„Quo Vadis“

Albert-Einstein-Gymnasium, St. Augustin, 16-jährige Amokläuferin, bewaffnet mit mehreren Messer, Gaspistole und Brandbeschleuniger[Link].

Ich warte jetzt schon über eine Woche und bin etwas irritiert! Wo ist die Anne Maischberger Kerner Diskussionsrunde? Welche bösen Killerspiele wurden auf ihrem Rechner gefunden und sollen jetzt verboten werden? Wo ist das geplante Verbot von Messern und dem öffentlichen Nachdenken darüber, ob man nicht auch Löffel und Gabeln verbieten sollte, immerhin ist das doch fast dasselbe, oder? Mein Gott, schon kleine Kinder lernen den Umgang mit Gabel und Löffel, wo soll das noch hinführen?

Oder gab es diesmal zu wenig Tote? Oder widerspricht diese Geschichte dem Schema mit dem man die sonst übliche Volksverdummung betreiben kann? Warum nennt man Amokläufe im familiären Umfeld eigentlich Familientragödie? Und warum nennt man dann einen Amoklauf an einer Schule nicht „Schultragödie“?

Ich bin ernsthaft irritiert, liebe Meinungsmacher der Medien und Politik, erklärt es mir bitte, mein Gehirn lechzt nach weiterer Verdummung!

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7 Antworten zu „Quo Vadis“

  1. XDragoon schreibt:

    Warum hat sie das eigentlich nicht nachts gemacht? Schulen haben doch normalerweise keine hochwertigen Alarmanlagen die alle Fenster abdecken.

  2. agraine schreibt:

    eindeutig: Keine Toten=kein mediales Interesse

  3. Tycho schreibt:

    Ich vermute bei dem mädel gab es wohl keine Killerspiele, und das jetzt einzugestehen würde den aktuellen Verbotswahn gefährden.

  4. Bannockburn schreibt:

    Und war vermutlich auch keine Paintballspielerin 😦

  5. Clearfix schreibt:

    …und Mitglied in einem Schützenverein war sie aucht nicht. Dumm gelaufen, passt leider nicht ins Schema.

  6. sirdoom schreibt:

    Zusammenfassend: Weil es keine Toten, Killerspiele, Paintball, oder Schützenvereinsmitgliedschaft gibt, wird der Fall untern Teppich gekehrt? Immerhin gibt es insgesamt keine weitere Sonderbehandlung, weil man ja bisher nie nach wirklichen Gründen gesucht hat, viel zu schwierig und differenzierend.

    Finde nur ich das geringfügig beunruhigend?

  7. Grey Ice schreibt:

    Das stimmt nicht so ganz:
    2 Wochen nach Winnenden hat ein Rentner im Zuge eines Erbrechtsstreits eine Schwägerin erschossen, eine weitere schwer verletzt und dann sich selber gerichtet.

    Mediales Interesse gab es kaum. Warum, bin ich mir nicht sicher. Es hätte bestimmt für Medieninteresse gesorgt, wenn der Rentner Counterstrike oder Quake-Spieler gewesen wäre, war wohl aber leider nicht so. 2 Tote gelten wohl auch nicht genug für eine richtige Tragödie, vielleicht spielt das Alter doch auch eine Rolle.

    Grund war wohl ein jahrelang schwelender Konflikt mit den Schwägerinnen, der in dem Erbrechtsstreit endete und den Mann wohl in die Verzweiflung trieb. Unnötig zu sagen, das nicht eine Stimme danach laut wurde, die strengeres Waffenrecht, genauere Überprüfungen oder Verbote von Rentner oder Erbstreitigkeiten wollten.

    Solange „Killerspiele“ nicht darin vorkommen, gegen die man schnell als Politiker ins Feld ziehen kann, deren Lobby ist wohl zu schwach, scheinen solche Fälle wohl eher schnell ad acta gelegt zu werden.

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