„SoE – Darum Sicherheitsreformen?“

Der Grundsatz der Bundeswehr war immer der des Leitbilds des „Staatsbürgers in Uniform“. Damit sollte insbesondere sichergestellt werden, dass sich die deutsche Armee niemals wieder zu einem „Staat im Staat“ entwickeln kann. Die Wehrpflicht sollte dabei einen Querschnitt durch die Gesellschaft darstellen, der eine ausgwogene Mischung aller Schichten repräsentiert und damit eine Parlamentsarmee sein – an dessen Spitze nicht ein Militär, sondern ein Politiker steht – die das „Recht und die Freiheit des deutschen Volkes“ verteidigt.

SoE - Darum Sicherheitsreformen - LogoDavon ab sind Wehrpflichtigenarmeen preiswerter. Ein Problem haben sie allerdings, neben Sachen wie Einsatzbereitschaft und Flexibilität, was wirklich schwierig ist. Wehrpflichtigenarmeen sind weder bei Auslandseinsätzen noch bei Einsatz gegen die eigene Bevölkerung besonders brauchbar. Was auf den ersten Blick wie ein Vorteil in einer Demokratie erscheint, wird auf den zweiten Blick ein Hemmnis beim Machterhalt des Systems und deren Anführern. Wenn schon Mubarak, als treuer Sponsor des Militärs, es nicht schafft diese dazu zu bewegen die Meute wegzusprengen, wie schwierig wäre es dann erst in anderen Ländern?

Die Bundeswehrreformkommission hat sich übrigens dazu entschlossen, mit Stillegung der Wehrpflicht und Einführung einer Berufsarmee, die Zielgruppe für die Bewerber zu ändern: „Die Erschließung neuer Potenziale zur Personalgewinnung ist erforderlich, um den Personalbedarf zu decken und die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr zu erhalten. Es müssen verstärkt junge Menschen mit unterdurchschnittlicher schulischer Bildung, beziehungsweise ohne Schulabschluss angesprochen werden“ [Quelle] Auch sollen Nichtstaatsbürger der Bundeswehr beitreten können.

Eine ähnliche Argumentation gilt übrigens auch für die Polizei, bzw. alle Arten von Sicherungskräften. Wenn diese nichts gemein haben mit den Demonstranten oder aus ausländischen Söldnern bestehen, dann lassen sich Aufstände leichter niederschlagen. [Link: Polizeiarbeit in Lybien und Bahrain]. In Europa setzt man allerdings eigentlich mehr auf Technik, Überwachung und Schlagwörter wie Risk Control, Crowd Management, Predictive Analytics including Semantic Search Engines with fuzzy logic, Decision Support Software, interoperational LIVE Management for Military, Para-military and Police Forces… [Link]

Natürlich ziehe ich hier unfaire Vergleiche, aber wer weiß wie die Sache Morgen aussieht. Oder Übermorgen? Aber da geht garantiert nur die Fantasie mit mir durch…

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19 Antworten zu „SoE – Darum Sicherheitsreformen?“

  1. Ben Teddy schreibt:

    Ach, Deutschland ist schon so multikulti, da ist es wirklich egal wen man in die Uniformen steckt, hauptsache sie sind jung und trigger happy 🙂

  2. XDragoon schreibt:

    Wie war das doch gleich? „There are no black Marines, there are no white, red or yellow Marines – there are only amphibious green Marines!“

    Soll heißen, auch das amerikanische Militär hat immer wieder neue Anläufe gewagt, auch ethnisch nicht der Norm entsprechende Personen in die Streitkräfte zu integrieren. Was in den USA mehrheitlich Schwarze betrifft, wird sich in Deutschland wohl darin äußern, dass die Infopost bald auch in Türkisch erscheinen wird. Aber die Amerikaner haben sich bei der Rekrutierung ihres Kanonenfutters doch wesentlich geschickter angestellt als es nun die Bundesregierung tut.

