„Blitzkrieg mit dem Fleischgewehr“

Zeit den Champagner aufzumachen! Nachdem „Die Ärzte“ mittlerweile „unindiziert“ sind und als Kunst gelten, hat es nun Rammsteins neues Album „Liebe ist für alle da“ erwischt, welches am 5. November 2009 von der „Bundesprüfstelle für alles was nicht katholisch ist“ auf Antrag „Zensursula von der Laiens“ „Bundesministeriums für alles außer Männer“ auf den Index gesetzt wurde.

Begründung: „Die Band verbreite jugendgefährdende Darstellungen von Sado-Maso-Praktiken und animiere zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr, so das Prüfungsgremium.“ [Quelle des Zitats]

Zur Feier des Tages ein bißchen Bratwurst ins Sauerkraut…

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7 Antworten zu „Blitzkrieg mit dem Fleischgewehr“

  1. wusselpompf schreibt:

    willst du dich etwa kritisch über die praxis äußern, dass in den gremien der BPjM miglieder der Kirche sitzen (und, wie ich mittlerweile anhand nicht öffentlicher Prüfberichte belegen kann, die Rezensionen des Kath. Filmdienstes oft in Prüfentscheidungn einfließen)?
    Und das in einem Land, wo Bischöfe vom Staat bezahlt werden…

    Don Quichote lässt grüßen 😛

  2. cerbero schreibt:

    und gestern stand das im Laden noch im Regal neben den KinderDVDs… 😀
    mal ehrlich: Soviel Geld hätte Rammstein nicht gehabt um den Werbeeffekt zu erzielen…

  3. sirdoom schreibt:

    [^^Text-Edit: Zweites „auf“ eingefügt, war irgendwie untergegangen]

    @Wusselpompf: Don Quijote hat verloren, inakzeptabel ;). Ich habe auch nichts dagegen, dass Kirchenvertreter mit dabei sitzen, aber die Undurchsichtigkeit des Verfahrens(WER entscheidet da?), die stattfindende Gesinnungszensur(Fun-Splatter auf den Index, Zimmermann aus Nazareth-Snuff-Folterporno ab 16), die Lächerlichkeit, wenn man sich anschaut, was teilweise auch nach 20 Jahren noch auf dem Index steht und natürlich die Überbesetzung mit Kirchenvertretern und besorgten Berufsjugendschützern lassen die Sache weit über bloße Kritik hinausgehen.

    @cerbero: Vor allem, da das Album schon sieben Wochen auf Platz 1 der Longplay-Charts ist…

    @Tobias: Guter Beitrag, mir fast noch zu kurz gegriffen. Man kann die Indizierung wirklich nur als Witz bezeichnen. Deutlichster Punkt ist der Song Pussy. Kritik am Sextourismus von alten, impotenten, kurzbehangenen Säcken, die in andere Länder fahren, dort die Euros auspacken und alles ohne Gummi knallen, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Was sagt die BPjM?

    „… animiere zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr…“

    Sowas passiert, wenn man komplett medieninkompetente & schmerzbefreite Menschen über Medien entscheiden lässt. Ich bin dann auch dafür Pazifisten Krieg führen zu lassen, den Bankstern die Kontrolle über das Finanzministerium zu geben, katholische Priester Abtreibungsanträge entscheiden zu lassen und Junkies dürfen beschließen, was frei erhältliche „Genussmittel“ sind, usw…

  4. Knut schreibt:

    AN DIE KINDER WIRD WIEDER ZULETZT GEDACHT!!!!111elf

    Ähm… sorry, Gewohnheit.

  5. sirdoom schreibt:

    Joa, die größte Gruppe der „Sexual Offenders“ in den USA sind übrigens nach den neuen Jugendschutzgesetzen die 14- 16jährigen mit einem Anteil von fast 40%(Quelle: Department of Justice/DoJ).

    Doktorspiele, Rumknutschen oder gar Sex ist dann nämlich eine Straftat, da automatisch eine Vergewaltigung, weil Minderjährige beteiligt sind.

    Interessanter Kinderschutz, vor allem, da die Gesichter der Kinder dann nämlich online gestellt werden, weil sie denselben Melde- und Registrierungspflichten unterliegen, wie erwachsene Sexualstraftäter…

  6. wusselpompf schreibt:

    wenn du erstmal kinder hast… 😛

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