„Tja, was soll man da sagen?“

Die Arbeiterwohlfahrt(AWO) hat eine sehr weitgehende Definition von Gewalt gegen Frauen.

[…]ständige Kritik, Verspotten, Anschuldigungen, das Zurückhalten von Komplimenten und anderen Formen emotionaler Unterstützung, Untreue, Drohung mit Gewalt oder Selbstmord, Drohung die Kinder wegzunehmen oder zu verletzen, Schweigen, Schrecken einjagen (z. B. durch zu schnelles Auto fahren) und vieles mehr[…]

Um ehrlich zu sein weiß ich nicht, was ich besorgniserregender finde. Die latente Frauenfeindlichkeit der Begriffsdefinition oder die Frage, wie es denn bei Gewalt gegen Männer oder Kinder aussieht…

Dieser Beitrag wurde unter imperiale Politik, verbale Diarrhoe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu „Tja, was soll man da sagen?“

  1. Joachim schreibt:

    Mmmh,
    ich habe den Text bei der AWO gesucht, aber nix gefunden… vielleicht haben sie es ja inzwischen rausgenommen, ansonsten wäre ich für eine Quelle dankbar, falls jemand was findet.
    Grüße
    Joachim

  2. sirdoom schreibt:

    AWO Frauenhaus Schwalmeder, Unterpunkt Gewalt
    Link

  3. Joachim schreibt:

    Danke!
    Das Frauenhaus Schwalm-Eder ist doch schon mal irgendwo auffällig geworden-ich komm grad nicht drauf, es war wohl ein Interview mit einer ehemaligen Mitarbeiterin.
    Da ich diesen extremen Text nirgendwo sonst bei der AWO gefunden habe, hoffe ich mal, dass es sich um Extremistinnen handelt-trotzdem traurig, dieser ganze Femifaschismus.

  4. sirdoom schreibt:

    Die Texte beim AWO sind alle wesentlich allgemeiner gehalten, bzw. wird auf Vorträge verwiesen, die man besuchen/buchen kann, wovon es aber keine Textfassung online gibt.

    Die Texte bei den vom AWO betriebenen Frauenhäusern sind da wesentlich direkter und aggressiver, was natürlich teilweise aufgrund des vor Ort Kontaktes mit den dort herrschenden Umständen verständlich ist.

    Nichtsdestotrotz ist sowas natürlich ziemlich bedenklich. Vor allem Frauen zusätzlich von „helfender“ Seite zu viktimisieren, ist nun so überhaupt nicht hilfreich außer als ideologische Maßnahme und Rechtfertigung.

    Bei Interview/Frauenhaus Schwalmeder klingelt auch irgendwas, aber ich hab da gerade leider keinen Link.

  5. Knut schreibt:

    Drohnungen mit Selbstmord hab ich bisher nur bei Frauen erlebt.

  6. sirdoom schreibt:

    Gibt es aber auch bei Männern und nimmt zu. Ist halt so ein Dominanzverteilungsdingsi und wie man sich in den jeweiligen Rollen „Macht“ verschafft. Meist einhergehend mit einem gehörigen psychischen Knacks… 😉

  7. Knut schreibt:

    Ja, ein gewisses Maß an „geistiger Kaputtigkeit“ (ist ein Fachbegriff) ist da meistens nicht zu leugnen.

  8. Knut schreibt:

    Ist meistens auch ein guter Moment lieber nichts zu sagen und den Tick nicht noch mit Komplimenten zu verschlimmern.

  9. sirdoom schreibt:

    Die Reaktion auf Selbstmorddrohungen um Zuneigung zu erzwingen ist meist eine harte Entscheidung, aber drauf einzugehen ist eigentlich immer der falsche Weg, da das Problem nicht verschwindet, man sich emotional erpressbar macht, usw. Man kann einfach gehen, aber aus Erfahrung funktioniert eigentlich die Konfrontation halbwegs gut. Da man in dem Fall eh schon die dominante Persönlichkeit ist – die Drohung des Gegenübers ist ja auch ein Versuch, Kontrolle über einen zu erhalten, weil diese sonst nicht vorhanden ist – kann man das auch nutzen um ganz direkt Grenzen aufzuzeigen.

    Man sollte allerdings dafür sorgen, dass keine Messer oder andere spitze Gegenstände in der Nähe sind, nicht mal unbedingt wegen der Gefahr der Selbsttötung des Gegenübers…

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