„Død Snø“

Dead Snow ist eine norwegische Horror-Komödie die in Alta, Finnmark und Målselv, Troms unter der Regie von Tommy Wirkola  gedreht wurde. Bei den Scream Awards war Dead Snow u.a. nominiert in den Kategorien Fight-to-the-Death Scene, Most Memorable Mutilation und Best Horror Movie.

Sechs Medizinstudenten(Vegard, Chris, Erlend, Martin, Liv und Hanna) fahren in den Urlaub, zu einer abgelegenen Waldhütte in den verschneiten Bergen Norwegen, wo sie sich mit Sarah, der Freundin Vegards, treffen wollen. Der örtliche Waldkautz erzählt ihnen von einer bösen Legende um böse Nazis, Gold und Gräueltaten. Wie sich bald herausstellen soll, ist die legende keine Legende und die Nazis nicht so tot, wie es gut für die Gesundheit der Studenten wäre.

Dead Snow startet ehrlich gesagt ein bisschen langsam und die Charaktere können diese Durststrecke nicht wirklich tragen. Dann aber merkt man an den besser werdenden, zombieaffinen Witzen und einer der wahrscheinlich fäkalsten Sexszenen Abseits von Nischenpornos, wie der Film auf Touren kommt. Und dann kommen die Nazi-Zombies. Fortan wird alles rausgekloppt, was das Budget hergibt, was überraschend viel ist für eine norwegische Low Budget Produktion. Ein herzerfrischend splattriges Blutbad mit Kettensägen, Schneemobilen, MG42, Küchengeschirr, Werkzeugen und bloßer Handarbeit. Merkwürdigerweise hat sich die FSK erbarmt und die Sauerei ungeschnitten mit einer FSK 18 durchgewunken. Glück muss der Nazi-Zombie haben…

Dead Snow ist kein Meisterwerk und hat durchaus seine Hänger, ist aber trotzdem einer der besten Fun-Splatterfilme der letzten Jahre mit überaus hohem Gore-Gehalt. Und einer wundervoll abstrusen Rahmenhandlung, die man natürlich auch ganz ernsthaft durchleuchten kann. Reduzierung des Nationalsozialismus auf Habgier > Gier frisst Hirn > Bankster. Muss man aber nicht. Es schadet allerdings nicht, sich zum Film ein Bierchen aufzumachen. 😉

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7 Antworten zu „Død Snø“

  1. Wallace schreibt:

    Den ersten Teil des Films zu überstehen war ziemlich hart – „ein bisschen langsam“ ist da IMHO noch gut untertrieben. „Stinklangweilig“ trifft es finde ich eher. 😀

    Aber wenn man auf Zombie-Splatter steht, geht der im ganzen doch noch klar.

  2. Nyx schreibt:

    *g*

    Bierchen öffnen oder den Jacky-Coke eingießen, darüber witzeln, dass der Surfer auf dem Snowmobil bestimmt als einziger überlebt, weil er jetzt auf der Suche nach seiner Freundin als Satellit um das „Einsatz-Gebiet“ kreist… sich über den Namen der Nazi-Einheit amüsieren…

    so kann man die Zeit bis zum ersten massiven Auftreten der kalten Jungs gut vertreiben… 😉

    Und he, Nazi-Zombies… gibt es coolere Gegner? *g*

    P.S.:
    Ich will’n Wolfenstein-Film!

  3. Wallace schreibt:

    Ich habe den alleine und an einem Vormittag geguckt. Das war wahrscheinlich mein Fehler. 😉

  4. Nyx schreibt:

    Autsch.

    O.k., da dürfte dann etwas weniger kurzweilige Ablenkung bestehen…

    Aber… Mensch, Wall-E, hast du gerade so wenig Prüfungen und Bastelarbeiten, dass du dir die Vormittage schon mit Zombiefilmen vertreiben musst? 😀

  5. Wallace schreibt:

    Das war die Zeit zwischen Prüfungen und Basteln, die ich mich ins Exil zurück gezogen habe…

  6. wusselpompf schreibt:

    Ich fand ihn sehr durchwachsen, vor allem die Regieleistung fand ich ziemlich unterirdisch.
    Aufgrund der Qualität der Konkurrenz im Nazi-Zombie-Subgenre belegt er darin dennoch locker platz 1. 😉 (Obwohl ich Horrors of War noch nicht gesehen habe, aber ich erwarte mir davon nicht sonderlich viel 😉 )

  7. Pingback: “Review – Hänsel und Gretel: Hexenjäger” |

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