„Paranoid eloquente Schnipsel“

Dinge, die nie passieren

Ein Anstieg solcher „Verwechslungen“ ist nicht beweisbar, es wird aber mehr darüber berichtet, was auch schon ein Fortschritt ist. Bisher bestand die allgemeine Haltung der dt. Gesellschaft darin, solche Dinge als nicht existent abzutun. Sowas passiert nicht in Deutschland.

Heute schon überwacht worden?

Alles Einzelfälle, aber Einzelfälle ergeben ein Gesamtbild und dies lässt gruseln. Nicht nur die Deutschen, eigentlich alle Europäer

Warforged Adorno

Der Schreibstil ist grausam und auch unangebracht, weil Soziologen normalerweise nur so gequollen schreiben, damit keiner versteht, dass sie eigentlich mit 0815 – Weisheiten um sich werfen, was hier gar nicht zutrifft. Auch gemeine Verallgemeinerungen können manchmal treffend sein. Wenn man aber zum Kern des Textes schaut, sieht man die Weisheit, die in diesem Falle, dahinter versteckt liegt.

You know what you are. What you’re made of. War is in your blood. Don’t fight it. You didn’t kill for your country. You killed for yourself. God’s never gonna make that go away. When you’re pushed, killing’s as easy as breathing.

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7 Antworten zu „Paranoid eloquente Schnipsel“

  1. Wallace schreibt:

    Damals im Studentendorf Kiel, wo Vieles ähnlich aussieht und sich regelmäßig Lieferanten, Zusteller und Gäste in Haus oder Wohnung vertan haben, haben wir immer Witze darüber gemacht was passiert wenn das mal dem SEK passiert. Offenbar braucht man aber nur Nachbarn und nichtmal deutsche Schäferhunde. Als damals irgendwer anonym behauptet hat mein Vater würde beim Bund klauen (was völliger Blödsinn war) kam immerhin nur die Kripo zur Hausdurchsuchung (die auch eher eine Begehung war). Aber das war vor der Terrorgefahr. Oder danach. Oder dazwischen.

    Grundsätzlich kann man immer nur wiederholen, was so viele Leute nicht hören wollen: Der Staat ist NICHT dein Freud und Helfer. Wenn das mal so ist, wunderbar. Das kommt sogar immer mal vor. Nur gibt es bei jeder Gruppe einer gewissen Größe genau so viele Idioten, Drecksäcke und Arschlöcher wie überall sonst – und das das nicht wenige sind wissen wir hoffentlich inzwischen alle. Nur werden die als „Zivilisten“ im Regelfall belangt, wenn sie einem auf die Fresse hauen.

  2. sirdoom schreibt:

    *zustimm*

  3. Farmer Boy schreibt:

    Zur „Rambologie“: großes Kino!

  4. wusselpompf schreibt:

    „weil Soziologen normalerweise nur so gequollen schreiben, damit keiner versteht, dass sie eigentlich mit 0815 – Weisheiten um sich werfen“
    Es lebe das gepflegte Vorurteil. Also sind die Erkenntnisse von Luhmann, Adorno, Berger/Luckmann, Bourdieu oder wem auch immer Sachen die ich auch in jeder Eckkneipe aufschnappen könnte? Na son mist, warum erfahre ich das erst hier?

    Es gibt wohl keine Wissenschaft die so oft Hohn und Spott ausgesetzt ist wie die Soziologie, und warum?
    Weil die wenigsten Leute dazu in der Lage sind den unterschied zwischen einer 08/15-Weisheit und wissenschaftlicher Erkenntnis zu sehen.
    Traurig aber wahr…

  5. sirdoom schreibt:

    Hihi, sind wir da jetzt etwa selber aufs Cliché hereingefallen? Als Politologe der mehr als genug Soziologieseminare abgerissen hat, wollte ich sicherlich nicht die Aussage treffen „alle Soziologen sind doofe Laberköppe mit nichts hinter“. Wer im Glashaus der Sozialwissenschaften sitz…

    Leider habe ich durch leidvolle eigene Erfahrung herausgefunden, dass a) Clichés auch immer irgendwo einen wahren Kern haben und b) meine „Kollegen“ aka „Feinde“ in der „Gender-Forschung“ sich nicht gerade wissenschaftlich mit Ruhm bekleckern. Außerdem bin ich Anhänger von Franz Walter, d.h. großer Befürworter der Theorie, dass man als Wissenschaftler durchaus in der Lage sein sollte die Botschaft/Erkenntnisse, die man erlangt hat ohne Fremdwörter zusammenzufassen, die selbst ein Fachkundiger nachschlagen muss.

    Und unter uns, die 3 Bände der Sexualität und Wahrheit-Reihe von Michel Foucault sind nun wirklich „gequollen – anders – langatmig“, ganz davon ab, das ich sie für gequirlten Mist halte*g*.

    Das Gegenteil stellt dann wohl Adorno dar, der sich brutal schwierig liest, aber vor Inhalt und Aussage nur so überschwappt.

    Et toi, mon ami?

  6. wusselpompf schreibt:

    so klingt das natürlich schon ganz anders… irgendwie differenzierter 😉
    klar gibts laberköppe in der soziologie, vornehmlich jene die es nicht einsehen neuere wissenschaftliche methoden als die des seeligen max weber zu benutzen (das könnte ich jetzt mal unters schlagwort „kritische theorie“ zusammenfassen, aber ich will ja nicht so sein).
    Walter hat sicherlich nicht unrecht, schafft aber für soziologen viele probleme: zum einen braucht jede wissenschaft ihren sprachkode um sich von anderen wissenschaften abzugrenzen (z.b. powi und soziologie) und gerade in der soziologie besteht eben die gefahr, dass erkenntnisse, die nicht „hübsch verpackt“ sind, als alltagswissen ankommen, auch wenn sie das idR NICHT sind.
    Foucault… nun ja, bei ihm vermischen sich halt biographie und wiss. arbeit zu stark – wobei ich „überwachen und strafen“ nach wie vor für einen meilenstein halte.
    fazit: zustimmung, aber nur so, wie dus im letzten kommentar dargestellt hast 😉

  7. sirdoom schreibt:

    Differenziertheit hängt bei mir gewöhnlich von der Tagesform und den zur Verfügung stehenden Mitteln ab, Skalpell oder Atombombe, was halt gerade da ist. 😉

    „Überwachen und Strafen“ ist wirklich gelungen, allerdings wäre mir wohler wenn einige Knallköpfe mit Gesellschaftsveränderungsanliegen dieses Werk nie gelesen hätten.

    Walters These der Einfachheit hat natürlich den Nachteil, dass dabei u.U. Kernpunkte von Thesen und Analysen unscharf werden, untergehen oder sich in Allgemeinplätze verwandeln können. Andererseits ist er mir als Gegenpol zur Gruppierung der Kisuaheli-Advokaten mehr als recht*g*.

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