„Stairway to Cairo – LIVE vor der Revolution – Auslandsreportage mit Knut Hansen“

Tunis, ein Land versinkt im Chaos. Chaotische, linke Freiheitsromantiker schaffen es den korrupten, aber pro-westlichen Präsidenten zu stürzen und machen damit den Weg frei für eine islamistische Machtübernahme. Al Kaida Führungskader sitzen bereits in Trampfrachter und sind unterwegs. Passieren konnte dies allerdings nur, weil – wie man fairerweise zugeben mussEx-Präsident Zine el-Abidine Ben Ali ein totales Weichei ist. Hätte er in den ersten Stunden des Putsches die aufständischen Vaterlandsverräter einfach niederschießen lassen, dann wäre nach zwei Wochen internationaler Kritik alles wieder beim alten gewesen. Wenn Israel als Ergebnis der Gaza-Flotten-Aktion mit mehreren Toten, sich selbst als vollkommen unschuldig bezeichnet und alles richtig gemacht habe, dann hätte auch Ben Ali nichts falsch machen können.

Stuttgart. Linke Chaoten greifen den deutschen Staat an. Dieser greift vorbildlich durch. Die linkskommunistische Presse verurteilt das Vorgehen der Polizei, es wird von sogenannten Demonstranten geredet. Aber am Ende ergibt eine Untersuchung, dass alle alles richtig gemacht haben.

Womit wir zu Ägypten kommen. Muhammad Husni Mubarak wird nicht wie Ben Ali einknicken. Alleine schon, weil die USA dies nicht zulassen werden. Ja, ein verdammter Diktator, der das eigene Volk niederknüppelt, aber unser Diktator! Und europäische Medien sind zu dumm dies einzusehen. Tunesien interessiert keine Sau, aber bei Ägypten ist dies anders. Die Bezeichnung des Aufstandes gegen eine gerechte Regierung wird verharmlost als Protest gegen Korruption und soziale Ungerechtigkeit. Aber hallo liebe Journalisten, habt ihr euch mal in Deutschland umgeschaut? Diese Einstellung ist absolut verlogen und degeneriert! Entweder sind wir Pragmatiker und arbeiten mit dem, was da ist, oder wir sind Gutmenschen-Traumtänzer und wollen eine bessere Welt. Dann aber bitte richtig, ohne Scheuklappen. Unangenehm? Aber sowas von!

Um eine ungefilterte, ungeschminkte und informierte Meinung aus erster Hand zu bekommen, sprach ich, Knut Hansen, der sich z.Z. in einer 5-Sterne Bordell Villa von Staatspräsident Mubarak aufhält, mit dem französischen Botschafter in Ägypten, Jean-Jaques Fuckèuté.

Q: Jean-Jaques, wie beurteilst du die aktuelle Lage. Wird Mubarak sich durchsetzen und ist dies die beste Option?

JJF: Qui Knüt, La Grande Nation ist absolument der Meinung, dass Staatspräsident Mubarak der einzige ist, der den islamistischen Terror stoppen und die ungebildeten Massen davon abhalten kann, eine Catastròphe zu verursachen!

Q: Sie werden also Mubarak unterstützen, egal wie die öffentliche Meinung dazu ist?

JJF: Es gibt keine öffentliche Meinung dazu, wenn die Fremdenlegion in Ägypten Terroristen umlegt, außer begeisterter Stolz auf La Grande Nation. Und so gut wie wir ausgerüstet sind, wird die Sache in einem Triumphe enden!

Q: Ah ja, Ausrüstung. Laut Pressemitteilung versteht sich die französische Regierung wunderbar mit dem US-Sportkonzern NIKE.

JJF: Keine Ahnung warum sie das jetzt fragen, aber ja. Wie kommen sie darauf?

Q: Ach, mir war nur aufgefallen, dass in Kriegszeiten die französische Armee der größte Abnehmer von Laufschuhen ist. Und sich deutsche Autozulieferer über die riesigen Menge an Rückspiegeln freut, die ihre Nation immer bestellt.

JJF: Mèrde, f*cken sie sich in Knie, sie dreckiger Bôche! Wann waren sie denn das letzte Mal in Paris oder Frankreich? Wie können sie es wagen.

Q: Da haben sie natürlich Recht Jean-Jaques!

JJF: Na also! So ist es schon besser!

Q: Ich war noch nie in Frankreich, da die TUI zur Zeit keine Panzerreisen anbietet, aber mein Opa schwärmt immer von Paris was ja nur ein paar Panzerstunden von Deutschland entfernt liegt, wenn man nicht gerade mit Froschschenkeln beworfen wird, weil die läufigen Französinnen sich einem an den Hals schmeißen, was Ihre Weinpanschenden Landsleute nicht so prickelnd finden und…

JJF: Sie verdammter, dreckiger Sohn einer…

Das Interview musste an dieser Stelle leider abgebrochen werden.

Eilmeldung: Unter Berufung auf die französische Militärgeschichte verbittet sich Staatspräsident Mubarak jegliche Hilfe von Seiten der Franzosen!

