„Wer im Frühling nicht säht, wird im Herbst nicht ernten“

Jedes Jahr gibt es das Frühjahrsgutachten der hochdotierten Wirtschaftsweisen. Und manchmal frage ich mich, ob die das selber schreiben oder deren Praktikanten. Man muss sich mal vorstellen, was da geschrieben steht, neben den offensichtlichen Dingen wie „Immobilienkrise wird teuer“.

Um die Binnenkonjunktur anzukurbeln muss die Reallohnerhöhung – die ja bei den meisten Leuten gar nicht angekommen ist – in den Markt gepumpt werden. Zeitgleich fordert man allerdings weitere Zurückhaltung bei Lohnerhöhungen – nicht bei Managern, keine Sorge – und verdammt den Mindestlohn.

Man hätte auch schreiben können „Nachts ist’s kälter als draußen“ oder „Sinn du nicht finden hier“.

Zeitgleich wird im „Rentenkrieg“ ein Generationenkonflikt inszeniert. Wer rechnen kann, dessen Bullshitdetektor springt sofort im Dreieck. Es geht nicht um jung und alt, es geht wie immer um arm und reich, aber Ablenkung ist von Nöten, weil schon heute ein 30jähriger von seiner Rente nicht wird leben können, selbst wenn er immer Arbeit hat, was nicht unbedingt wahrscheinlich ist. Und von der Riesterrente werden Menschen profitieren und tun es sogar schon, allerdings nicht die künftigen Renter, sprich ihr.

Nun sind einige wahnwitzige Irre auf die Idee gekommen eine einheitliche Rentenversicherung könnte die Lösung sein. Beamte, Studenten, Angestellte, Selbstständige, im Grunde genommen JEDER ab dem 18. Lebensjahr kommt in dieses Rentensystem und zahlt Einkommensabhängig zwischen 4,2% und 7,8%.

Diese wahnwitzige Idiotie eines kommunistischen Alptraums, diese marxistische Spätverwirrung, durchgeführt mit stalinistischer Brutalität, kann natürlich keine Lösung sein für ein freiheitlich-demokratisches Deutschland. Ein weiteres Problem: In der maoistisch-kommunistischen Schweiz funktioniert das System ohne Probleme, wenn überhaupt kloppt man sich um Details. Und wie wir alle wissen: Dinge die schon woanders NICHT funktioniert haben, macht man in Deutschland gerne mal nach, Dinge die hingegen einwandfrei funktionieren sind grundsätzlich ideologisch untragbar…

Dieser Beitrag wurde unter imperiale Politik, verbale Diarrhoe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu „Wer im Frühling nicht säht, wird im Herbst nicht ernten“

  1. Agent Pöhlemann schreibt:

    Das ist alles Teil meines Plans… MUAHAHAHA!

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