„Blickwinkel – FantasyDays 2010“

Es wurde schon so einiges zu den FantasyDays gesagt(hier, hier, hier, hier, hier und hier). Meine Ninjas sind im Zuge der Nachbereitung noch auf einige interessante Dinge gestoßen, die ein bezeichnendes Licht auf die Veranstaltung werfen. Nach Aussagen einiger Beteiligter wurden den Helfern der FantasyDays keine Funkgeräte ausgegeben, um – ich zitiere – ein Funkchaos zu vermeiden. Entweder braucht man Funkgeräte, dann wird das geübt, oder man braucht es nicht. Aber Funkchaos ist mal echt gut. Interessant waren auch die Anrufe und Benachrichtigungen am Wochenende, wo dann doch schon die Verzweiflung durchschimmerte. Aus Hochpreis „Platzreservierungen“ war über „sucht euch einfach was“ ein „Wer schon eine Eintrittskarte hat, kann einen Freund umsonst mitbringen“ geworden.

Was hingegen schon häufig vermutet wurde, konnten meine Ninja bei Recherchen im Händlerkreis nachweisen. Sie fanden mehrere Zeugen und Händler, denen nach eigener Aussage die FantasyDays 2010 vom Veranstalter als „mindestens 7.000 Besucher starkes Event“ verkauft wurde, womit man sich höchstens um eine Null verrechnet hat und den Händlern einige hundert Euro Miese einbrachte. Die wären nämlich bei realistisch veranschlagten Zahlen zu den Standpreisen nie erschienen. Doch lassen wir auch den Veranstalter zu Wort kommen, dessen Statement sich allerdings im Zusammenhang geringfügig euphemistisch anhört.

„Liebe Fantasy-Freunde, ein ereignisreiches Wochenende liegt nun hinter uns und wir blicken im vierten Jahr zurück auf drei aufregende Tage. Es gab tolle Programmpunkte, für die wir uns auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei allen Künstlern und Showgruppen sowie bei unserem Moderator bedanken möchten, und ebenso bei der Stagecrew für den reibungslosen und planmäßigen Ablauf  der Showacts.  Auch den Autoren, Vortragenden und Workshopleitern sind wir zu großem Dank verpflichtet, denn sie waren mit hoher Motivation dabei und haben den Besuchern viel Freude bereitet. Nicht zuletzt danken wir den Ausstellern, den Händlern und dem Dekoteam, die auf dem gesamten Gelände für die richtige Atmosphäre bei den FANTASYDAYS® gesorgt haben. Unsere Danksagung richtet sich ebenfalls an die hervorragende Technikcrew, die für einen reibungslosen Ablauf sorgte, an Fotografen vom Studio-Backlight, dem Videoteam, die Presse und die großartige Orga, wie auch an unsere unübertroffenen Helfer.

Doch gibt es auch Anlass zu Kummer, denn trotz einer guten Tendenz bei den Vorverkaufszahlen, sind leider Tagesgäste in ausreichender Menge, die für eine dichtere Atmosphäre gesorgt hätten, schlicht gesagt ausgeblieben und wir können uns noch nicht vollständig erklären, warum die Besucher der Veranstaltung ferngeblieben sind. Ob es am Programm, den gestaffelten Preisen, vielleicht auch am Umzug vom Castello in das Novotel lag? Wahrscheinlich waren es auch die technischen Probleme aus dem Vorjahr, die potentiellen Besuchern noch im Kopf waren oder die im letzten Jahr noch nicht ausgereifte Orgacrew. All dies wird von uns in den kommenden Wochen ausgiebig eruiert werden. Mit der diesjährigen Arbeit im Hintergrund, haben wir hoffentlich dazu beigetragen, dass wir das Vertrauen aller Beteiligten wieder stärken konnten und die Besucherzahlen in den Folgejahren von nun an stetig steigen.

