„Weißrussland – Held der Freiheit“

Ein Gastartikel vom Weißrußlandkorrespondenten der Bad Company, Knut Hansen, der sich z.Z. in der Präsidentensuite des 5 Sterne Hotels „Minsk“ in Minsk befindet.

Am19. Dezember 2010 fanden die Präsidentschaftswahlen in Weißrussland statt. Der seit 1994 regierende Staatspräsident Alexander Lukaschenko hat diese geheimen, freien und demokratischen Wahlen auch diesmal gewonnen und bereitet sich auf seine vierte Amtszeit vor.

Die unterlegenen, korrupten, politischen Gegner riefen daraufhin zu Landfriedensbruch, Randale und Gewalt auf und stürmten am Abend die Innenstadt von Minsk. Die Polizei hielt sich extra zurück, um die Situation nicht zu eskalieren, auch weil der weise Präsident Lukaschenko vor den Wahlen am Sonntag sagte: „Hoffentlich passiert den Leuten nichts! Wir müssen die Menschen beschützen. Das ist die wichtigste Aufgabe der Sicherheitskräfte„.

Aber als die Kriminellen anfingen diverse Sachbeschädigungen zu begehen und die Lage von sich aus eskalierte, griff die Polizei – ganz nach Gesetz – ein. Mit gemäßigter Härte ging man ohne den Einsatz von chemischen Waffen wie in Deutschland(Reizgas) oder gar Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor, um Frieden und Ordnung wieder herzustellen.

5 Sterne Hotels „Minsk“ in Minsk

Dieser normale und gerechtfertigte Einsatz, führte dazu, dass die gleichgeschaltete Systempresse des Westen sich zu reinen Propagandaäußerungen hinreißen ließ.

Deutschland drohte Weißrussland mit Konsequenzen. Die von dem Land gewünschte Annäherung an die Europäische Union sei in weite Ferne gerückt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Zugleich forderte er die Freilassung inhaftierter Oppositionspolitiker[Kriminelle] und Journalisten[Westagenten].“ [Quelle tagesschau.de]

Die EU-Repräsentantin für Außenpolitik, Catherine Ashton, rief die weißrussischen Behörden auf, die Festgenommenen umgehend freizulassen“ [Ultimatum einer feindlichen Regierung und Einmischung in die demokratischen, innenpolitischen Prozesse des tapferen Weißrusslands] [Quelle tagesschau.de]

Scharf verurteilte der Präsident des Europaparlaments, der Pole Jerzy Buzek, den Gewalteinsatz: Die feigen Attacken [Gerechtfertigter Einsatz zur Aufrechterhaltung von Frieden und Ordnung] werfen das schlechtestmögliche Licht auf die Präsidentenwahl.“ [Quelle heute.de]

Spiegel Online titelt gar „Lukaschenkos Schläger ersticken Reformhoffnung„, obwohl der tapfere Präsident Lukaschenko nur versucht, Frieden und Ordnung im Land aufrechtzuerhalten und demokratische Beschlüsse zu würdigen.

Aber jeder gute Weißrusse weiß, dass man auf diese Kritik nichts geben muss. Ein Land wie Deutschland, in dem der in ominöse Immobiliengeschäfte verstrickte Ministerpräsident eines Bundeslandes anordnet die freiheitsliebende Bürger des Landes mit brutalster Polizeigewalt, durchgesetzt mit chemischen Waffen und Wasserwerfern, wegzuprügeln, hat jeden Anspruch darauf verloren sich in die inneren Angelegenheiten Weißrusslands einzumischen. Es spottet erst recht geradezu jeder Beschreibung wenn man bedenkt, dass das deutsche Terrorregime z.Z. durch Staatsfirmen Atomtechnik nach Brasilien liefert, damit dort Massenvernichtungswaffen gebaut werden können, gedeckt durch Hermesbürgschaften der Bundesrepublik!

Zum diesem Thema führten wir auch ein brandaktuelle Interview mit unserem Korrespondenten und Weißrusslandexperten Knut Hansen:

Q: Knut, an welchem Tag starb eigentlich der Vorgänger von Präsident Lukaschenko?

A: Man weiß es nicht, werter Chefredakteur, aber es war ein Feiertag.

Q: In Weißrussland darf angeblich jeder offen Kritik üben, sogar Parteifunktionäre! Stimmt das?

A: Im Prinzip ja, aber es wäre echt schade um den Parteifunktionär.

Q: Es gibt in Weißrussland also keine Pressezensur?

A. Im Prinzip nein. Es ist mir aber leider nicht möglich, auf diese Frage näher einzugehen.

Q: Die ausländischen Beobachter liegen also vollkommen falsch, wenn sie die Zustände in Weißrussland kritisieren und sagen die Zukunft des Landes sei unvorhersehbar?

A: Im Prinzip liegen die amerikanischen und europäischen Genossen Wissenschaftler vollkommen daneben, denn die Zukunft entspricht exakt dem 5-Jahresplan des Präsidenten. Aber die Vergangenheit ist unvorhersehbar.

Q: Trotz dieser eigentlich eindeutigen Faktenlage, machen sich viele Menschen unberechtigterweise Sorgen um die Zukunft des Landes, obwohl man ständig positive Meldungen vernimmt. Stimmt es, dass in Weißrussland der Weizen so hoch wie die Überlandleitungen wächst?

A: Ein Großteil dieser Befürchtungen wird natürlich durch europäische und US-Propaganda ausgelöst und was den Weizen angeht: Im Prinzip ja. Aber nicht so hoch, sondern so weit auseinander.

Q: Was man sich eigentlich selber denken könnte, so gut, wie es dem Land geht. Ich habe gelesen, dass in Minsk 100 Autos an einfache Bürger verschenkt wurden?

A: Im Prinzip stimmt das, aber erstens waren es keine Autos, sondern Fahrräder, zweitens war es nicht in Minsk, sondern in Pinsk, drittens waren es nicht 100 Fahrräder, sondern nur eines, und viertens wurde es nicht verschenkt, sondern gestohlen.

Q: Eine Letzte Frage, Knut. Im Gegensatz zu seinem Bild im Ausland, soll Präsident Lukaschenko ein durchaus humoriger Mensch sein. Stimmt es, dass er Witze über sich sammelt?

A: Im Prinzip ja, aber zuerst sammelt er die Leute, die diese Witze erzählen.

Wir danken Knut Hansen für das Gespräch!

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Eine Antwort zu „Weißrussland – Held der Freiheit“

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