„Jenseits des Klientels“

Ein Kommentar von Peter Meyer*, im Management eines der großen vier Energieversorger in Deutschland

*richtiger Name der Redaktion bekannt

Da diese links-liberale Ratte von Blogbetreiber mich dazu überredet hat einen Kommentar zur FDP zu verfassen, habe ich mich entschlossen, wenn schon, dann Tacheles.

Wir haben verstandenGuido Westerwelle

Zu seiner Forderung, alle acht derzeit abgeschalteten Kraftwerke, sollten für immer stillgelegt werden, sagte Christian Lindner:

Wir wollen und werden die Energiewende jetzt stärker in Angriff nehmen müssen.

Schnellschüsse und übereilte Forderungen bringen in dieser komplexen Angelegenheit nicht weiter.

Ich sehe in der FDP nicht so starke Anhänger der Kernenergie, dass das eine prinzipielle Frage werden wird.

Man war ja schon so einiges von der FDP gewöhnt, ob Auftritte bei Big Brother, um sich beim Prekariat anzubiedern und den Habenichtsen einzureden, sie würden von Steuersenkungen profitieren, oder Fallschirmsprüngen ohne Fallschirm. Ein Klassiker war es immer, die lustigen Bürgerrechtler kurz vor der Wahl an die frische Luft zu lassen und sie dann wieder einzusperren. Aber am Ende konnte man sich immer auf eines verlassen: Die FDP würde sich für denjenigen bücken, der ihnen am meisten Geld hinten reinsteckte. Diese letzte Verlässlichkeit ist nun auch gestorben und in der nach unten offenen Glaubwürdigkeitsskala befindet man sich im freien Fall. Wir, die Energiewirtschaft, waren seit jeher ein Partner der FDP. Wir haben die Leute verarscht, die etwas Schlaueren geschmiert und die Beratungsresistenten mundtot gemacht. Und nun bricht alles auseinander, weil man bei der FDP nicht mehr weiß, wo oben oder unten ist und welche Hand sie füttert. Davon ab, dass die FDP es anscheinend absichtlich darauf anlegt auch noch das letzte Fünkchen ihres politischen Ansehens zu verspielen.

Mövenpick-Sondersteuer, Dekadenz des Prekariats und dann bricht Westerwelle die Bündnistreue und alliiert sich mit China, Russland und anderen Kommunisten, während Brüderle seine Bewacher abschüttelt und vor dem BDI Amok redet. Erwartungsgemäß folgen desaströse Wahlergebnisse, die bei Westerwelle Visionen auslösen und ihn davon faseln lassen er hätte verstanden und es gelte eine tiefgründige und ausführliche Diskussion innerhalb der Partei zu führen. Und dann ballert Christian Lindner einen Tag später Statements raus, die auch einer der Sprecher dieser Ökoterroristenpartei hätte absondern können.

Um es klar zu sagen, ich würde auch nicht neben einem dieser acht Schrottmeiler wohnen wollen und tue dies auch nicht – ich wohne in der Schweiz, in einer Siedlung mit eigenem Sicherheitsdienst, der dafür sorgt, dass ich mich zumindest am Wochenende nur mit der Unterschicht beschäftigen muss, wenn ich den Fernseher anschalte – aber zu diesem Zeit eine solche Feststellung abzuliefern ist ein Frontalangriff auf die Kanzlerin, den Springerverlag und uns. Und Lindner wird sich noch wünschen die Klappe gehalten zu haben! Da verstehen wir so gar keinen Spaß.

Ob es nun eine Kurzschlusshandlung war, oder die ganze Partei gerade implodiert, eines kann man schon jetzt sagen. Die FDP wird Jahre brauchen, um wieder an die warmen Futtertröge voller €uroscheine gelassen zu werden. Da korrumpieren wir lieber die Grünen. Die sind billiger und stehen wenigstens zu den Versprechen, für die man bezahlt. Denn ob Atomstrom oder nicht, uns geht es um Planungssicherheit. Ob wir die Leute mit AKWs oder Windrädern bescheißen ist uns vollkommen egal!

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