Die positive Stimmung unter den Teilnehmern hat sicherlich ihr Übriges getan, dass zukünftig noch mehr Leute wieder Lust haben bei den FANTASYDAYS® dabei zu sein. Um den Anliegen unserer Gäste noch gerechter zu werden und annehmbare Kompromisse zwischen Wünschen und Möglichkeiten finden zu können, laden wir alle Interessierten zu einem Austausch in unserem Forum ein. Positive und auch negative Stimmen werden dort gesammelt und reflektiert, so dass wir letztlich gemeinsam mit euch die zukünftigen FANTASYDAYS® gestalten können. Und so freuen wir uns auch in Zukunft auf fabelhafte Ehrengäste, außergewöhnlich Showgruppen, charmante Künstler, attraktive Händler, kreative Workshopleiter, lehrreiche Vortragende, einen großen Mittelaltermarkt, dynamische Helfer und eine Menge Fans des riesigen Genres. Jetzt machen wir eine kleine kreative Verschnaufpause und wünschen euch allen bis dahin eine spannende und fantastische Zeit!

Euer FANTASYDAYS® Team“

Auch wenn wir den FantasyDays natürlich viel Glück und alles Gute wünschen, gibt es hier doch eine gewisse Vermutung, wie die FantasyDays nächstes Jahr aussehen werden…

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18 Antworten zu „Blickwinkel – FantasyDays 2010“

  1. Gast schreibt:

    Für nächstes Jahr sollte man erst gar nicht die Karten im Vorverkauf bestellen, sondern am besten gleich mit einen oder mehreren Freunden einfach hingehen, so kommt man dann jedenfalls zu einem angemessenen Preis rein… vorausgesetzt man will hingehen.

  2. Knut schreibt:

    Perfide Einschränkung

  3. Benedict Arnold schreibt:

    Ich bitte den Blogmaster für die Länge dieses Posts um Entschuldigung, hoffe aber auf Gnade. Einerseits wegen des Unterhaltungswertes andererseits wegen des Inhaltes.

