„Der kurze Dienstweg“

Schon lange wird vermutet, dass das von den Verlegern geforderte Leistungsschutzrecht für Presseerzeugnisse durch Lobbydruck in den dritten Korb der Urheberrechtsnovelle kommt, zum Nachteil aller Bürger. Mit dem leistungsschutzrecht wollen sich die Verleger eine Pauschalgebühr für ihre Machwerke sichern und sich sogar Überschriften rechtlich schützen lassen. Das Zitatrecht wird ausgehebelt, es soll ein informationsmonopol geschaffen werden. Allerdings bestand eigentlich noch Hoffnung, da die dies alles erst noch beraten werden und verschiedene Experten gehört werden sollten. Aber dies erweist sich jetzt als illusorisch und zeigt mal wieder die Bananenrepublik Deutschland auf. Dietrich von Klaeden, Leiter für Regierungsbeziehungen Axel Springer AG, twitterte vor einigen Tagen, dass das umstrittene Leistungsschutzrecht mit dem dritten Korb der Urheberrechtsnovelle kommen wird.

Wer meint, dass ihm der Name bekannt vorkommt: Dietrich von Klaeden ist der Bruder von Eckart von Klaeden(CDU), seines Zeichens  Staatsminister im Bundeskanzleramt. Da wurde mal wieder der ganz kurze Dienstweg genutzt.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter imperiale Politik, Kunst&Kultur, Netzwelt, verbale Diarrhoe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu „Der kurze Dienstweg“

  1. Pingback: “Leistungsschutzrecht für Versager” |

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.