„Fortress Europe – The Greek Wall – Auslandsreportage mit Knut Hansen“

300.000 Flüchtlinge sind illegal in Griechenland und jeder achte illegale Einwanderer kommt über Griechenland in die EU. Der Rest verteilt sich hauptsächlich auf Italien, Spanien und Portugal, die immer stärker tröpfelnden mengen aus ehemaligen Ostblockstaaten mal ausgeklammert. Die paar, die sich jeweils direkt nach Nordeuropa einschleusen sind vergleichsweise nicht messbar. Aber kommen wir zurück zu den Mittelmeer-Anrainern, die von hunderten von Millionen Schwarzafrikanern bedroht werden, getrennt nur durch die Hauchdünne Barriere Mittelmeer. Da wird sich die Kriegsmarine schon drum kümmern. Problematischer ist da schon die 206km lange, türkisch-griechische Grenze.

Deshalb hat Griechenland vor Monaten die FRONTEX angefordert, um vorrübergehend ein Auge – und jede Menge Nachtsichtgeräte –  und Knarren –  auf die Grenze zu richten, bis man mit dem geplanten, über 200 km langen Grenzzaun nach US-Mexiko/Berliner Mauer fertig ist.

Ich habe übrigens heute erst mal Aktien von u.a. ArmsTech gekauft. Die stellen Antipersonenminen her.

Um ungefilterte und ungeschminkte Informationen aus erster Hand zu bekommen, sprach Knut Hansen – der sich z.Z. in einem 5-Sterne Bordell Hotel in Athen/Griechenland aufhält – mit FRONTEX Einsatzleiter George „Kongo“ Stecherl(Kürzel: GKS) und Refugee Incorporated CEO Francesco Donati(Kürzel: FD).

Q: Viele Liberale und Linke haben starke Bedenken bezüglich der stark militarisierten Grenzkontrollen in Richtung Naher Osten und Afrika. Wird da übertrieben?

GKS: Natürlich übertreiben die Hippies! Die würden ganz anders reden, wenn die ganzen Ölaugen und Neger morgen bei ihnen an der Haustür klingeln, ihren teuren Wein saufen und ihren Frauen und Töchter zeigen, wo der Elefant den Hammer hat. Außerdem ist es ja nicht so, als ob wir jetzt jeden abknallen, der so dreist ist, sich ein besseres Leben zu wünschen. Wir sind da eigentlich ganz human und unsere Waffen funktionieren anständig. Da muss keiner leiden. Erst neulich haben wir ein paar Friedensaktivisten wieder nach Europa gelassen, obwohl die nur ihren Personalausweis dabei hatten und keinen Reisepass. Zweien war sogar schon der Saft für ihre IPhones ausgegangen!

FD: Ich muss meinem Kollegen hier beipflichten. FRONTEX hat sich bisher nur von ihrer besten Seite gezeigt. Und die Zusammenarbeit läuft super. Wir bekommen feste Termine die auch eingehalten werden und die Preise sind auch ok.

Q: Moment mal Herr Donati, sie schmuggeln doch Menschen und Herr Stecherl soll dies doch verhindern, oder?

GKS: Da unterliegen sie einem Irrtum. Ich soll unkontrollierte, illegale Grenzverletzungen und die Einreise von Ausländern verhindern. Organisierter Menschenhandel ist nicht meine Abteilung. Dafür sind die Landespolizeien und lokalen Grenzwächter zuständig. Wenn Herr Donati und ich uns absprechen dient dies nur der Vermeidung von doppelter Arbeit und Missverständnissen. Herr Donatis Arbeit hat ja auch volkswirtschaftliche Vorteile. Wer reinigt sonst Autobahntoiletten oder erntet Kartoffeln? Und Herr Donatis Organisation achtet auch peinlich genau darauf nur so viele Sklaven Hilfsarbeiter einzuführen, wie für die Wirtschaft gut sind.