    Im Jahr 2011 werden hier einige nachlesen wollen, was denn die Fantasydays überhaupt sind, denn Suchmaschinen führen dieses Blog an erster Stelle, wenn man „Fantasydays“ und „Kritik“ oder einfach „Fantasydays“ und „Scheisse“ eingibt. Mögliche Besucher werden sich fragen, ob es sich lohnt, zu den FDs zu gehen oder ein FD Produkt (CD, DVD) zu kaufen.
    Was sind also die Tatsachen?
    Fantasydays I: fanden 2007 auf Burg Satzvey statt. Das Publikumsinteresse war minimal, Händler fuhren extreme Verluste ein. Der Besitzer der Burg schäumte vor Wut über das Verlustgeschäft. Der Veranstalter der FDs bettelte um eine Wiederholung. Er log über die Besucherzahlen. Obwohl nur 250 Personen die Veranstaltung besucht hatten, gab er 2500 an. Das sollte ihm die Gunst des Burgbesitzers sowie entsprechende Einkünfte durch Händlerstände garantieren. Während der RingCon, die im selben Jahr stattfand, soll die Nr. 1 der deutschen Converanstalter, Dirk Bartholomä, zu einer Zusammenarbeit gezwungen werden. Bartholomä lehnt ab. Der FD Erfinder droht, wird ausfallend. Er erhält als Folge lebenslanges Hausverbot im Conhotel und allen Veranstaltungen der Space Contact GmbH.
    Diese Tatsache wird zunächst vehement abgeleugnet. Als sich der Vorfall nicht mehr vertuschen lässt, macht man der RingCon bittere Vorwürfe, „unprofessionell“ gehandelt zu haben. Zur gleichen Zeit wird bekannt, dass es einen Verstoß gegen das Urheberrecht gegeben hat: Um die eigene Webseite aufzupeppen, wurden Grafiken einer Designerin gestohlen. Dies wird zunächst empört abgeleugnet, dann muss es jedoch kleinlaut zugeben werde. Vorwürfe, es habe Hackerangriffe gegen unliebsame Webseiten gegeben um kompromittierende Einträge heimlich zu tilgen, werden heftig abgestritten. Es wird zum Schluss sogar geleugnet, dass solche Vorwürfe überhaupt erhoben wurden. Entsprechende Forumseinträge verschwinden auf geheimnisvolle Weise.
    Fantasydays II: fanden 2008 trotz großer Bedenken des Burgbesitzers erneut auf der Burg statt. Sie wurden eine Katastrophe. Kaum 200 Personen besuchten die Veranstaltung. Erneut wird über die Besucherzahlen gelogen, um einen Erfolg vorzutäuschen. 5500 Besucher (!!!) lügt man der Öffentlichkeit vor. Die Zahl ist so unverschämt erfunden, dass sich viele von dem Veranstalter distanzieren. Erste Kritiken im Internet werden laut. Negative Einträge im hauseigenen Forum werden unterdrückt. (FD-Jargon: „Sind leider verloren gegangen“ – „Haben uns nie erreicht“ usw.) Ein „organaher Nutzer“ taucht plötzlich überall in Foren auf und verteidigt wortreich die Veranstaltung. Er leugnet, dafür geldwerte Vorteile, insbesondere hochpreisige Geschenke, zu erhalten. Seine Motive seien vielmehr reine Herzensgüte, ein tief empfundenes Gerechtigkeitsgefühl und der Glaube an die Wahrheit. Er sei vor Allem von einer besonders hohen Moral motiviert.
    Fantasydays III: fanden 2009 in Düsseldorf statt. Die neue Location erweist sich als Fehlgriff. Das Programm aus Laienspiel und D-Promis floppt. Seriöse Quellen sprechen von 500 Besuchern. Erneut wird gelogen. Die völlig frei erfunden Zahl von 6152 Besuchern soll eine genaue Zählweise vorgaukeln. (Vermutlich ist es aber ein Geburtsdatum: 2. Mai 1961, ein Insider-Witz. Schnell ändert man den Eintrag auf der eigenen Webseite auf runde 6500 Besucher und leugnet die Angabe eines wie auch immer gearteten Zahlenspiels.) Mit dieser Zahl werden Standmieten begründet und über Werbung ordentlich Kasse gemacht. Kritiker wirft man vor, die „Weitläufigkeit der Veranstaltungsräume“ übersehen zu haben. Oder einfach zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein. Rein „zufällig“ tauchen im Netz „Jubelbuben“ auf, die sich vor Lob über die FDs überschlagen. Vorwürfe, man habe hauseigene Trolle los geschickt, werden erbost zurück gewiesen. Es handele sich ausschließlich um genuine Begeisterungsstürme der völlig zufriedenen Besucher.
    Fantasydays IV: nach der Pleite in Düsseldorf zog man nach Neuss. Statt des mit negativen Einträgen belasteten Namens des ursprünglichen Veranstalters fungiert nun eine Strohfrau als Veranstalterin. Ein Auftragsschreiber wird mit viel Geld dafür angeworben, ein selbst geschriebenes Laienstück professionell aufzupeppen. Das Musical „Cysalion“ soll „neue Maßstäbe setzen“. Es floppt gewaltig, trotz eigens bestellter und instruierter Klatschheinis, die lauthals schreien und applaudieren. („standing ovations for money“) Damit soll auf der späteren DVD der Eindruck eines Erfolges erweckt werden. Die Darsteller bewegen sich zu Vollplayback, das von dafür bezahlten Profis eingesungen wurde. Der Spitzname „Fantasy Milli Vanillis“ wird geboren. Diese Tatsachen werden vehement abgeleugnet. Die Zuschauer hätten eben spontan total begeistert auf ein überwältigend inszeniertes Stück reagiert. Statt austauschbarer Hampelmänner glaubt man an eine Symbiose aus Gestalt und Form, womit man in einer Weltpremiere neue Maßstäbe gesetzt hat.
    Die Zuschauerzahlen allerdings brechen dramatisch ein. Ganze 300 Personen, vermutlich noch viel weniger, waren Gast der FDs. Eine offizielle Zahl will man aber nicht nennen, da „das Bildmaterial noch nicht ausgewertet ist“. Die Eintrittspreise sinken im Verlauf der Veranstaltung stetig. Zum Teil kann man auch völlig umsonst teilnehmen. Wer im Vorverkauf Karten bestellte, war der Depp des Monats. Wer als Händler da war, machte den Verlust seines Lebens.
    Wollen Sie jetzt immer noch auf die Fantasydays?

  4. Knut schreibt:

    Nix gegen Dirk Bartholomä, aber „Nr. 1 der deutschen Converanstalter“ ist schon was arg dick aufgetragen.

