„Tatort Real Life“

tatort-internet-tatort-real-life-logoAuch Beate Kraft-Schöning musste sich natürlich bei einer Tagung an der Universität Bayreuth zum Thema Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet profilieren. Natürlich zusammen mit den üblichen, verdächtigen Knallchargen von „Innocence in Danger„[Wobei die Diskussion des Artikels weit interessanter ist. Man könnte glatt wetten, dass „Blunt“ für den Verein oder eine Werbeagentur arbeitet]. Allerdings ging sie diesmal doch weit über die übliche, hirnlose Werbung für das erfundene Unterschichtenformat Tatort Internet hinaus.

bk-schoning-tatort-internetKraft-Schöning konnte sich nämlich gut vorstellen, dass in Fällen von sexuellem Missbrauch, Vergewaltigung und sexueller Belästigung die Beweislast künftig umgekehrt wird. Verdächtige müssten demnach selbst ihre Unschuld nachweisen. Beim vorwiegend juristisch vorgebildeten Publikum in Bayreuth stieß Kraft-Schöning damit auf heftigen Widerspruch, da die Unschuldsvermutung nicht umsonst einer der Grundpfeiler des deutschen Strafrechts ist. Ist typisch: Wir haben keinerlei Beweise für unsere an den Haaren herbeigezogenen Vorwürfe, also muss ab jetzt der Beschuldigte – wie auch immer, meist gar nicht möglich – seine Unschuld beweisen. Kraft-Schöning lies sich aber auch davon nicht beeindrucken und fing wieder mit ihren üblichen Lügen von den Gesetzeslücken und den armen Kindern an. Ist zwar alles schon längst strafbar, aber wo bleibt da der Skandal?😉

Dieser Beitrag wurde unter imperiale Politik, verbale Diarrhoe, visuelle Diarrhoe abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu „Tatort Real Life“

  1. unnamednpc schreibt:

    Im Grunde wird für den Bürger so doch alles viel leichter – statt tausender Seiten StGB voller verquorrener Juristenformeln ist man von nun an nach einmaliger Lektüre von Kafkas „Prozess“ auf alle justiziären Gegebenheiten vorbereitet…

  2. Knut schreibt:

    Ach, Sirdoom, das Problem löst sich doch einfach von ganz alleine… behaupte einfach unter Tränen der hässliche Mann da auf dem Foto habe dich in der U-Bahn unsittlich berührt. Soll er mal das Gegenteil beweisen.

  3. sirdoom schreibt:

    Und was passiert, wenn ich die hässliche FRAU anklage mich unsittlich berührt zu haben? Muss dich dann auch beweisen, dass sie es nicht getan hat, oder ist sowas laut allgemeiner Gedankenvorschrift dann verboten?😉

  4. Knut schreibt:

    Ja sicher muss er/sie/es dann beweisen, in dubio contra reo.

  5. Knut schreibt:

    Außerdem gilt: Wenn man „Tatorte“ anders betont, klingt es sehr lecker. Denkt mal drüber nach.

  6. sirdoom schreibt:

    Ta-Torte? KiPo-Slapstick?😉

  7. Wallace schreibt:

    Das müsste doch ganz klar ta gâteau heißen. Nicht so ein nerviges Deutschösisch… beim Denglischen regt sich jeder auf, aber sobald es um Torte geht, ist das auf einmal total in Ordnung. Doppelmoral hoch 10 hier… pöh!

  8. Knut schreibt:

    Der Mann auf dem Bild hat bestimmt noch nie Torte gegessen, so traurig, wie der guckt.

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