„Dead can dance?“

Eigentlich ist der Karfreitag ja der einer der passensten Tage – neben Fronleichnahm – für eine „Dead can dance“ – Party, wenn es nicht das Gebot der christlichen Taliban unseres angeblich säkulären Staates geben würde, welches Tanzverbote ausspricht, da natürlich alle Menschen Christen zu sein haben und deshalb auch zu trauern und zu beten haben. Und nicht zu tanzen.

Gibt es eigentlich Gründe für solche Tanzverbote? Natürlich nicht! Denn wer in sich kehren will und nicht tanzen gehen möchte, sondern beten, der kann dies ja gerne tun. Das Tanzverbot ist nur eine Zwangsverordnung christlicher Hardliner, um anderen Menschen das Leben zu vermiesen. Weswegen die Verteidiger dieser reaktionären Zwangsverordnungen auch von „kulturellem Erbe“ faseln, obwohl man sich auf gerade mal 62 Jahre zweifelhafte Interpretation des Grundgesetzes beruft…

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25 Antworten zu „Dead can dance?“

  1. Eismann schreibt:

    Na dann… christliche Feiertage abschaffen, ist auch gut für die Volkswirtschaft.

  2. farmerboy schreibt:

    Jupp^^
    Denn auch wenn ich dieses Tanzverbot auch für absurd halte, ohne eine gewisse Religion mit Anspruch auf den Zusatz „Volks-“ wäre heute ein normaler Arbeitstag.

    Was red ich da, ich habe heute doch den ganzen Tag gearbeitet..
    ..fackelt die verdammten ChrisTaliban ab! 😉

  3. sirdoom schreibt:

    Wie kommt ihr von Tanzverbot abschaffen auf Feiertage abschaffen? 😉

  4. Eismann schreibt:

    Kein Tanzverbot -> kein Karfreitag. Kein Karfreitag -> kein Feiertag. Kein Feiertag -> ganz normaler Arbeitstag. Ganz normaler Arbeitstag -> nix mit Tanzen.

  5. XDragoon schreibt:

    Ich bin auch für die konsequente Lösung, direkt alle Feiertage abzuschaffen, denn diese sind die Musterbeispiele für Demokratur und Zwangsleitkultur. Das Tanzverbot dagegen ist „nur“ ein Zusatz, das jedem zusätzlich zum Arbeitsverbot auch noch gewisse weitere Tätigkeiten untersagt.

    btw: http://de.wikipedia.org/wiki/Tanzverbot <= ich finde allein schon bezeichnend, dass es diesen Artikel ausschließlich in deutscher Sprache gibt und dass außer deutschsprachigen Ländern nur der Iran als Beispiel aufgeführt wird.

  6. sirdoom schreibt:

    Falsche logische Kette, weil sogenannte „stille Feiertage“ zusätzlich eine Ausnahme innerhalb der Feiertagsregelung darstellen.

    Demnach also: Kein Tanzverbot > Karfreitag weiterhin normaler Feiertag.

  7. sirdoom schreibt:

    Man kann ja einen Pool an Feiertagen schaffen. Neben dem Sonntag – ein auch gesetzlicher „Ruhetag“ in der Woche ist ja nun kein „Teufelswerk“ – gibt es X Feiertage, die zusätzlich zum normale Urlaub zustehen. Die kann man dann am Geburtstag des Spaghettimonsters oder zu Jesus Wiederauferstehung nutzen und alle sind glücklich.

  8. Eismann schreibt:

    Ohne Tanzverbot macht der Karfreitag aber keinen Sinn mehr. Daher wäre es völlig inkonsequent ihn als „Feiertag“ zu belassen. Entweder ganz oder gar nicht.

  9. sirdoom schreibt:

    „Ohne Tanzverbot macht der Karfreitag aber keinen Sinn mehr.“

    Um ehrlich zu sein, versteh ich nicht. Das Nachstellen von Kreuzigungen zu religiösen Zwecken mit echten „Nägel-durch-Hand-schlagen“ ist in Deutschland auch verboten. Somit also Ostern an sich auch keinen Zweck mehr?

    Es geht mir auch ganz allgemein doch nicht darum Christen – oder anderen religiösen Menschen – ihren Feiertag „kaputtzumachen“, sollen sie doch ruhig beten und gedenken und feiern. Es geht nur darum ihn für Anders- und Nichtgläubige zu entschärfen…

  10. Eismann schreibt:

    Diese Entschärfung wäre seine Entfernung als staatlich sanktionierter Feiertag. Denn Anders- und Nichtgläubige haben an dem Tag ja eh nix zu feiern.