    Berufsheere haben viele Vorteile gegenüber Wehrpflichtigenarmeen. Mit dem ersten widerspreche ich Dir schon einmal, denn die Berufsarmee ist preisgünstiger. Zu meiner Zeit betrug der Wehrdienst noch neun Monate. Davon waren drei Monate Allgemeine Grundausbildung. In dieser Zeit sind nicht nur die Rekruten selbst, sondern auch deren Ausbilder militärisch nicht zu gebrauchen. Hier wird nur investiert. In meiner Ausbildungskompanie kamen auf fünf Rekruten je zwei Ausbilder und ein Stabssoldat. Und nur die sechs Monate danach war der Wehrpflichtige, so er sich nicht doch noch für einen längeren Dienst entschied, zu gebrauchen. Zumindest, wenn man denkt, dass Salutieren, Zerlegen und Zusammensetzen des G36 und das Auswendiglernen von Dienstgradabzeichen einen jungen Menschen zum Soldaten befähigen. Ein Drittel der gesamten Dienstzeit ist somit schonmal verschwendet gewesen und im Rest der Zeit konnte man mit so jemandem auch nichts Sinnvolles anfangen. Außerdem bindet es qualifizierteres Personal in Form der Ausbilder. Später wurde der Wehrdienst ja sogar auf sechs Monate verkürzt, wodurch sogar die Hälfte davon nur für die Grundausbildung draufging.
    Bei einer Berufsarmee dagegen hat man durch wesentlich längere Dienstzeiten eine deutlich bessere „Ausbeute“. Drei Monate Grundausbildung fallen bei zehn, zwanzig oder dreißig Jahren Dienst nicht ins Gewicht. Man könnte die Ausbildung sogar deutlich verlängern und den Rekruten dann nicht nur beibringen, wie sie im Angesicht des Feinds ihre Waffe demontieren sondern diese vielleicht auch einsetzen können. Zum Vergleich: die Polizeiausbildung dauert zwischen 24 und 45 Monaten (Wikipedia), die Ausbildung zum Jäger 36 Monate (Gesetzestext). Natürlich gehört zu diesen beiden Berufen nicht nur die Waffenausbildung – aber das ist beim Soldatenhandwerk schließlich genauso. D.h. eine längere Dienstzeit ermöglicht es, die Quantität und Qualität der Ausbildung zu verbessern, was auch die militärische Schlagkraft einer Berufsarmee jener einer Wehrpflichtigenarmee überlegen macht.

    Selbiges gilt übrigens auch für den Pflegedienst. Hier sind die Verbände in den letzten Jahren schon immer mehr von Zivildienstleistenden auf dauerhaft angestellte Pfleger umgestiegen. Nicht nur, weil immer weniger junge Männer eingezogen wurden und folglich auch immer weniger den Wehrdienst verweigerten, sondern auch wegen der Qualität. Die Pflegedienstleister waren zu sehr damit beschäftigt, alle drei Monate neue Leute anzulernen, was ihnen zu hohe Kosten bescherte und sich negativ auf die Qualität der Pflege auswirkte.

    Ein ganz anderer Aspekt ist der Einsatz im Inneren. Ich hatte ja hier schon einmal das Prinzip der Inneren Führung verlinkt. Es ist ein, wie ich finde, gutes Prinzip der inneren Friedenssicherung und zur Vermeidung, dass die Armee auf die eigene Bevölkerung das Feuer eröffnet. Und es ist das größte Pro-Argument für eine Wehrpflicht, denn diese verknüpft Bevölkerung und Armee stärker miteinander. Dass dies funktioniert, habe ich in meiner eigenen Bundeswehrzeit auch immer wieder erlebt. Ich wurde sehr oft wenn ich mich in Uniform außerhalb der Kaserne bewegte von wildfremden Personen angesprochen. Meistens von Männern, die selbst gedient haben und hören wollten, wie es denn heute ist nur um dann zu erzählen, wie es früher war. Einmal sogar von einem Iraner, der mal das persische mit dem deutschen Heer vergleichen wollte. Aber z.B. auch von Müttern mit Kinderwagen, die mich fragten, ob ich ihnen helfen würde, selbigen in den Zug zu hieven.

    Man muss also erst einmal formulieren, was man überhaupt will. Will man eine schlagkräftige, womöglich sogar global einsetzbare Armee, so müsste man sich für eine deutliche Verkleinerung der Truppenstärke und eine bessere Ausbildung und Ausrüstung in einem Berufsheer aussprechen. Will man dagegen eine reine Verteidigungsheer, die möglichst schwer gegen die eigene Bevölkerung geschickt werden kann, müsste man für eine Vergrößerung der Zahl eingezogener Rekruten in Form einer Wehrpflicht für Männer und Frauen gleichermaßen plädieren.

