„Angriff auf die Religionsfreiheit – inkl. Knut Hansen Interview im Vatikan“

Spanien hat etwas unglaubliches vor, gerade für ein durch und durch katholisches Land. Spanien will nämlich liberale Werte fördern und hat deshalb vor drei Jahren einen Lebenskundekurs an Schulen eingeführt, wo Themen wie Homosexualität, Scheidung, AIDS, Missbrauch und Abtreibung offen angesprochen werden. Natürlich gab es genug christliche Hardliner, die diesen Kurs als „antichristlich“ bezeichnen. So wie Schwimmunterricht „anti-islamisch“ ist. Und für einige Fanatiker Schule allgemein inakzeptabel, weil die Kinder da in Kontakt mit anderen Kindern kommen und „kontaminiert“ werden mit Gedanken, die nicht dem faschistoiden Weltbild der Eltern entsprechen. Der Papst hat sich dieser Problematik nun angenommen und sieht durch den Aufklärungsunterricht an Schulen die Religionsfreiheit bedroht, wie er in seiner traditionellen Neujahrsansprache an Vatikan-Botschafter mitteilte.

Angesichts des erneuten Angriffs auf die Religionsfreiheit von Familien in bestimmten europäischen Ländern, in denen die Teilnahme an Aufklärungskursen und Lebenskunde verlangt wird, kann ich nicht schweigen. Solche Kurse wollen eine neutrale Wahrnehmung des Menschen und des Lebens widerspiegeln. In Wahrheit vermitteln sie aber eine gegen den Glauben und die Vernunft gerichtete Lehre. Es handelt sich hierbei um ein Beispiel der Bedrohungen gegen die kulturellen Wurzeln, die der Identität und des sozialen Zusammenhalts vieler Nationen zugrunde liegen.

Natürlich ist es absolut unvermeidlich, dass sich das Oberhaupt einer zutiefst sexualfeindlichen Lehre so äußert und über die Bedrohung des Glaubens wettert. Abartig wird es, wenn man die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche bedenkt. Wenn ein Kind nicht weiß, dass ihm Unrecht widerfährt, weil der liebe Onkel Padré, es ja wohl da anfassen darf, weil er ja eine Respektsperson ist, fällt dies genau in eine alte Herrschaftsmethode der katholischen Kirche. Unwissenheit ist ein Segen, denn damit kann man die dummen Massen nämlich besser beherrschen. Unter diesen Gesichtspunkten ist diese Äußerung des Papstes nicht nur ein weiterer, zu erwartender Ausfall des Heiligen Stuhls, sondern eine Bedrohung von Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit! Wenn der Oberhirte die großen Knarren rausholt, kann ich das schon lange!

Aber um auch eine faire Gegenposition zu finden, sprach Knut Hansen, der Vatikan-Experte der Bad Company, z.Z. in VIP-Gästezimmer des Vatikan untergebracht, mit dem Regierungschef des Vatikan, Kardinal Tarcisio Bertone(KTB).

Q: Kardinal, ist der Vorwurf des Papstes nicht doch etwas übertrieben?

KTB: Keineswegs, werter Herr Hansen. Wehret den Anfängen sagt man doch so schön. Der Heilige Stuhl war lange Zeit viel zu liberal und harmlos! Und was haben wir nun davon? AIDS, Muslims in Europa, Unzucht-Ehen zwischen Frauen oder sogar Männern, gemischte Schulklassen, die Pille und Kondome und damit sogenannte sexuelle Freiheit, die doch nur einen Großteil der verdorbenen Frau in die Hölle bringt. Was sie zwar verdient haben, genauso wie die Schwuchteln und Emanzen, aber damit verderben sie immer größere Teile der Gesellschaft. Und die Kirche muss die Menschheit schließlich auch vor sich selbst schützen, nicht wahr, Herr Hansen?

Q: Aber natürlich eure Eminenz! Leider sind viele Europäer vom Glauben abgefallen. Wie wollen sie dies ändern?

KTB: Mit flammenden Predigten und wenn der große Krieg gegen die Muslim-Heiden losbricht, dann werden die Menschen schon zum Glauben zurückfinden. Andernfalls droht ihn eh der Tod!

Q: Von Seiten der bösen Muslims?

KTB: Das auch…

Q: So können wir eigentlich frohen Mutes sein, was die Zukunft angeht! Mir ist allerdings das Gerücht zu Ohren gekommen, dass viel Geld geboten wurde, um das Vaterunser ändern zu lassen. So soll es demnächst „Unser täglich Coke gib uns heute“ heißen. Ist daran irgendetwas Wahres, oder handelt es sich hierbei wieder um ein bösartiges Gerücht des liberalen Hippie-Kommunisten-Atheisten-Packs?

KTB: Ist natürlich vollkommener Unsinn, unser Vertrag mit den Bäckereiinnungen läuft noch bis 2050.

Q: Ich, ähm, danke für das, ähm, Gespräch, eurer Eminenz!

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4 Antworten zu „Angriff auf die Religionsfreiheit – inkl. Knut Hansen Interview im Vatikan“

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