„Bundes-am-Arsch-Kreuz“

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wurde am 7. September 1951 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss per Stiftungserlass gestiftet. In dem „Erlass über die Stiftung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland„, den Bundespräsident Heuß zusammen mit Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem Bundesminister des Innern, Robert Lehr, unterzeichnete, heißt es:

In dem Wunsche, verdienten Männern und Frauen des deutschen Volkes und des Auslandes Anerkennung und Dank sichtbar zum Ausdruck zu bringen, stifte ich am 2. Jahrestag der Bundesrepublik Deutschland den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Er wird verliehen für Leistungen, die im Bereich der politischen, der wirtschaftlich-sozialen und der geistigen Arbeit dem Wiederaufbau des Vaterlandes dienten, und soll eine Auszeichnung all derer bedeuten, deren Wirken zum friedlichen Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland beiträgt.

Seit dem Jahre 1991 sind die Verleihungszahlen stark rückläufig, von über 5000 Verleihungen 1991 auf jeweils knapp 2500 in den Jahren 2007 und 2008. Von dieser Entwicklung unbehelligt sind allerdings Politiker.

Denn es gibt ein festes Kontingent an Kreuzen, das pauschal vom Bundespräsidenten nur an Bundestagsabgeordnete verliehen wird. In jeder Legislaturperiode – also innerhalb von vier Jahren – werden demnach etwa 30 Abgeordnete mit dem Kreuz geehrt, schön verteilt nach Fraktionsstärke[Quelle].

LECKS MI DO OM ORSCH, IHR SACKRATTEN!

Eine größere Entwertung eines Ehrenabzeichens durch die Institution die es verleiht, fällt mir grade spontan nicht ein.

Der illegale Atomgesetze unterschreibende Bundespräsident Wulff lässt aus Bellevue, neuerdings auch bekannt als „Wulffsschanze“ oder „Bonker„, verlauten:

Es gibt bei individueller Prüfung viel mehr Abgeordnete, die eine derartige Auszeichnung erhalten würden und verdient hätten.

Die Vielfalt des Engagements der Abgeordneten wird in der Öffentlichkeit zu wenig gewürdigt.

SAKRAKRUZIPACK, LECKS MI ZWOMAL OM ARSCH!

Meine Idee von Würdigung sieht im Moment unter anderem ein Erschießungskommando vor! Das feste Kontingent für Wirtschaftsverbrecher ist natürlich nicht schriftlich festgelegt. Das wird einfach intern verteilt…

Dieser Beitrag wurde unter imperiale Politik, verbale Diarrhoe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu „Bundes-am-Arsch-Kreuz“

  1. Arclight schreibt:

    Wulffsschanze? MEGA-LOL!!!1! 🙂

    100% ACK. Übrigens auch die Erklärung, wieso die Gefechtsmedaille so scheisse ausschaut – die haben einfach keinen Bezug zu Dingen, die man sich verdienen muss und die SIE nie bekommen werden …

  2. sirdoom schreibt:

    Kanntest den noch nicht?*g* Wulffschanze rührt von diesem Bild her:

    [Admin Edit: Bildzensur – Der Herr Präsident Wulff verklagt deshalb gerade schon wen…]

    Alternative Bezeichnung ist übrigens CASTLE WULFFENSTEIN. Nebenbei, die genaue Schreibweise von „Wulfsschanze“ ist umstritten, einige schreiben es aus Propagandagründen auch „wulffSSchanze“ 😉

  3. Karel schreibt:

    @Antwort 2: Ich tippe bei dem Foto doch stark auf Photoshop – die Frau neben dem aktuellen deutschen Präsi (ist das echt seine Gattin?) wird sich ja wohl nicht allen ernstes so neben ihm photographieren lassen haben (mit dieser Geste, die in der Öffentlichkeit ja in der BRD nominell strafbar ist, oder?).

    Was das Bundesverdienstkreuz angeht, zitire ich gern eine Zeile aus einem Lied von Reinhard May:

    „…bekomme ich wie jeder Schnarchsack in diesem Lande das Verdienstkreuz am langen Bande, der Bundespräsident liest meine Verdienste vor…“

    Nun ja, da ich nach eigenem Selbstverständnis kein Schnarchsack bin, laufe ich zum Glück auch keine Gefahr, diesen Orden zu bekommen.

  4. sirdoom schreibt:

    @Photoshop: Ich habe keine Ahnung, ob dem so ist, halte es aber für wahrscheinlich. Aber dies ist das Bild, was mit als Grundlage für die Entstehung des „Wulffsschanze/Castle Wulffenstein“-Memes verantwortlich ist.

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