„True Blood“

True Blood - LogoGOD HATE FANGS: Vor allem zu medizinischen Zwecken entwickeln japanische Wissenschaftler synthetisches Blut. Dies nehmen die Vampire, die bislang verborgen unter den Menschen lebten, zum Anlass ihre Existenz der breiten Öffentlichkeit bekannt zu geben. Von diesem synthetischen Blut, welches als „Tru Blood“ verkauft wird, können die Vampire nun leben, ohne weiterhin als Bedrohung für Menschen zu gelten. Die Gesellschaft der Vampire ist nach der „Offenbarung„, wie sie das Treten an die Öffentlichkeit nennen, jedoch gespalten. Während manche nun frei unter den Menschen leben, sind andere weiterhin voller Verachtung für diese, da sie sie als minderwertig und „Vieh“ betrachten. Auch unter den Menschen sind die Ansichten unterschiedlich. Viele sind durchaus angetan von der Existenz von Vampiren, doch es herrschen auch Angst und Vorurteile. Zudem gibt es zahlreiche Fanatiker und Gläubige, die Vampire als menschenunwürdig betrachten. Dem gegenüber steht ein alter Vampirkonvent, angeführt von einer Königin, der zur Not auch mit rigiden Mitteln, für die Rechte von Vampiren kämpft.

Tru Blood - ResponsiblySo trifft die Kellnerin Sookie-Stackhouse in Bon Temps(Renard Parish County/Louisiana/fiktive Ortsnamen) auf ihren ersten Vampir, dessen Name „Bill“ sie erst mal zu einem Lachanfall verleitet. Sookie ist Telepathin – und mehr – und muss sich täglich den ziemlich erbärmlich Gedanken ihrer Mitbewohner stellen. Nur Bill kann sie nicht lesen und beide sind vom ersten Moment an fasziniert voneinander. Ein schwerer Fehler, denn Frömmelei, Rassismus, Bigotterie, reaktionärer Grundeinstellung und Gewalt lassen nicht lange auf sich warten. TRUE BLOOD von HBO, basierend auf der Sookie-Stackhouse-Buchreihe von Charlaine Harris, ist der blutige Gegenentwurf zu all dem zahmen „Twillight„-Schrott, der die Hirne der Teenis verschleimt. TRUE BLOOD ist blutig, sündig, brutal, fies, gemein, verschwitzt und abgründig. Es wird geflucht, gevögelt, gesoffen, gekifft, getötet und emotionale Narben hagelt es im Dutzend.

True Blood CharactersDabei ist TRUE BLOOD immer eine Serie mit Vampiren, aber keine Vampirserie. Im Vordergrund stehen immer die Menschen und ihr meist abgründigen Verhaltensweisen. Wenn TRUE BLOOD ab und an doch mal ins romantische abrutscht, kann man sich sicher sein, dass es ein blutiger Höhepunkt ansteht oder es bösartiger, schwarzer Humor vor der Tür steht. Die Schauspieler sind Top, allen voran die bezaubernd freche Anna Paquin. Die deutsche Synchro ist ganz ok, obwohl natürlich der verdammt viel vom Louisiana-Feeling verloren geht, sprich man will zwar beim Ansehen der Serie immer noch automatisch nach einem Whiskey greifen, aber man nimmt nicht gleich die ganze Flasche.

TruBlood - All Flavor

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11 Antworten zu „True Blood“

  1. Andai schreibt:

    Na da lässt du ein zu gutes Haar an der Serie ^^.

    Ich finde sie weist durchaus die ein oder andere Logiklücke auf und überzeugt nicht so recht. Sie ist allerdings besser als twilight und auch besser als Vampire Diaries (keine Kunst).

    Ich habe die Romane vor einiger Zeit gelesen, muss aber sagen, dass sie mir zu anstrengend waren, was speziell in der ICH-Perspektive begründet war. Allerdings die „düstere“ gestaltung einer Vampire-Serie mag überzeugen..wenn ich nur nicht so radikal übersättigt wäre mit dem Thema Vampire….ich will endlich mal eine vernünftige CP/SciFi Serie (Firefly zurück wäre ein anfang) oder etwas Fantastisches/klassisch Fantasy ^^…aber da gibt es nur Müll….ich bleibe dann also bei Dexter und Castle, vorerst.

  2. sirdoom schreibt:

    Dexter und Castle mag ich ja auch.

    Da ich mir Vampirkram seit Jahren nicht angetan habe und es nur nebenbei über den Hype mitbekommen habe, bin ich da nicht übersättigt und wie ich bereits erwähnte: Blutig, nackig, splatterig, bösartig, düsteres Sittenbild USA + Doppelmoral = sehr viele Bonuspunkte.