Französische Militärgeschichte:
Gallischer Krieg: Verloren. In einem Krieg, dessen Ausgang die nächsten 2000 Jahre französischer Militärgeschichte vorwegnimmt, ist Frankreich auch noch ausgerechnet von einem Italiener erobert worden.

Italienische Kriege: Verloren. Frankreich wird das erste und einzige Land, das jemals zwei Kriege gegen die Italiener verloren hat.

Dreißigjähriger Krieg: Frankreich ist technisch gesehen gar kein Teilnehmer, schafft es aber trotzdem, dass in Frankreich einmarschiert wird. Beansprucht ein Unentschieden auf der Grundlage, dass schließlich alle anderen Kriegsteilnehmer angefangen haben, es zu ignorieren.

Französische Revolution: Gewonnen, hauptsächlich deswegen, weil die Gegner auch Franzosen waren.

Erster Weltkrieg: Unentschieden und auf dem Weg zur Niederlage wird Frankreich von den USA gerettet. Tausende französischer Frauen finden heraus, wie es ist, mit einem Gewinner zu schlafen.

Zweiter Weltkrieg: Mit demselben Plan, wie bei Teil eins, wird Frankreich wieder überrannt. Nach der Niederlage wird Frankreich von den USA gerettet. Tausende französischer Frauen finden heraus, wie es ist, mit einem Gewinner zu schlafen. Der Hauptgrund warum Franzosen die USA so hassen.

Algerienkrieg : Verloren. Stellt die erste Niederlage einer westlichen Armee gegen einen nicht-türkischen muslemischen Gegner seit den Kreuzzügen dar und ergibt die erste Regel der muslemischen Kriegführung: „Wir können zumindest immer die Franzosen schlagen.“ Diese Regel ist identisch zur Ersten Regel der Italiener, Russen, Deutschen, Engländer, Niederländer, Spanier, Vietnamesen und Eskimos.

Eilmeldung: Geleitete PsyOps in Ägypten! Die Frage ist bloss, wer steckt dahinter? Israel und die USA haben kein Interesse daran, der Stil von Al Quaida ist es nicht. Die Chinesen haben eigentlich auch keinen Grund, geschweige denn die Russen. [Link 1] [Link 2]

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter imperiale Politik, verbale Diarrhoe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

24 Antworten zu „Stairway to Cairo – LIVE vor der Revolution – Auslandsreportage mit Knut Hansen“

  1. Cunningham schreibt:

    Frage: Wieviele Mann braucht man um Paris zu verteidigen?
    Antwort: Keine Ahnung, das hat noch niemand versucht!

  2. sirdoom schreibt:

    Noch nen gaaanz schlechter hinterher:

    Frage: Wer gewann die Tour de France?
    Antwort: Die 7. Deutsche Panzerdivision!

    😉

    Aber eigentlich geht es ja nur sekundär um Frankreich… wie immer*g*

  3. gedichtblog schreibt:

    Ich muss jetzt aber schon mal Napoléon sagen und darauf hinweisen, dass zwischen 1700 und 1850 jeder Franzose sein wollte.

  4. sirdoom schreibt:

    @Napoleon Bonaparte: Ersten war der Korse und kein Franzose und zweitens hat er am Ende auch verloren, wobei man ja sagen muss, dass er es echt weit gebracht hat und jeder Europäer und grade die Deutschen ihm für den Code Civil dankbar sein sollte, weshalb er auch in der Liste oben nicht aufgeführt wurde!

    @Skyrock: Google weiß halt alles! 🙂

  5. Andai schreibt:

    Aber ich muss dich korrigieren:

    Die Bezeichnung Eskimo ist eher umgangssprachlich, die korrekte Bezeichnung wäre Inuit. Wobei sie auch nicht alles umfasst, aber für die auf Gröndland wohnenden reichen sollte 😀

    Ansonsten herrlich gelacht.

  6. Ben Teddy schreibt:

    Haben die Franzosen mit der Vernichtung der Rainbow Warrior den Krieg gegen Greenpeace gewonnen? O.o

  7. sirdoom schreibt:

    Frankreich war aber auch da erst beim zweiten Anlauf „erfolgreich“. Bereit 1980 wurde die Rainbow Warrior von einem französischen Marineschiff gerammt, als die Besatzung gegen die Entladung von Atommüll zur Aufbereitung in La Hague protestierte. Am 10. Juli 1985 wurde die Rainbow Warrior dann durch zwei Sprengladungen versenkt, die durch Agenten des französischen Auslands-Nachrichtendienstes (DGSE) an der Außenhaut des Schiffes angebracht worden waren.

    Da es danach aber die Rainbow Warrior 2 gab(finanziert durch Reparationen der französischen Regierung) und die Rainbow Warrior 3 gerade gebaut wird und es Greenpeace immer noch gibt…

    hat Frankreich auch diesen Krieg nicht gewonnen! 🙂

  8. Ben Teddy schreibt:

    Naja, es war ja auch eher ein feiger terroristischer Anschlag, durchgeführt von einem ‚freiheitsliebenden‘ demokratischen EU – Staat, als ein Krieg.

