„Review – Einfach zu haben“

Ich war schon immer ein großer Fan von John Hughes (Breakfast Club, Ferris macht blau), aber diese Sorte Film schien schon leider 10 Jahre vor ihm gestorben zu sein. Ansonsten liefern sich High School und College-Komödien meist ein Rennen darum, wer unwitziger ist und Darsteller und Zielgruppe mehr demütigt. Oder es wird christliche Sittlichkeitspropaganda verbreitet. Doch glücklicherweise grinste mich dann die bezaubernde Emma Stone vom Cover der DVD an und wer kann schon einer Frau widerstehen, die bei Superbad und dem sehr genialen Zombieland schon toll war?

Die eher unauffällige Olive Penderghast(Emma Stone) hat sich eine Notlüge gegenüber ihrer besten Freundin ausgedacht. Aber da Schulklo-Wände Ohren haben und die örtliche junge Christenunion auf dem Feldzug gegen Unsittlichkeit ist, wächst sich das Gerücht immer weiter aus. Olive beschließt, wo sie nun eh schon ein Flittchen ist, kann sie auch genauso gut einfach weitermachen. Mit ziemlich fatalen Folgen, denn die Leute, die sich das Maul zerreißen, haben alle ihre eigenen kleinen Lügen…

Einfach zu haben – im Original „Easy A“ – spielt geschickt mit dem Ehebrecherdrama „Der scharlachrote Buchstabe“ und versetzt es als modernisierte Variante mit einem kleinen Twist ins Amerika 2010. Und das mit Tempo, viel Witz, glaubwürdigen Charakteren, bissigen Dialogen, echtem Verständnis für die Sorgen und Nöte der Protagonisten, ohne Kitsch und Moralkeule und mit so einigen Seitenhieben auf die religiöse Rechte, die gerade in den USA wieder versucht die Hoheit über die Verhaltensregeln zu erlangen. Und Emma Stone spielt mit! Absolut empfehlenswert!

 

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