  5. Meez schreibt:

    Mein Gott….
    WAS für eine gequirlte Scheisse, werter Benedict Arnold!!!
    Ich versteh ja wenn man die Fantasydays nicht mag. Ich seh auch ein dass man den Veranstalter nicht mag. Aber SO EINEN DERARTIGEN Blödsinn zu schreiben grenzt schon an Stupidität.
    Es ist so vieles frei erfunden und imho in reiner Boshaftigkeit falsch dargestellt, dass selbst die korrekten Angaben dadurch unglaubwürdig erscheinen und man dem kompletten Post keine ernsthafte Bedeutung zukommen lassen kann.
    Schade, dass hier immer gleich alles so derart übertrieben wird, dass an sachliche und ernstzunehmende Kritik nicht zu denken ist und der geneigte Leser nicht findet wonach er hier vielleicht sucht. Nämlich eine echte Beurteilung der Veranstaltung und damit eine „Entscheidungshilfe“ ob man diese zukünftig besuchen will oder nicht. Hier finden im Grunde nur Aasgeier was zu fressen… Wirklich Schade…

  6. Benedict Arnold schreibt:

    ‚Tschuldigung, mein Fehler. War wohl die Verschiebung der Sichtperspektive. Gegenüber den FDs sieht ja auch ein Haufen Hundekacke wie der Mt Everest aus. Sagen wir also lieber „Veranstalter einer Großcon“.

  7. sirdoom schreibt:

    Die „sachliche und ernstzunehmende Kritik“ gabs hier doch schon an anderer Stelle.

    Wobei ich die Ringstars/Blasweiler-Affäre nur am Rande mitbekommen habe. Da gabs wohl echt böses Blut.

  8. Gast schreibt:

    Das mit den Zuschauerzahlen stimmt nicht?

  9. sirdoom schreibt:

    Doch, tut ungefähr. Zumindest für 2010/2009 kann ich das bestätigen.

    Frei erfunden und Boshaftigkeit bezieht sich wohl auf 2 Dinge.

    1. Wird nicht im positivst-möglichen Sinne dargestellt, was ja auch stimmt.

    2. Wird die Kritik an Veranstalter und den FDs auf sich selbst bezogen, was man zumindest nachvollziehen kann, auch wenn es falsch ist.

    Gab heute übrigens auch wieder einige Hits aus dem internen, PW-geschützten Forum der FantasyDays. Nur so als allgemeine Info 😉

  10. Gast schreibt:

    @Sirdoom: Du hast also Kontakt zu Fantasydays-Leuten?

    Du weißt, wenn man Geheimnisse anspricht, dann muss man sie auch aussprechen! 😀

  11. sirdoom schreibt:

    Ich habe zumindest mehrere Quellen im Umfeld 😉 Belassen wir es dabei. Sonst löst das noch eine weitere – berechtigt – paranoide „Säuberungsaktion“ aus…

  12. Benedict Arnold schreibt:

    Das ist deine hier absolut ungefragte Meinung. Wenn in der Polemik oben nur eine einzige Sache nicht der Wahrheit entspricht, könnte die Veranstalterin der FDs gern den Gegenbeweis antreten. Nur die Veranstalterin könnte das. Niemand sonst. Und schon gar nicht ungefragte Dritte, die ihren Vertuschungsauftrag hinter unpassenden Gedichten und falsch angewendeten Fachbegriffen verbergen.

  13. Herugrim schreibt:

    In unserem Rechtssystem ist die Beweislast ja wohl beim Kläger und nicht beim Beklagten.
    Und wenn Du mir persönlich unterstellst, ich hätte für irgendetwas „hochpreisige Geschenke“ bekommen, dann sag ich da auch ungefragt was zu und Du darfst mir und den Anwesenden zumindest schon mal dafür gerne den Beweis vorlegen… Von anderen Dingen ganz zu schweigen.

    Diesmal hast Du Dir ja wenigstens den passenden Nick gegeben. 😉

  14. Gast schreibt:

    Ähäm… Kirschlollies oder lieber Erdbeerlollies? 🙂

  15. Herugrim schreibt:

    Erwischt! *nick* Bin schon weg!:)

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