  3. sirdoom schreibt:

    Ab Innerer Führung, usw. stimm ich dir vollkommen zu. 🙂

    Aber eine Berufsarmee ist nicht billiger und ich nenne nur mal zwei Gründe dafür: 1. Selbst bei einer Verkleinerung von 250.000 auf 150.000 bringt dir die Verkleinerung nichts, wenn der Wehrdienstleistende vorher 400€ und der Berufssoldat 1600€+ bekommt 😉 Jetzt nur mal Pi mal Auge. 2. Erfahrung aus anderen Ländern: Alle Armeen die in den letzten 20 Jahren umgestellt haben, sind dadurch nicht preiswerter geworden, was neben den Personalkosten auch mit den unterschiedlichen Equipmentanforderungen zu tun hat.

    Was allerdings stimmt ist die erhöhte Einsatzbereitschaft und Professionalität der Berufsarmee, was man aber auch erwarten sollte.

  4. XDragoon schreibt:

    Wie ich schon geschildert habe, kommen auf jeden Wehrpflichtigen in der Grundausbildung 60% eines „richtigen“ Soldaten. D.h. schonmal 400€ + 60% von 1600€ = 1360€
    Und dazu kommt, dass den Wehrpflichtigen die Heimfahrt in Form eines entsprechenden Tickets bezahlt wird. Ich weiß nicht, wieviel die Deutsche Bahn dafür bekommt, aber es nähert den Betrag nochmal an. Für genaue Zahlen müsste ich jetzt allerdings in die Besoldungstabellen schauen. So riesengroß sind die Unterschiede bei gleichem Dienstgrad nämlich auch nicht.

  5. sirdoom schreibt:

    Beispiel für Österreich

    Von 2005: „Berücksichtigt man alle Personalausgaben der Bundeswehr, kostete im Jahr 2005 ein Bundeswehrangehöriger 28 600 Euro im Jahr. Bei den Ländern die eine Berufsarmee haben sieht es anders aus. In Frankreich kostet ein Militärangehöriger jedes Jahr 32 900 Euro, in Belgien 38 400 Euro und in den Niederlanden 57 300 Euro.

    Vor allem die notwendigen Gehaltssteigerungen der unteren Dienstgrade würden dabei ins Gewicht fallen, um den Dienst attraktiver zu gestalten. Auch Verbesserungen bei den Zulagen, Verpflichtungsprämien, eine Erhöhung der Versorgungsrücklagen, die Steigerung von zivilberuflichen Qualifikationen mit Ende der Dienstzeit oder Aufwendungen für die Nachwuchswerbung würden hier auch anfallen.

    Um also eine Berufarmee billiger zu machen als eine Wehrpflichtigenarmee, muss die Anzahl der Soldaten wesentlich geringer sein. Um dabei die bisher schon zu erfüllenden Aufgaben weiter zu erfüllen, muss deren Effienzgrad über alle Maßen gesteigert werden, was in den bereich des Utopischen fällt.

  6. 3-6 schreibt:

    Manchmal kommt bei mir der Gedanke auf, dass die durchschnittliche Geistesverfasssung von Peer vor Abfassen eines Blogeintrags der Zwangslobotomisierung nahekommt.

    1. Staat-im-Staate-Gefasel
    Die Weimarer Republik wurde durch Wahlen abgeschafft, nachdem die mehr oder minder demokratischen Parteien sich zuvor auf der Straße an die Gurgel gingen und ganz allgemein eine Performance an den Tag legten, der „Demokratie“ so beliebt wie Mülltrennung werden ließ.

    2. EU-Ausländer in der Bundeswehr

    Heute schon möglich. Neuigkeitswert nahe 0.

    3. Deppen an die Waffen

    Tja – solange die werten Herren nach dem Abitur aus Bequemlichkeit den Zivildienst oder gar das gekauft Attest bevorzugen weil sie kleine egoistische Pisser sind, werden immer diejenigen Soldat werden, die Gemeinsinn haben oder die auf dem Arbeitsmarkt weniger Marktwert als späteren Sold erzielen können.

    Sprich: das ist schon heute so.

