„Loopings“

Um die Konkunktur anzukurbeln, wandern zur Zeit viele Konzepte durch die Landschaft. Geldgutscheine, Steuersenkungen, Staatsinvestitionen, usw.

Steuersenkungen sind dabei das schlechteste Mittel. Vereinfacht dargestellt: Steuersenkungen kosten viel, bringen aber keinen direkten Effekt, weil man nicht weiß, was mit dem Geld angestellt wird. Wird es gespart? Wenn es ausgegeben wird, wofür? Ausländische Produkte? Gerade die Zersplitterung der eventuellen, individuellen Geldweitergabe hemmt dann ebenfalls noch den Konjunkturanschub.

Staatsinvestitionen in Infrastruktur, Baugewerbe, notfalls Hartz4 um 15%-25% rauf, usw sind hingegen steuerbar und liefern direkt einen Gesamtanschub. Nachteil: Sie liefern halt einen Gesamtanschub und keine Millionenersparnisse für Millionäre. Doof das.

Man kann das auch ausrechnen, wurde schon 1000 mal gemacht. Sogar die blöden Geldgutscheine würden mehr bringen als Steuersenkungen.

Den genialsten Vorschlag habe ich heute Mittag gehört.

„Statt für Investitionen in Autobahnen bin ich für einen Transalpen-Transrapid mit Loopings über dem Großglockner!“

Ich mag Loopings 🙂

Dieser Beitrag wurde unter imperiale Politik, verbale Diarrhoe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu „Loopings“

  1. farmerboy schreibt:

    Einzige Ausnahme @Steuersenkungen: Mehrwertsteuer wieder etwas runter nehmen.
    Das hätte nämlich Auswirkungen auf *Jeden*, vom Hartz IV Empfänger bis zum CEO..
    Und den netten Nebeneffekt daß es direkt Auswirkungen auf die Wirtschaft hat… *g*

  2. sirdoom schreibt:

    Jupp, die hatte ich jetzt wegen der Vereinfachung mal rausgelassen. Wäre unter den Steuersenkungsvorschlägen die sinnvollste Form. Positiver Nebeneffekt: Da die Umsatzsteuer nur für Importprodukte erhoben wird, stärkt ein Staat mit der Höhe der Mehrwertsteuer den Export gegenüber dem Binnen- und Importmarkt. Da wir aber dringend Binnenkonjunktur brauchen wäre eine Mehrwertsteuersenkung durchaus ganz praktisch*g*.

    Nachteil: Auch hier ist nicht steuerbar wofür der Kunde nun sein Geld ausgibt, im Gegensatz zu ^^ Der deutsche soll nämlich keine japanischen Playstations kaufen, sondern Trigema-Klamotten*wuärgs*. Womit wir aber bei einem ganz anderen Problem wären…

  3. farmerboy schreibt:

    Sicher, aber wie du schon sagst: Wer will das denn schon? Und auch die PS ist gut für den Einzelhandel, halt nur nicht für das produzierende Gewerbe..
    Aber wenn Siemens und Co keinen Konkurrenten für die PS3 anbieten kann man da halt auch keine kaufen.^^

  4. farmerboy schreibt:

    PS: Umsatzsteuer ungleich Mehrwertsteuer. Und daß die nur für Importprodukte erhoben wird ist mir ehrlich gesagt neu, meine Schweinchen sind definitiv nicht importiert….*g*

  5. sirdoom schreibt:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Mehrwertsteuer

    😉

    Umsatzsteuer wird für alles was in Deutschland verkauft wird erhoben, also Importprodukte und deine Schweinchen. Wenn ich nun in Deutschland 19% Umsatzsteuer habe und in Italien nur 12% dann fördert dies den Export.

    ^^Die PS3 ist sicherlich „auch“ gut für den Einzelhandel, aber die bei AMD Leipzig hergestellte Siemens Baller-Holo-Cube wäre besser, weil er Einzelhandel und produzierendes Gewerbe IN Deutschland ankurbelt und nichts in Drittländer abgeführt wird. Da es keinen Siemens-Holo-Cube gibt, ist rein rechnerisch die Staatsinvestion in Infrastruktur, Bildung, usw wertiger. Was nicht heißt, das man über eine Umsatzsteuersenkung nicht mal nachdenken könnte.

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