„Green Zone“

Green Zone von Paul Greengrass mit Matt Damon in der Hauptrolle nach einem Drehbuch von Brian Helgeland, basierend auf dem hervorragenden Sachbuch „Imperial Life in the Emerald City“ von Rajiv Chandrasekaran, ist ein ziemlich gradliniger, actionlastiger Militär-Politthriller ohne große Schnörkel und durchaus zu empfehlen. Erschreckend ist die Tatsache, dass man sich teilweise doch dabei erwischt „Neeeee, mit so nem Plot würde doch keiner durchkommen“ zu denken, bis einem wieder einfällt, wie denn die Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak abgelaufen ist und welches Ergebnis da überraschenderweise bei rausgekommen ist. Vladimir Putin sagte zu dem Thema: „ICH hätte an Stelle der Amerikaner Massenvernichtungswaffen gefunden!

Und damit kommen zum andern Kriegsschauplatz und den Afghanistan-Protokollen, bzw. genauer gesagt dem Afghan War Diary, zusammengetragen von Wikileaks und geprüft und für echt befunden von Spiegel, The Guardian und der New York Times. Ich kann übrigens nur die Aufbereitung des Guardians empfehlen(THE WAR LOGS), die weitaus besser ist, als die der anderen beiden Zeitungen. Kritiker betonen am laufenden Meter wie „die Taliban aus der Beschreibung zurückliegender Operationen auf das künftige Vorgehen der Alliierten schließen und sich darauf einstellen“ könnten. Sich selbst widerlegende Argumentationen ist man in diesem Zusammenhang ja schon gewohnt. Das Wikileaks absichtlich bisher nur 75.000 der 92.000 Papiere veröffentlicht hat, genau um diesen Schaden von Personen in Afghanistan abzuwenden, wird dabei natürlich nicht erwähnt.Dafür kommt z.B. ans Licht, dass einige kanadische Soldaten anscheinend gar nicht von den Taliban getötet wurden, sondern in einem der vielen Friendly Fire Incidents von den NATO-Partnern erwischt wurden [Link]. Und deswegen brauchen wir solche Enthüllungen, um zumindest ein wenig den Schleier der Lügen und Desinformationen zu lüften.

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4 Antworten zu „Green Zone“

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