    Wenn ich übrigens so ein debiler, abzugsgeiler Typ wäre, könntest Du ab jetzt von Glück sagen, dass ich es wieder mal nicht zur Kittery und wohl auch nicht zur Nordcon schaffe. Sonst wäre ne hübsche Portion Bordstein/Ketchup für Dich drin.

    Das fände ich dann nämlich ähnlich witzig wie Du diesen hirnverbrannten Eintrag.

  7. sirdoom schreibt:

    1. Das „Staat im Staat-Gefasel“ habe nicht ich mir ausgedacht.

    2. Mir war es neu und ich war auch der Auffassung, dass das allgemein neu ist, da bei der Bewertung der Strukturreformvorschläge gerade dieser Punkt immer hervorgehoben wird in der allgemeinen Berichterstattung.

    3. Es geht um „wesentlich größere Deppen an die Waffen, die außerdem keinerlei Verwurzelung im Zivilleben haben, usw.“ Was ein ganz gewaltiger Unterschied ist, als die übliche Ration Vollidioten, die sich immer, überall finden lassen.

    Zivildienstleistende als Pisser zu bezeichnen ist afaik seit spätestens den 80er eine recht schmerzbefreite Anmerkung. Ach ja, bevor wer fragt, ICH war beim Bund.

    Desweiteren kannst du gar nicht gemeint gewesen sein, weil die Bundeswehr ja noch gar keine Berufsarmee ist. 😉 Bist also kein abzugsgeiler Depp. Und die Argumentationsstruktur „abgekoppelte Parallelgesellschaft mit Elitenbildung bei der Berufsarmee ohne Bezug zur Bevölkerung = lässt sich leichter gegen das eigene Volk einsetzen“ ist doch bitte wohl verständlich, oder?

    Gerade weil in in Ägypten sich gerade so viele Armeeeinheiten geweigert haben, dass die Armeeführung sich schließlich doch gezwungen sah einzuknicken und Mubarak abzusägen.

    Habe ich dafür sorgen können, dass es weniger hirnverbrannt ist? 😉

  8. 3-6 schreibt:

    Die Bundeswehr ist schon seit ein paar Jahren an den Stellen, wo es notwendig ist, eine Berufsarmee. Bisher werden irgendwo halt noch ein paar W9er durchgereicht bzw. akut W6er.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass bald geistig Behinderte eingezogen werden. Leute ohne Schulabschluss mit eingeschränkten Deutschkenntnissen und kaum bis gar nicht vorhandenen Lese- und Schreibfertigkeiten gibt es schon.

    Weniger hirnverbrannt? Nein.

    Fehlende Bildung bedeutet nicht, dass man weniger moralische Standards hat. Du redest hier von Menschen, die durchaus überblicken können, dass sie gerade ihre Gesundheit für andere Menschen riskieren. Und die sollen „die Bevölkerung unterjochen“?
    Abgesehen davon sind wir ein hierarchisch organisierter Haufen (solange die grünen Khmer und die Sozialfaschisten nicht anfangen, auch das noch mit dem Hinweis auf „Innere Führung“ abzuschaffen), solange das Führercorps also „a Hirn“ hat, sind Sorgen unnötig.
    Da würde ich mir lieber Gedanken um die Leute machen, die hochverwurstelt und schön sozial anderen Bürgern das Eigentum nehmen wollen, Gewalt gegen die Exekutive rechtfertigen oder Menschen die demokratischen Rechte absprechen, sobald die Meinung „falsch“ wird.

    Von Diskussionsverboten und blockierten Demos ist es zu Bücherverbrennungen auch nicht mehr weit.

  9. Cunningham schreibt:

    @Henning:

    Mal eine Frage, stand es nicht mal unter Strafe in dem Militär eines anderen Landes zu dienen?

  10. 3-6 schreibt:

    AFAIK ist das in der Schweiz so, d.h. Schweizer, die z.B. in der Legion gedient haben, werden daheim dann strafrechtlich verfolgt.
    Bei uns verliert man seine Staatsbürgerschaft bzw. es ist strafbar, Deutsche in Deutschland für ein fremdes Militär zu werben.

