„Metaphor“

Centurion - Metaphor LogoEin fernes Land. Eine Weltmacht an der Spitze ihrer Ausdehnung. Hinter den Grenzen karges, offenes Land, bewohnt von einem wilden Volkstamm mit archaischen Sitten und Bräuchen, der zivilisierten Welt Jahrhunderte hinterherhinkend. Trotzdem scheuen sich diese Mudschaheddin nicht die Grenzposten der Weltmacht zu attackieren, woraufhin diese eine Strafexpedition losschickt, um sich nicht die Blöße zu geben und auch um dem Verwalter der Region die Möglichkeit zu geben, wieder näher an die Quellen der Macht zu kommen.

Operation Enduring FreedomAuf ihrem Weg findet die Armee einen der Offiziere wieder, der bei einem Grenzpostenüberfall verschleppt wurde und entkommen konnte, auch weil er die verquere Sprache der Einheimischen spricht. Aber die Armee der Weltmacht wird durch eine Späherin, die für die andere Seite arbeitet, in einen Hinterhalt gelockt und bekommt eine Lehrstunde in Sachen Flypaper Theorie(siehe auch Ambush/Überfall) und wird vernichtend geschlagen. Der General der Armee wird gefangengenommen und verschleppt.

TalibanDer vorhin erwähnte Offizier stellt aus den Überlebenden eine Einsatzgruppe zusammen, die als Tier 1 Operator tief in feindliches Gebiet eindringen soll, um den General zu befreien, was nach anfänglichen Erfolgen leider missglückt und die Einheimischen durch den Tod des Sohns des Häuptlings um so mehr gegen die Soldaten der Weltmacht aufbringt. Eine wilde und blutige Hetzjagd durch die unzugänglichen und wilden Regionen des Landes beginnt und die Soldaten schaffen es nur mit Hilfe einer Einheimischen, die von ihren eigenen Leuten verachtet und als Hexe bezeichnet wird, weil sie gebildet und selbstbewusst ist, zu überleben. Am Ende müssen sie sich aber doch in Unterzahl den Feinden stellen, die von der Späherin angeführt  werden, die die Armee verraten hat.

Centurion02Ihr Vater wurde von den Soldaten der Weltmacht vor Jahren getötet und sie und ihre Mutter vergewaltigt. Ihr schnitt man auch noch die Zunge heraus, damit sie das Ansehen der Weltmacht nicht durch Weitererzählen der Geschichte beschmutzen könne. Nun ist die Zeit ihrer Rache gekommen. Aber die Überlebenden Soldaten zählen zur Elite der Weltmacht und können unter Opfern einen Sieg für sich verbuchen. Ausgelaugt und erschöpft reisen sie zurück in ihre Heimat, wo man sie verachtet, weil sie sich verändert haben, rauer und wilder geworden sind, sich dem Feind angenähert haben. Und dann kommt zwangsläufig der politische Verrat, um das Desaster der Einsatzgruppe zu vertuschen. Der Offizier flieht als Ausgestoßener zurück ins Niemandsland, zur Hexe, die ihm bei der Flucht geholfen hat, da er ansonsten keine Heimat mehr hat.

Centurion03Kommt euch das Szenario bekannt vor? Allerdings geht es hier um Legionäre, Rom, Pikten und den Hadrianswall. Noch genauer um CENTURION von Neil Marschall.

Centurion01

Dieser Beitrag wurde unter imperiale Politik, Kunst&Kultur abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu „Metaphor“

  1. Farmerboy schreibt:

    *Applaus*

  2. Nyx schreibt:

    Man könnte noch erwähnen, dass die verräterische Doppelagentin/Scout kein Militär ist, sondern der politischen Führung zugerechnet wird/von ihr mit auf die Mission geschickt wird…😉

  3. sirdoom schreibt:

    [^^Edit im Text: Typos]

    @Farmerboy: Thx🙂

    @Nyx: Also bitte, immer dieses Politikergebashe, die armen Schweinen tun doch nur was nötig ist, oder so…

    Zum Film selbst: Ich sollte vielleicht erwähnen, dass der Film selbst nicht so die absolute Obergranate ist. Brauchbare Schauspieler, richtig schön blutige und splattrige Kämpfe, alles hübsch hochwertig verpackt und besser als die üblichen Genreproduktionen, tolle Landschaftsaufnahmen und die oben ausführlich dargelegte Analogie ist wirklich ganz nett rübergebracht. Trotzdem hängen an vielen Stellen die Dialoge und das Drehbuch ganz fürchterlich durch.

    Kann man sich auf jeden Fall anschauen, uneingeschränkte Empfehlung gibts aber definitiv nicht.

    Mal schauen wie Valhalla Rising wird🙂

  4. Pingback: „Der Adler der neunten Legion – Review“ « sirdoom’s bad company Weblog

  5. Pingback: “Leichte Verbesserungen” |

  6. Pingback: “Review – Oblivion” |

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s