„Lost in Korruption“

Das Loch namens „Schachtanlage Asse“ wird immer tiefer. Nachdem im Zuge des Betreiberwechsels(Bundesamt für Strahlenschutz) mal eben sämtliche Haftungsansprüche dem Steuerzahler zugeschanzt wurden, damit die arme, arme Atomindustrie nichts zahlen muss, kommt heraus, dass diese auch vorher schon für die Lagerung ihres Abfalls nichts oder Pfennigbeträge gezahlt hat.

Erst ab 1976 zahlten die AKW-Betreiber minimale Gebühren, obwohl sie für 86 Prozent des radioaktiven Mülls verantwortlich sind. Insgesamt beläuft sich der Betrag auf gerade mal 1,9 Millionen Euro. Zweitausendmal soviel zahlt jetzt wohl der Steuerzahler: zwei bis vier Milliarden Euro.“

Außerdem sollte angeblich nur schwach verstrahlter Müll in der Asse „rumschwimmen„, gewisse Dokumente sprechen da aber eine andere Sprache.

In einem Schreiben der damaligen Nuklearabteilung der Siemens AG an das Bundesforschungsministerium aus dem Jahr 1966 vor ist von „ca. 25 Fässern mit hochradioaktivem Abfall (Kernbrennstoff)“ die Rede, die zum Teil für die Asse vorgesehen waren.

Wir danken Ihnen für diese Entlastung unserer Lagerkapazität und erwarten bei gelegentlichen Anfragen einen Ihnen günstigen Termin für die Anlieferung in Asse II.“

Die Schachtanlage Asse wird ansonsten gerne als „Forschungsanlage“ verkauft, was allerdings ebenfalls nicht so ganz der Wahrheit zu entsprechen scheint…

Aus zahlreichen Genehmigungsbescheiden lässt sich entnehmen, dass die Asse von Anfang an als Atomendlager für schwach- und mittelradioaktiven Müll vorgesehen war – und nicht als vorübergehende Forschungsstätte. Wörtlich heißt es in einem der Bescheide:

 „Seit April 1967 [ist] das ehemalige Steinsalz-Bergwerk Asse als Endlagerstätte für radioaktive Rückstände in Betrieb.

Die wundersame Verwandlung von privatem in öffentlichen Atommüll, sie wurde in Geheimverträgen zwischen dem Betreiber der Karlsruher Wiederaufarbeitungsanlage und den AKW-Betreibern ausgehandelt. Nicht einmal Bundestagsabgeordnete haben heute Zugang zu diesen Verträgen.

Man kann annehmen, dass selbst wenn es Ermittlungen geben sollte, oder einen Untersuchungsausschuss, so wird entweder alles verjährt sein, niemand Schuld haben, bzw die Schuldigen werden sich nicht ermitteln lassen, denn so funktioniert die BRD nun mal. Kosten werden sozialisiert, Gewinne privatisiert, nicht erst seit dem Auftreten sogenannter Heuschrecken

Merke: Atomstrom ist nicht billig!

[Quelle]

Nachtrag: Warum man den Jungs einfach nicht trauen kann!

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4 Antworten zu „Lost in Korruption“

  1. Ravenscroft schreibt:

    Und jetzt wo die Asse nicht mehr als Atomklo genutzt werden kann, hat man ja noch Schacht Konrad in Gorleben.
    Es ist echt zum Kotzen…

  2. XDragoon schreibt:

    Dazu hätte ich zwei Links zur Erinnerung:

    http://maps.google.de/maps?t=k&q=55.71,60.94&ie=UTF8&ll=55.71,60.94&spn=0.062088,0.154324&z=13

    http://de.wikipedia.org/wiki/Karatschai-See#Geschichte

    Nur mal so als kleine Prognose, was ich erwarte, was mit Asse passiert.

  3. wusselpompf schreibt:

    das versteh ich jetzt nicht…
    die atomkraft tut nur gutes für uns, gibt uns nachts licht, und im sommer einen kühlschrank, und durch sie hat unser innenminister ein gutes und klar verständliches argument, warum deutschland mehr sicherheit braucht (flugzeug-atomkraftwerk-kabuum) und dank z.b. des endlagers gorleben kann die bereitschaftspolizei aus ganz deutschland eine woche lang agressionen abbauen, wenns beim fußball wieder zu friedlich war.

    aber es muss ja wieder irgendsoein „internetblogger“ daher kommen und deutschland und alle errungenschaften schlecht machen.
    also wirklich!

  4. sirdoom schreibt:

    Gute Propaganda-Einzelleistung: 2+ 🙂

    Böserweise wurde dieser Skandal ja mit Steuergeldern für die ARD ermittelt, du solltest dem bösen Blogger also gar keine Aufmerksamkeit schenken und gleich mehr Parteibuchgebundene Rundfunkräte und Überwachung des Terrorsenders ARD fordern 😉

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