  11. sirdoom schreibt:

    Wenn durch die Entfernung des Tanzverbotes ein Feiertag kein Feiertag mehr wäre, dann wären u.a. der Neujahrstag, der Tag der Arbeit(1. Mai), Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, MariäHimmelfahrt, der Tag der Deutschen Einheit, Reformationstag,sowie der 1. Weihnachtstag und der 2. Weihnachtstag keine Feiertage, da an ihnen kein Tanzverbot besteht. Siehe „Stille Feiertage„.

    Desweiteren hat die Bundesrepublik in ihrer Weisheit beschloss, allgemeine Feuertage unabhängig von der Religion für jeden zum Feiertag zu machen, da man nicht Christ sein muss, um da dann frei zu haben.

  12. Joachim schreibt:

    Unser Nachbar hat am Karfreitag die Motorhacke angeschmissen. Aber getanzt hat er dabei nicht. Und es hat ihn auch kein Blitz getroffen (leider)!

  13. sirdoom schreibt:

    Motorsäge am Feiertag find ich viel unpassender als Musik!

  14. Andai schreibt:

    Wobei ich mich über dieses lange Wochenende nicht beschweren mag und im Club war gestern auch so manches los, vorallem auf der Tanzfläche..bei der Wärme sogar arg unchristlich gekleidet…stört mich nicht im geringsten ^^.

  15. Eismann schreibt:

    „Kein Tanzverbot -> kein Karfreitag“, nicht kein Tanzverbot -> keine Feiertage allgemein“. Die Regelungen für „stille Feiertage“ sehen, wie im Link ja sogar beschrieben, anders aus. Zu Weihnachten darf man gerne tanzen, denn das ist ein Tag der Freude. Ändert also nichts daran, dass man der Konsequenz nach den Karfreitag dann als Feiertag streichen müsste. Oder besser gleich alle christlichen Feiertage, damit wird Nicht- und Andersgläubigen ja nur das Christentum aufgedrängt. Wird zumindest die FDP freuen.

  16. sirdoom schreibt:

    Dann bin ich für den Ausbau christlicher Feiertage, wenn das im Umkehrschluss die FDP ärgert.*g* Andererseits ärgert der Abbau von christlichen Feiertagen die CDU. Schwere Zwickmühle…

    @Tanzverbot/Karfreitag: So ganz versteh ich die Argumentation immer noch nicht, vielleicht fehlt mir diesbezüglich auch einfach das Einfühlungsvermögen.

  17. Eismann schreibt:

    Das hat mit Einfühlungsvermögen nix zu tun, das ist bloß mangelnde Konsequenz 😉

  18. sirdoom schreibt:

    Gnaaa, da bin ich mir nicht so sicher. Mangelnde Konsequenz klingt immer so nach „alternativlos“. Und wenn ich das Wort höre, werde ich immer misstrauisch…

  19. Eismann schreibt:

    Es ist Zeit für Osterfeuer, nicht für Strohpuppen 😉

  20. Cunningham schreibt:

    Wo wir schon dabei sind, bin ich für die Umbenennung um abänderung des 1. Mai!

    Wir nennen ihn ab sofort „Tag der Arbeiter“ ja, ich weiß, das klingt kommunistisch… und wir verschieben ihn vom 1. Mai auf den ersten Montag im Mai, damit wir nicht wieder in diesem Schröderdilemma landen wie dieses Jahr!

  21. Henning schreibt:

    Am 1. Mai darf kein aufrechter Antifaschist feiern – der wurde nämlich von Hitler gestiftet 😉

  22. sirdoom schreibt:

    Jein, davon ab, dass es den 1. Mai als Tag der Arbeit weltweir schon länger gab, haben die Nationalsozialisten, nachdem man sich in der Weimarer Republik vor – wie üblich – nicht einigen konnte, 1933 als gesetzlichen Feiertag eingeführt, unter dem Namen „Feiertag der nationalen Arbeit“. Am 2. Mai 1933 wurden dann die Gewerkschaften in Deutschland verboten und die Gewerkschaftshäuser gestürmt…

    Aber ich verstehe schon, worauf du hinaus willst*g*

  23. XDragoon schreibt:

    Hier mal eine Auswahl verschiedener Feier-, Gedenk- und Aktionstage – da könnt Ihr Euch ja gerne ein Best-Of zusammenstellen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Gedenk-_und_Aktionstage

  24. Cunningham schreibt:

    Also ich habe da schon einige gefunden, die ich gerne Feiern würde.
    Das blöde ist nur, dann müsste ich Halloween auch anerkennen und dass tue ich nicht!!! 😉

  25. Wallace schreibt:

    Da will man ganz individiuel den Talk-like-a-pirate-day (Arr!) feiern, und dann machen die Glaubensbrüder von den Pastafaries das schon seit ihrer glorreichen Gründung… man man man, ich weiß über meine eigene Religion etwa so viel wie die Christen von ihrer. Peinlich! RAmen.

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