    Sehr Eindrucksvoll ist auch, wie Frankreich ihre ‚Terroristen‘ ähm Agenten durch Errichtung eines EG-weiten Importverbotes für neuseeländisches Lammfleisch sowie Butter freigepresst hat, da kann sich al-Qaida ein Beispiel dran nehmen.

    Auch wenn Greenpeace entschädigt worden ist, schätze ich, dass sie jetzt mit ihren Protesten sehr vorsichtig geworden sind.

  9. sirdoom schreibt:

    La Grande Nation war da doch ziemlich pissig, hat sie aber echt viele Sympathien gekostet. Greenpeace könnte also weitermachen wie bisher, aber da die mittlerweile auch zum „Establisment“ gehören… Fällt wieder unter „man muss Probleme nur lange genug aussitzen. Auf die eine oder andere Art und Weise lösen sie sich von selbst„. Wenn man direktes Ziel einer Intervention ist – siehe Mubarak – dann funktioniert dieses Verhalten natürlich nicht wirklich.
    ———————————————————
    BTW, wenn deutsche Politiker vom bösen Diktator Mubarak und von Freiheitsrechten und Demokratie sprechen, wird es besonders lächerlich.

    Rüstungsexporte gen Ägypten aus Deutschland im Jahr 2009 im Wert von 77,5 Millionen Euro, was eine drastische Steigerung gegenüber 2008 darstellt, wo es nur 33,6 Millionen Euro waren, sprechen da nämlich eine andere Sprache. Unter den Gütern finden sich Panzer, gepanzerte Fahrzeuge, militärische Landfahrzeuge, Kommunikationsausrüstung und Handfeuerwaffen, darunter H&K MP5s für 866.037 Euro. Damit ist Ägypten das bedeutendste Empfängerland in der Liste der aus Deutschland belieferten Entwicklungsländer.

  10. sirdoom schreibt:

    P.S.: Zum Totalausfall unserer „Nachrichtensender“ in Deutschland bzgl. Tunesien und Ägypten.

    Ist nicht das erste Mal und meine Meinung dazu wäre ähnlich, aber mit mehr Schimpfworten durchsetzt.

  11. Henning schreibt:

    Wen juckt das denn, was dort passiert?

    Außer für stumpfsinnige Kegelclubs, die trotzdem zum Pauschalurlaub hinfahren, sind das Länder, die keinerlei wirtschaftliche Bedeutung haben.

    Oder ist geht der Handvorrat ägyptischer Baumwolle für die imperialen Bettlaken zur Neige? ^^

    Spätestens wenn klar ist, in welche Richtung es politisch gehen wird, kann man da was berichten.

  12. sirdoom schreibt:

    Wenn mal etwas Frost ist oder 2 Züge ineinanderrasen hagelt es wochenlang Sondersendungen, aber wenn eines der bedeutendsten Länder Afrikas und Arabiens vor dem Umbruch steht, etwas was Einfluss auf die ganze Region und international haben wird, dann ist das nicht sooooo wichtig?

  13. Henning schreibt:

    Das mit dem Frost war total übertrieben.

    Sage ich nichts gegen – aber *was* bitte soll da berichtet werden?

  14. sirdoom schreibt:

    Wer da mit wem koaliert, warum die Israelis & die USA sich so schwer damit tun eine demokratische Bewegung zu unterstützen. Eine genauere Analyse und Hintergrundberichterstattung zur Muslim-Bruderschaft. Investigativer Journalismus: Wo haben Ben Ali und Mubarak die Milliarden geparkt. Infos über die letzten 30 Jahre in Ägypten, was ist da eigentlich passiert, warum jetzt Revolution, usw. Dass muss ja nicht zur Primetime in der ARD laufen, aber selbst auf Phönix lief nichts. Stattdessen werden in Heute minutenlang Urlauber am Frankfurter Flughafen befragt. Ich will keine verschissene „menschliche Note“, sondern Hintergründe und Zusammenhänge!

  15. sirdoom schreibt:

    Hier mal der Vergleich deutsche Medien vs ausländische Medien: LINK

  16. Henning schreibt:

    Also grad eben kam „Unter den Linden“ mit Scholl-Latour. Gestern auch.

    Und nochmal: für das Zeug einen Brennpunkt? Unsinn.

  17. sirdoom schreibt:

    Wenn man sich anschaut wofürs es sonst Brennpunkte gibt, dann wäre hier stundenlanger Brennpunkt angesagt gewesen…

  18. Henning schreibt:

    Nein – nur, dass (wie Du selbst sagst) sonst jeder Scheiß gefeatured wird. Sonstiges Versagen kann aber nicht plötzlich Maßstab sein 😉

  19. Henning schreibt:

    Aber Dein Beten wurde erhört 😉

  20. sirdoom schreibt:

    Jupp, schau ich grade und bin für ARD-Verhältnisse angenehm positiv überrascht. Kein Ersatz BBC und Al Jazeera, aber ok.

  21. Pingback: “Von tickenden Zeitbomben und Heuchlern – Auslandsreportage mit Knut Hansen” |

  22. Pingback: “Auslandsreportage – Grüner Terror-Seekrieg” |

  23. Pingback: “Auslandsreportage – Der Krieg gegen den Bischof” |

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s