„Review – Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“

Mal was vorweg: Mir sind dann doch etwas die Augen aus dem Kopf gefallen, als ich zwei Karten für den Film abgeholt habe und die nette Frau beim Cinemaxx freudig  „27€“ sagte und wir reden hier nicht über Loge oder so. 3D + Überlänge + Wochenende + ist halt = 13,50€ pro Parkettkarte. Ehrlich gesagt verdammt ausverschämt. Gerade auch der 3D-Aufschlag ist eine Frechheit, wenn man bedenkt… aber dazu später…

Captain Barbossa (Geoffrey Rush) arbeitet für die englische Krone, Captain Jack Sparrow (Johny Depp) versucht Master Gibbs (Kevin R. McNally) aus dem Knast in London zu holen. Sparrows alte Flamme Angelica (Penélope Cruz) taucht auf und es funkt gewaltig. Captain Blackbeard (Ian McShane) hat die Black Pearl eingesackt. Die Spanische Krone hat ihre besten Leute losgeschickt und alle sind auch der Suche nach dem Jungbrunnen. Und Meerjungfrauen, bzw. deren Tränen. Für das Ritual. Und zwei silbernen Kelchen. Als irrelevante Nebenhandlung verknallen sich eine Meerjungfrau und ein junger Prediger. Und Blackbeards Offiziere sind Zombies, was aber irgendwann in der Mitte des Films einfach aus dem Drehbuch verschwindet.

PotC - OsT01Grob ist der Film in drei Teile aufgeteilt. Londoner Fluchtaction, auf See und Indiana Jones TempelAction. Depp als Sparrow ist wie immer brilliant, Penélope Cruz passt als widerborstige Partnerin ganz wunderbar. Noch besser sind Szenen in denen Rushs Barbossa und Sparrow zusammen agieren. Da bleibt Ian McShane, der so absolut genial in Deadwood war, als Blackbeard geradezu zwangsläufig etwas blass, aber immer noch gut. Der junge Priester ist total überflüssig. Die Meerjungfrauen sexy, doof und jugendfrei. Der Auftritt der Spanier am Jungbrunnen ist hingegen geradezu genial. Der vierte Fluch der Karibik-Teil wirkt insgesamt wieder wesentlich frischer als Teil zwei und drei, ist spannend und witzig, auch wenn 1-2 kleine Hänger drin sind, die man aber verzeihen kann.

PotC - OsT02Der Soundtrack ist ein gutartiger Hans Zimmer(TM) – Soundtrack, den man auch aus den drei Vorgängern kennt. Technisch hingegen sieht es schon schlimmer aus. Grundsätzlich wäre an der Qualität der SFX nicht viel zu meckern, aber ein leichter Grauschleier liegt über dem gesamten Film. Und damit sind wir beim eingangs erwähnten 3D. Vollkommen lächerlich dafür Aufschlag für zu verlangen. Die 3D-Effekte sind minimal, nicht wirklich gut und häufig genug stehen Gegenstände und Personen falsch, so dass der Effekt so richtig danebengeht. Ich hab schon nachträglich in 3D konvertierte Filme gesehen, die da besser aussahen. Ernsthafter Tipp: Wenn möglich den Film in 2D anschauen, sieht besser aus!

Fazit: Wer Captain Jack, Barbossa, Piraten und Abenteuerfilme mit Witz mag, kommt am vierten Ausflug von CAPTAIN Jack Sparrow trotz leichter Schwächen nicht vorbei! Wer Piraten grundsätzlich doof findet, kann gerne zu Hause bleiben, ist aber eigentlich eh nicht Zielgruppe… 😉 3,5 von 5 swashbuckelnden Piratensäbeln

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12 Antworten zu „Review – Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“

  1. Cunningham schreibt:

    @doomi:
    Guyver und ich haben uns mal Deinen Rat zu Herzen genommen und gucken den uns morgen in 2-D an…

  2. sirdoom schreibt:

    Ihr werdet Geld sparen, ein besseres Bild haben und gut unterhalten werden! *prophezei* 🙂

  3. Andai schreibt:

    Sehr wahrscheinlich, aber das ist bei mir mittlerweile der Grund, warum ich mir fast immer die Filme in 2D angucke, wenn möglich…echter Wucher und vorallem hab ich mittlerweile mehr als genug 3D BRillen, aber jedes Mal wenn ich die mitnehme, muss ich trotzdem für eine neue zahlen…^^

    Also ich guck ihn mir samstag in 2D an ^^.

  4. sirdoom schreibt:

    Es gibt auch durchaus Filme, wo sich die 3D-Fassung lohnt – Avatar, Tron Legacy – weil man sich da wirklich Gedanken gemacht hat, wie und wofür man da 3D über den ganzen Film hinweg einsetzen will. Böse gesagt kann man solche Filme auch als Tech-Demos bezeichnen 😉

    Wenn man es nur auf 1-2 Effekte anlegt und den Rest des Film rumstümpert, sprich die Rückseite von Personen 3D-verzerrt in den Raum strahlt oder die Perspektive versaut, usw. dann brauch man kein 3D, geschweige denn den Aufschlag.

  5. Andai schreibt:

    Aye, sehe ich auch so und das wird heutzutage mit jedem zweiten Film gemacht. Ich gehöre zu der Sorte, die bei den schlecht nch geschliffenen „möchtegern“ 3D Filmen schnell Kopfschmerzen kriegt. Avatar und Tron:Legacy waren da wirklich top beispiele, die waren aber auch von vornherein genau darauf ausgelegt.

    Pirates of the Caribean habe ich jetzt in 2D gesehen und der Film war gut, aber 3D musste da beim beste willen nicht sein.

    Gleiches gilt ja auch für Transformers 3, sicherlich nett anzuschauen, aber ich mag dann doch lieber die Wahl haben OB ich überhaupt 3D sehen mag und nicht müssen, weil es mehr Geld in die Kassen spülen kann.

  6. Cunningham schreibt:

    So, wir haben den vierten Teil von Pirates of the Caribbean auch in 2D gesehen.

    Leider hatten wir ein paar mal Probleme mit dem Ton, ansonsten war das ein wirklich gelungener Film.

    Sehr geil war auch die interaktive Werbung für Backfisch, wo sich zwei Laiendarsteller als streitendes Pärchen gebärdeten…

    Er zu ihr: „Du siehst aus wie Pökelfleisch!“

  7. sirdoom schreibt:

    *rofl*

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