„Durch die Genres – Spaceritter Festival 2010“

Nachdem die 2 Met-Ninja und die 2 Fetisch-Ninja einige Missverständnisse ausgeräumt hatten, was gewisse Verhaltensweisen angeht, wurden sie prompt auf die nächste Mission geschickt, bei der ebenfalls nicht klar war, ob ein Debakel oder eine angenehme Atmosphäre zu erwarten waren.

Vom 08. – 10.10.2010 fand in Oberhausen das SPACERITTER Festival statt. Das Theater an der Niebuhrg ist eine interessante Location da sie, neben dem eigentlichen Theater mit Café, noch aus einem weiteren Gebäude besteht, einer teilentkernten Industrieruine, die aufgrund ihres mitgenommen wirkenden Zustands eine interessante Atmosphäre gerade für LARP, Gothic und Co. bietet.

Das Grundkonzept der Veranstaltung teilt sich in durch Epochentore erreichbare Show- und Marktsegmente zu den Welten Antike, Dunkle Epoche, Jahrhundertwende, Wirtschaftswunder, Flower Power, Endzeit und Zukunft.

Soweit die Theorie.

In der Praxis war der Mittelalterbereich (alias Dunkle Epoche) mit 30 Ständen, primär auf dem Außengelände, sehr dominant. Die Trennung der verschiedenen Welten war entsprechend schwammig bis nicht gegeben, was aufgrund der geringen Vertretung, beispielsweise der Jahrhundertwende, aber auch nicht tragisch war. Als Händler waren neben den üblichen Mittelalterhändlern auch Firmen wie Carmen Martinez und Ulisses Spiele, letzterer im Rollenspielbereich noch unterstützt durch den GfR, vertreten. Besonders der Rundgang innerhalb des zweiten Gebäudes, der auch durch die Kellerräume führte, war im Vergleich zu vielen Veranstaltungen allein durch die Optik sehr bemerkenswert. Abblätternder Putz, freiliegende Rohre, ein unter Wasser stehender Nebenraum,kurz Deko, für die sich Postapo-LARPer Arme und Beine absägen lassen würden.

Zur Unterhaltung spielten an mehreren Locations innerhalb des zweiten Gebäudes, im Theater und im Außengelände verschiedene Bands. Dank Goten, 60er-Hippie-Rock, etc. war für jeden was dabei, hinzu kam ein üppiges Programm aus Workshops, Lesungen und Walking Acts der German Garrison, Aliens vs. Predator, Zombies, Piraten, Polizeitruppen der Jahrhundertwende, etc.

Das Publikum bestand zu einem guten Teil aus Familien mit Kindern, die sicher aus der Kombination aus Mittelaltermarkt und niedrigen Preisen (Erwachsene: 9 Euro pro Tag, Kinder(5-14): 5 Euro) angelockt wurden und an die verschiedenen Facetten des Nerd-Universums heran geführt wurden. Am Samstag dürften sich rund 400-500 Besucher auf dem Gelände getummelt haben.

Grundsätzlich war das Spaceritter Festival eine recht bunte Veranstaltung quer durch die Genres, die durch Angebot, Lage, Werbung und Preispolitik einen guten Start hingelegt hat. Das Torkonzept ist sicherlich ausbaufähig, die Wirkung auf Publikum jenseits des harten Nerdkerns sicherlich nicht zu unterschätzen.

Natürlich gibt es auch noch was aus der Gerüchteküche: Angeblich soll einer der Veranstalter der Spaceritter mitten in den Vorbereitungen verschwunden sein – inklusive einiger Dinge, die er mitnahm –  weshalb die Leute des Theaters an der Niebuhrg ganz schön am rotieren waren, um die Sache gut über die Bühne zu bringen.

Mit Erfolg, wie man attestieren muss!

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