    In wie weit die Story später unlogisch wird, kann ich nicht beurteilen, weil ich noch ganz am Anfang in Staffel eins hänge 😉

    Bei einer anständigen SciFi-Serie stimme ich dir übrigens zu. SGU hatte durchaus Potential, aber verschenkt dies durch Faulheit und Konsequenzlosigkeit der Autoren andauernd, also im Endeffekt „bäh“. Die Neuauflage von V – Die Außerirdischen hab ich noch nicht gesehen, aber die soll nicht so prickelnd sein. Und sonst gibt es ja eigentlich nichts. Caprica war zwar von der Fragestellung interessant, aber unglaublich langatmig umgesetzt. Chrome and Blood über den ersten Cylon War könnte allerdings was werden.

  3. Andai schreibt:

    Ich sehe, wir gehen wieder recht konform ^^. Ja Caprica blieb leider trotz großer Versprechungen enorm blas und bei Chrom & Blood befürchte ich, dass es zu sehr in den Actionbereich abdriftet, schauen wir mal.

    Leider endet da die Auswahl auch recht fix. Sind leider Randgebiete, vom Interessenbereich.
    Nicht genug Mainstream für das Volk ^^.

  4. Xemides schreibt:

    Eine Besserung im Fantasybereich ist ja mit

    Game of Thrones von HBO

    in Sicht.

  5. Nyx schreibt:

    Ich finde True Blood auch ganz witzig.

    Das wichtigste ist IMHO, dass, genau wie von Doom geschrieben, es eben eine Serie mit, nicht über Vampire ist.
    Schon der Vorspann (ganz unabhängig von der Thematik IMHO einer der besten Serienvorspänne) bereitet einen deutlich darauf vor, dass es – ganz allgemein – Psychopathen jeder Coleur und Sex, Crimes and Rock n‘ Roll in der Serie im Dutzend billiger gibt.

    Gut, Deadwood hat mehr Flüche pro Filmminute und Dexter diese schöne emotionale Kälte, aber sonst dürfte True Blood in den meisten Kategorien die einem US-Evangelikalen die Galle überkochen lassen weit vorne kommen.
    Die Protagonisten brauchen keine Vampire, hellenische Halbgöttinnen o.ä. um sich gegenseitig aus Ignoranz gegenseitig so richtig fertigzumachen. 😀

    In Staffel 2 und 3 wird es zwar abgedrehter, v.a. was das Übersinnliche angeht, aber das das auch immer brav dazu genutzt wird, einfach mal wieder die emotionalen Narben aufzureißen und mit großzügig Salz zu versorgen, verzeiche ich der Serie das.

    Klar, Deadwood, Band of Brothers, Dexter, Generation Kill, Firefly oder die neue Galactica etc. finde auch ich stärker, aber True Blood paßt schon.

    Wenn man schon was vampiriges schauen muss um auch mal die Lady zu ihrem Recht kommen zu lassen… mit True Blood kann man bei der möglichen Auswahl dann nix verkehrt machen… 😉

    Und Iceman… äääh… Eric Northman ist schon ’ne coole Socke.

  6. sirdoom schreibt:

    Was mir dabei einfällt: Gibt es eigentlich eine richtig beschissene HBO-Serie???

  7. Andai schreibt:

    ALso in dem Falle stimme ich euch zu und es ist bei weitem nicht so Klischee-behaftet, wie Twillight usw..vermutlich ist es echt nur die Übersäuerung. Ich gebe dem Ganzen mal eine Chance. Die Aussprache und das ganze Setting sind ja schon so richtig „dreckig“..ich fand die Szene in der ersten Folge auch etwas makaber, aber genial, in der der Bruder von Sookie mit der Nutte poppt, nachdem er den Film gesehen hat, indem sie es mit einem Vampir treibt.

    Das mit Game of Thrones wusste ich noch gar nicht..die erste Folge ist gerade vor Ort, wird zu Gemüte geführt.

  8. Wallace schreibt:

    Da sieht man mal wieder, das wir uns bei solchen Dingen kaum über die Farbe von Rasen einigen können. 😀

    Ich liebe True Blood. IMHO eine der besten Serien aller Zeiten. Aber wenn man keinen „Vampir Kram“ (mehr) mag, dann gefällt einem eine Serie, die als Aufhänger das Outing der Vampirheit hat vermutlich nicht. Hätte ich Dir, glaube ich, auch vorher sagen können. 😉

    Aber was mich dabei wirklich schockiert: Das Du hier einen echten Vergleich mit Twilight und Vampire Diaries anstellst, bei dem es auch noch so klingt, als hättest Du beides gesehen…

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