  11. Cunningham schreibt:

    Sehe ich das also richtig, dass es also (für unseren Staat) in Ordnung ist, wenn ein Holländer bei uns als Falschirmjäger dient, wenn ich aber bei der königlich holländischen Marineinfanterie Diene, kann ich meine deutsche Staatsbürgerschaft in den Wind schießen?

  12. 3-6 schreibt:

    Nach EU-Recht gibt es nur noch wenige Ausnahmen, bei denen der Staat auf Menschen mit der eigenen Staatsbürgerschaft bestehen kann.
    Ich kenne den Hintergrund nicht, vor dem die entsprechenden Gesetze geschaffen wurden (Verbote bedeuten ja immer, dass die Tat mal begangen worden ist.), vermute aber, dass bis heute niemand wegen dieser Delikte verurteilt worden ist.
    Ich habe gehört, dass Belgien fremdländische Soldaten einstellt, solange sie eine der Amtssprachen sprechen, ansonsten fiele mir echt nur die Legion ein. Und abgesehen davon, dass ja die Legion die Heimat wird 😉 kann man dort später die französische Staatsangehörigkeit erwerben – der Verlust der ursprünglichen Nationalität wäre dann sowieso egal.

    Auch in den USA ist es so, dass man als fremdländischer Soldat später US-Bürger wird.

  13. sirdoom schreibt:

    Dir ist der Unterschied zwischen einer Argumentationsstruktur, bei der Dinge die historisch schon mehrmals passiert sind und sich damit bei ähnlichem Aufbau wiederholen könnten und der Aussage „Is so, alles Deppen“ bewusst, oder?

    Leute […], die hochverwurstelt und schön sozial anderen Bürgern das Eigentum nehmen wollen, Gewalt gegen die Exekutive rechtfertigen oder Menschen die demokratischen Rechte absprechen, sobald die Meinung „falsch“ wird.

    Sowas ist gesellschaftlich gefährlich, gerade in der schleichenden Variante, aber die haben keine Waffen 😉

  14. 3-6 schreibt:

    Anleitungen, wie man Polizeibeamte am Besten verletzt und Grillanzünder gegen Autobesitzer in Berlin und Hamburg sind schon ein guter Anfang …

    Da gibt es ja auch ein paar historische Parallelen.

  15. Cunningham schreibt:

    Aber um hier nochmal das Feuer anzufachen:

    @doomi:
    Du brauchst keine ausländischen Söldner, damit die „eigene“ Armee aufs Volk schießt. Gerade wir sollten das wissen.
    Ich persönlich glaube nämlich, dass die NVA und die Grenztruppen der DDR gut genug gedrillt waren, um den Machterhalt der SED notfalls mit Gewalt gegen das eigene Volk durchzusetzen.

  16. sirdoom schreibt:

    Brauchen tut man die nicht und man kann sicherlich auch eine „Armee mittem aus dem Volk“ dazu bringen auf die eigenen Leute zu schießen, aber sicherer ist die andere Variante.

    In Ägypten und Tunesien haben sie nicht auf die eigenen Leute geschossen, in Libyen und Bahrain waren es ausländische Söldner oder priviligierte Gruppen, die was zu verlieren hatten, die abgedrückt haben.

  17. Cunningham schreibt:

    Du musst Dir Deine Armee letztlich nur entsprechend erziehen.

    Nebenbei habe ich mich tatsächlich schon seit Tagen gefragt, wie lange diese friedlichen Revolutionen bestand haben und wann diese Leute auf einen Machthaber treffen, der schießen lässt/dessen Leute schießen lassen.

    Lybien war denkbar, aber ein wohlhabendes Land wie Bahrain… was wird aus UNSEREM Öl?

  18. sirdoom schreibt:

    Libyen ist viel, viel wichtiger für die Europäer was schon existierende Verträge und Explorationsvorhaben angeht als Bahrain. Deswegen ist die EU auch so ruhig und schaut zu wie Gaddafi sein Volk abschlachten lässt.

  19. 3-6 schreibt:

    Das ist eben immer die Krux: solange man selbst nicht betroffen ist, kann man alles und jeden gut finden.

    Wobei man sagen muss: ohne Öl kommen wir eine Zeit lang aus, bis neue Lieferanten sich um unser Geld prügeln.

    Aber die kommen nicht ohne unsere Lebensmittel und Medikamente aus. Bzw. nur sehr viel schlechter.

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