„Rechenkünstler“

Der Mindestlohn im Postgewerbe ist gegessen, schon werden die Löhne gesenkt [Hintergrund: SPON].

Zum Anfang: Die Unternehmen die geklagt haben und sich von der großen, bösen Post drangsaliert fühlen, sind keine kleinen Unternehmen, die um ihre Existenz kämpfen. TNT Mail ist ein multinationaler Konzern und PIN Post gehört zur Milliardenschweren Holtzbrinck Gruppe. Die haben keinen Geldmangel oder kämpfen ums Überleben, sondern ziehen ihren Gewinn aus der Auslassung der Gesamtabdeckung, zu der die Post verpflichtet ist. Mindestlöhne könnten sie sich ohne Probleme leisten, dann sind aber die Gewinnspannen nicht zweistellig und unter zweistelligen Gewinnen kann man ja nun echt nicht arbeiten. Wir reden hier übrigens über einen Mindestlohn von 8€ bis 9,80€…

Aber kommen wir mal zu etwas Glaskugelleserei. Ein Arbeitnehmer,der zu einem Stundenlohn von 7,50€ arbeiten geht, hat nach 45 Beitragsjahren einen Anspruch auf etwa 550€ Rente, d.h.er liegt damit unter der Armutsgrenze und hat Anspruch auf eine Aufstockung durch die Allgemeinheit. Selbst mit Aufstockung ist diese Rente nicht gerade berauschend, weswegen man privat vorsorgen soll(Riester-Rente). Haken an der Sache ist natürlich, selbst jemand der 2000 Euro Brutto verdient und auf die doofe Idee kommt eine Familie zu gründen oder wie früher ein Haus zu bauen, kann gar keine anständige Altersvorsorge treffen. DAS GEHT REIN RECHNERISCH NICHT!

Und der Trend geht ja gerade unter Schwarz-Gelb zu weiterem Lohndumping, damit man der Wirtschaft schön in der Arsch kriechen kann. Frage: Wie verdammt noch mal soll da irgendeine Art von Rentensystem in spätestens 20 Jahren funktionieren? Antwort: Gar Nicht! Willkommen in Deutschland, bist du glücklich, Punk?

Dieser Beitrag wurde unter imperiale Politik, verbale Diarrhoe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu „Rechenkünstler“

  1. fleischernet schreibt:

    Wir von Fleischernet, sind der Meinung, daß man die Basisrente ” Rürup Rente” nur mit Absprache des Steuerberaters abschließen soll. Oft gibt es deutlich bessere Angebote. Alles was vom Staat vorgeschlagen wird, ist oft ein Überraschungsei. Man merkt es erst, wenn es zu spät ist. Auch der Staat hat nichts und wird auch nichts verschenken. Es ist nur eine Steuerverschiebung am Ende hällt er wieder die Hand auf. Auch die Riester rente sollte man genau prüfen, da solche Verträge oft unrentabel sind. Nach der Förderung sollte man einen Riestervertrag beitragsfrei stellen. Viele solcher Konzepte entstehen nur, weil unsere Politiker in den Aufsichtsräten der Versicherer sitzen.
    Darum prüfe, wer sich ewig bindet!

  2. sirdoom schreibt:

    Amen!

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