Q: Okay, das ergibt irgendwie Sinn…

FD: Wir arbeiten auch schon an einer neuen Abteilung die aufsässige und unnütze EU-Bürger ausführt. Da werden wir wohl dann noch enger mit FRONTEX zusammenarbeiten. Allerdings steckt dieses Geschäftsfeld noch im Anfangsstadium. Da will ich noch nicht so viel zu sagen.

GKS(nuschelt): Verdammte Hippie-Kommunisten im EU-Parlament…

Q: Wird diese Zusammenarbeit denn auch funktionieren? Ist es überhaupt möglich die Grenze zu halten?

FD: Natürlich! Wir haben da vollstes Vertrauen in die Fähigkeiten der FRONTEX!

GKS: Aber sowas von! Wenn wir erst die upgegradeten Warzenschweine [Anmerk. d. Red.: A10 Thunderbolt] bekommen, die Panzerhaubitzen 2000 und die Industrieländer ihre Personenminenproduktion wieder hochgefahren haben, dann kommt da nichts ohne unser Wissen durch! Nicht so wie in den 80ern, wo jeder Idiot über irgendeine Grenze latschen konnte und die deutsche europäische Wirtschaft schröpfen konnte.

Q: Sowas beruhigt ungemein. Ich danke ihnen beiden für das informative Gespräch. Herr Stecherl, sie wollten vorhin doch noch einen Witz über die alte, vergangene Zeit der Grenzüberwachung erzählen?

GKS: Aber gerne doch, denn sowas gehört nun der Vergangenheit an: An der Grenze, ein Mann und sein schwarzer Gehilfe fahren mit ihren Fahrrädern vor, auf den Gepäckträgern jeweils ein Sack. Zöllner: „Haben Sie etwas zu verzollen?“ Mann: „Nein.“ Zöllner: „Und was haben Sie in dem Sack?“ Mann: „Sand. In dem anderen auch“ Bei der Kontrolle stellt sich heraus: tatsächlich Sand. Eine ganze Woche lang kommen jeden Tag der Mann und ein schwarzer Gehilfe mit dem Fahrrad und dem Sack auf den Gepäckträgern. Am achten Tag wird es dem Zöllner doch verdächtig: Zöllner: „Was haben Sie in dem Sack?“ Mann: „Nur Sand.“ Zöllner: „Hmm, mal sehen…“ Der Sand wird diesmal gesiebt – Ergebnis: nur Sand. Der Mann und ein schwarzer Gehilfe kommen weiterhin jeden Tag zur Grenze. Zwei Wochen später wird es dem Grenzer zu bunt und er schickt den Sand ins Labor – Ergebnis: nur Sand. Nach einem weiteren Monat der „Sandtransporte“ hält es der Zöllner nicht mehr aus und fragt den Mann: „Also, ich gebe es Ihnen schriftlich, dass ich nichts verrate, aber Sie schmuggeln doch etwas. Sagen Sie mir bitte, was!“ Der Mann: „Fahrräder und Flüchtlinge.“

Nachtrag: Manchmal funktioniert die Öffentlichkeit doch. FRONTEX Einsatzleiter George „Kongo“ Stecherl wurde heute von seinem Posten abgelöst und soll im Innendienst Verwendung finden. Refugee Incorporated CEO Francesco Donati wurde in Italien festgenommen, wies aber bereits darauf hin, dass dies seinem „guten Freund„, Silvio Berlusconi, nicht gefallen würde. Der Grenzzaun soll nicht mehr gebaut werden, bzw. nur ein kleiner Abschnitt von 12km[Link].

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7 Antworten zu „Fortress Europe – The Greek Wall – Auslandsreportage mit Knut Hansen“

  1. XDragoon schreibt:

    Früher brauchte man für sowas nur 300 Spartaner…

  2. sirdoom schreibt:

    Früher gab es auch keine so riesige Rüstungsindustrie die genug Aufsichtsratsplätze haben muss um 100te von Politikern zu versorgen 😉

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