Review – Predators – Jagdsaison“

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Persönlich halte ich ja Predator für einen absoluten Kultklassiker, den es übrigens auch gerade preiswert in einer neuen Uncut-Fassung gibt, wobei der FSK 16-Flatschen nach den re-rating schon etwas peinlich ist. Predator 2 ist schwächer, aber urbanes Setting, Lethal Weapons Danny Glover mal ohne Mel Gibson, die kolumbianische Fleischerorgie im Penthouse und das Artefakt-Museum an Bord des Predator-Schiffs lassen doch jede Menge Spaß aufkommen. Im Gegensatz zu vielen anderen mag ich AvP übrigens ganz gerne. Sieht hochwertig aus, Bishop ist dabei, die Effekte sind nett und der Film ist für einen Andersen-Film erstaunlich zusammenhängend. Klar, Blut und Gore fehlen vollständig und das nervt, aber AvP ist weit davon entfernt wirklich schlecht zu sein. AvP2 hingegen ist dafür unglaublich schlecht, trotz oder gerade wegen dem im Vergleich zu AvP unendlich höheren Splattergrad, wobei der Film so schmerzfrei schlecht und schnell geschnitten ist, dass man eh nicht viel mitbekommt. Warum hat man das nicht bei den Dialogszenen gemacht? In der ersten Hälfte ein schlechter Teenie-Slasher, dann schlechter Survival-Horror bei dem dann mal gleich die Predaliens sinnlos verbraten werden, dann klaut man dreist bei Resident Evil (Stadt, Bombe, Helikopter), um dann vollkommen sinnbefreit und aufgesetzt die Yutani Corp. einzubauen, weil muss ja…

Predators - Group

Womit wir zu Predators kommen. Adrien Brody ist bei weitem nicht die Fehlbesetzung, wie vorab vermutet und macht seine Sache eigentlich ganz gut. Große Warnung: Der Dialogschreiber gehört erschossen, mehrfach und die Synchro ist unglaublich scheiße. Danny Trejo spielt „Danny Trejo“ wie üblich verlässlich, die Latina ist erträglich, der Yakuza gut, Russe und African Killersquadler annehmbar, der Todeskandidat vernachlässigbar, bis auf eine auf Danny Trejos Conair-Rolle basierender Geschmacklosigkeit. Der Doc ist leider etwas vorhersehbar, aber vielleicht bin ich zu Genre Savvy, was zum Glück auch für Adrien Brodys Charakter gilt. Morpheus ist mittelprächtig, mit guten Ansätzen, sein Auftauchen birgt leider ein ganz anderes Problem. Und damit kommen wir zum Pacing des Films, was eigentlich bis auf 1-2 Szenen ganz gut ist, vor allem der Anfang ist da sehr gelungen , aber dann wird mit Auftritt Morpheus voll auf die Bremse gelatscht und Tempo rausgenommen. Unschön! Die Special Effects sind gelungen, der Gewaltgrad angemessen – die Mortal Kombat-Tranchierung des Todeskandidaten hätte ruhig etwas ausufernder sein dürfen und der Soundtrack ist unglaublich aus den anderen Alien- und Predator-Filmen geklaut, aber passend.

Im Endeffekt hat das Original in allen Belangen die Nase vorn, gerade auch wegen Schwarzenegger, Carl Weathers und Jesse Ventura. Predators ist ein durchaus unterhaltsamer Film, den man sich auf jeden Fall mal im Heimkino reinziehen kann. Mehr aber auch nicht. *** von ***** Xenos

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2 Antworten zu Review – Predators – Jagdsaison“

  1. Cunningham schreibt:

    Also war ein ganz netter Film, obwohl er imho zuviele Längen hat.

    Und dann waren da noch die Assis, die geklatscht haben, als der Hauptcharakter vorschlug den Doc als Sprengfalle zu benutzen …

  2. Wallace schreibt:

    Sehe ich anders. Ich fand‘ eigentlich überhaupt nicht, dass der Film irgend welche Längen hatte. Für mich war das alles sehr stimmig und gut ausgewogen. Laurence Szene war zwar langsam, aber IMHO durchgehend ausreichen gruselig um es alles Andere als Langweilig werden zu lassen.

    Von daher würde ich auch durchaus empfehlen den an besonders heißen Tagen im klimatisierten Kino zu gucken. Drei kalte Bier dabei und man wird es denke ich nicht bereuen.

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