„Konditionierung“

Früher gab es überall Sirenen, um die zivile Bevölkerung zu warnen. Nachdem man den Kalten Krieg dann „gewonnen“ hatte, erschien dieses System überflüssig. Nach Elbhochwasser und dem 11. September 2001(boom) sieht die Sache nun wieder anders aus. Da reichen SatWas(Satellitengestütztes Warnsystem) und deNis(deutsches Notfall- & Informationssystem) nun nicht mehr aus, man will die Sirenen zurück, wobei dies z.Z. nur durch die Kostenfrage gebremst wird.

Ich kann mich noch daran erinnern wie es in den 80ern jeden Samstag Probealarm und den obligatorischen Überschallknall der Lufwaffentornados gab; das war nun mal so und man hatte sich daran gewöhnt, wie an den Gestank des Klärwerks, wenn der Wind falsch wehte. Ab und an gab es auf lokaler Ebene dann auch mal 1-2 Fehlalarme, die meist dadurch entschuldigt wurden, dass man halt gedacht hat, ein paar 10.000 Rotarmisten auf der anderen Seite des Zauns gesehen zu haben. Das waren zwar nur die Polizisten die Gorleben gegen Demonstranten abriegelten, aber sowas passiert nun mal, wenn man mit einem Tornado über Niedersachsen kurz Gas gibt, ist man ziemlich schnell hinter dem antifaschistischen Schutzwall gelandet.

Wo heutzutage nun Millionen von Terroristen jede Woche neue Wunderwaffen im Kampf gegen die Freiheit ins Feld führen, SARS, Ebola, Killerspiele, Pädophile, U-Bahnschläger u.a. uns fortwährend bedrohen ist ein neues Alarmsystem natürlich unumgänglich. Böse Zungen könnten natürlich behaupten, dass es kaum ein besseres Instrument als Angst und Deutschlandweite regelmäßige Fehlalarme gibt, um sagen wir mal „das Interesse am Antiterrorkampf in der Bevölkerung aufrecht zu erhalten.“

Aber wir wollen uns ja nicht an Spekulationen beteiligen, die von der kommunistischen Propaganda erfunden wurde, oder? Verdammt, falsches Jahrtausend…

Dieser Beitrag wurde unter imperiale Politik, verbale Diarrhoe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu „Konditionierung“

  1. Tobias schreibt:

    hier geht es ja noch…

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