„S.O.B. – Save our Brains“

Radikale Christen tauchen in vielen Formen und Farben auf. Das geht von den alt-testamentarischen Pius-Brüdern bis zu pseudo-jugendlichen Erweckungsbewegungen. Und dann gibts noch die Jungs und Mädels die keinen Newsletter sondern einen „Bless-Letter“ verschicken…

Soulsaver hat alles! Frei erfundene Lebensbeichten, fundamentalistische Denktexte, Berichte über Rockbands, die sich in Anklagen verwandeln, wenn man die Seite 2 erreicht hat(diese verteilen Aktivisten auch gerne mal im Ruhrpott nach Rock- oder Metalkonzerten, zur „Freude“ der Besucher), Harry Potter ist satanisch, Black Sabbath noch wesentlich mehr…

„[…]Die Erkenntnis lautet: Man spielt nicht mit Kräften des Bösen. Gern heißt es: Ist doch alles nur Spaß und Unterhaltung. Aber Black Sabbath haben Schleusen geöffnet, die sich nicht wieder schließen lassen. Sie haben einen verderblichen Einfluss auf unzählige Rockfans ausgeübt, und andere haben da weitergemacht, wo sie noch aufgehört haben. Dies sollte zur Warnung dienen. Niemand kann die Entwicklung in der Rockmusik zurückdrehen, aber man kann sich von ihr fernhalten.

Sex vor der Ehe ist böse, Homosexualität heilbar und Besucher der Homepage sind „Souls“, keine Gäste oder Besucher.

Wer also Intoleranz, Lügen, Verdummung, erzkonservative, traditionelle Vorstellungen im Online-Gewand für 20-somethings erleben will und es dabei erträgt bei jedem 2ten Beitrag mit herunterrieselnden, grünen Matrixsymbolen eingedeckt zu werden, dem sei diese Seite herzlichst empfohlen.

Bei mir kommt in solchen Momenten immer der Verdacht auf, dass Robespierre zu Zeiten des Wohlfahrtsausschusses vielleicht doch ganz gute Gründe hatte die Guillotine im Dauerbetrieb rasseln zu lassen…

Dieser Beitrag wurde unter imperiale Politik, verbale Diarrhoe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu „S.O.B. – Save our Brains“

  1. Ravenscroft schreibt:

    Von einer dieser Sinnfreien Gruppierungen bekam ich mal vor vielen Jahren nach einem Iron Maiden Konzert eine großartige Übersetzung von The number of the beast in die Hand, also die Zahl des Tieres 🙂
    Dies sollte mich aufrütteln aber sie sorgte dann doch für große Belustigung. Heute würde man wohl eine Google Übersetzung vermuten, jedenfalls war es der Lacher schlechthin. Hing lange bei mir zwischen den Postern an der Wand.

  2. wusselpompf schreibt:

    erst dachte ich ja: oh man, mal wieder black sabbatth und das 2009???
    Aber dann hab ich den Artikel darüber gelesen, und wenn man natürlich der Meinung ist, dass es seit den 70ern keine Innovationen mehr in der Rockmusik gab, dann muss man – um halbwegs glaubwürdig zu bleiben – ja auch den armen alten Ozzy mal wieder bemühen.

    das deckt sich übrigens nicht mit meinen erfahrungen:
    „Ein verbal (und auch in echt) masturbierender Marylin Manson oder ein schweineblutsaufender „Dimmu Borgir“-Sänger sind keine Ausnahme sondern die Regel“

  3. wusselpompf schreibt:

    @ Number of the Beast:

    der Text war bei mir im Religionsunterricht so ca. 2000 noch als Beispiel für Satanismus gelistet…

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