen Tagen habe ich mir noch einmal die
    ganzen „Originaltexte“ der Rollenspieltheorie-Diskus-
    sion von Ron Edwards und dem Umfeld von The Forge, von
    Robin Laws etc. pp. durchgelesen, und ich verstehe nun
    noch viel weniger, weshalb diese Debatte hierzulande
    mit so geradezu pseudoreligiösem Eifer geführt wird.

    Das fängt schon mit der seltsamen Verkürzung auf nur
    zwei Spielstile („ARSler“ und „Stimmis“)an, denn in der ursprünglichen GNS-Theorie sind es drei Stile (Ga-
    mismus, Narrativismus, Simulationismus). Sie werden
    auch nicht als „gegensätzlich“ betrachtet, sondern nur
    als unterschiedlich, und nach Edwards können alle drei
    Stile in der selben Spielrunde vorkommen, nur eben zu
    verschiedenen Zeiten im Spiel.

    Auch bei Robin Laws und seinem Versuch der Einteilung
    von „Spielertypen“ („Powergamer“, „Strategist“, etc.)
    und den anderen Rollenspieltheoretikern habe ich nicht
    den Hauch eines Ansatzes für den hierzulande ablaufen-
    den Verbalkrieg gefunden.

    Woher kommt also dieses offensichtlich so dringende Bedürfnis, sich abzugrenzen, mit Worten aufeinander
    einzuschlagen, und jede Logik dem Wunsch nach „Siegen“
    im Wortgefecht unterzuordnen ?

  31. Pingback: “Aus dem Ärmel geschüttelt” « sirdoom’s bad company Weblog

  32. Knut schreibt:

    @rust:
    Ich denke es geht diesen Leuten hauptsächlich darum zu definieren, warum grade ihre Art zu spielen die aller tollste ist. Ja, das ist armseelig. Aber es gibt eine Menge Menschen, die nach dem „Mein Kung Fu ist besser als dein Kung Fu“ agieren, normalerweise, weil sie einfach nichts anderes haben. Gut, viele kanalisieren ihren Fanatismus in politischen oder religiösen Fragen oder verprügeln sich gegenseitig vor dem Stadion, aber bei den Verhaltensweisen, wie sie hier so auftauchen, ist es, wenn auch nicht für uns, so doch zumindest für die Allgemeinheit besser, dass sie ihren Fanatismus in so einem unbedeutenden Hobby wie Rollenspiel ausleben statt Leuten mit dem Wachturm in der Hand oder der Bombe im Paket zu begegnen.

  33. rust schreibt:

    @ Knut:
    Denkst Du, daß sie deshalb auch eine so „konflikttaug-
    liche“ Theorie (letztlich dualistisch-schwarzweiß, mit
    nur zwei sich gegenüberstehenden Seiten: „ARSler“ und
    „Stimmis“; die einen „gut“, die anderen „böse“) ver-
    treten ?
    Denn inhaltlich ist es ja geradezu bizarr, den gesam-
    ten Rollenspiel-Kosmos auf nur zwei Aspekte zu redu-
    zieren, und daraus dann auch noch einen Gegensatz und
    Konflikt abzuleiten.

  34. Knut schreibt:

    Sicher. „Die Kunst“ (also die Guten) gegen „den Scherz“ (also die Bösen, wobei hier eher die Dummen und Naiven gemeint sind). Und natürlich sind die Bösen an allem Schuld, und das Sinnbild dafür ist mal wieder DSA.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..