„Review – 72 Stunden – The Next Three Days“

John Brennan (Russel Crow), Hochschuldozent am örtlichen College, seine Frau Lara (Elizabeth Banks) und der gemeinsame Sohn Luke leben in Pittsburgh. Ihr ruhiges Middle-Class-Leben endet abrupt, als die Polizei in ihr Haus eindringt und Lara unter Gewaltanwendung festnimmt: dringender Mordverdacht an Laras Chefin. Diese wurde mit eingeschlagenem Schädel im Parkhaus von Laras Firma aufgefunden. Die Tatwaffe: ein Feuerlöscher. Lara hatte unmittelbar vor der Tat vor Zeugen Streit mit der Frau. Ein Kollege sieht Minuten nach der Tat sowohl die Leiche am Boden liegen als auch Laras Wagen, wie er den Parkplatz direkt neben der Toten verlässt.

72hTNTD - LogoDie Beweise gegen Lara sind erdrückend, ihre Fingerabdrücke auf der Tatwaffe, Blut der Ermordeten auf ihrem Mantel. Laras Aussage, eine wahrscheinlich Obdachlose sei im Parkhaus mit ihr kollidiert und in Eile fortgelaufen, ist nicht verifizierbar. Lara wird zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Nachdem Revision und Wiederaufnahme abgelehnt wurden, versucht Lara Brennan Selbstmord zu begehen und John Brennan entschließt sich zu einem Prison Break. Dazu braucht er Geld, Informationen und Rücksichtslosigkeit, was er sich im Laufe des Planes alles aneignet. Doch am Ende wird die Zeit knapp, denn Lara soll verlegt werden und John muss seinen Plan  vorverlegen. Der Film geht es gemächlich an und wird dann richtig spannend, gerade auch weil Lara schuldig ist. Die Ausbruchsvorbereitungen sind gut gemacht und der Plan überzeugend. Auch die Ausführung ist sehr gelungen und dann geht es bergab…

SPOILER: Die weibliche Hauptrolle nervt ab einem gewissen Zeitpunkt einfach nur noch mit dem Höhepunkt eines weiteren Selbstmordversuches auf dem Highway, als durch widrige Umstände der Sohn nachgeholt werden müsste, was in einer unglaublich dämlichen Aktion mündet, bei der es alle verdient hätten verhaftet und hingerichtet zu werden. Und am Ende wird auch noch aufgesetzt nachgereicht, dass Lara Brennan natürlich auch noch unschuldig ist und keine Mörderin, was ja gerade die emotionale Seite noch halbwegs spannend hielt. Das hat für mich den ansonsten durchaus gut gemachten Film so richtig verrecken lassen. /SPOILER ENDE

N3D_4083.NEFFAZIT: 2,5 von 5 Ausbruchsversuchen. Der Film unterhält über große Teile und ist anständig gemacht. Mir haben allerdings die beiden oben genannten Punkte das Sehvergnügen sehr vermiest, was allerdings nicht jedem so gehen muss. Ich warne aber trotzdem und empfehle als Alternative eine Staffel Prison Break.  Ach, außerdem ist auf der Kinowelt-Bluray/DVD-Verleihfassung ein Abspielschutz drauf – ich vermute XProtect – der mit absichtlich kaputten Master Tables meinen Samsung DVD-Player 4x zum Absturz gebracht hat. Auch wieder lustig, weil theoretisch vorhandene, semi-legale Methoden der Betrachtung dieses Filmes natürlich keinerlei Probleme bereiten…

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3 Antworten zu „Review – 72 Stunden – The Next Three Days“

  1. Agent Pöhlemann schreibt:

    Das Review kann ich nur unterschreiben.
    Hab ihn im Kino gesehen, stand vor der Wahl ob Public Enemies oder eben diesen hier.

    Wobei ich sagen muss: Habe im nahchinein Public Enemies auf BR geguckt und war jetzt auch nicht sooo überzeugt. Aber wenigstens hatte der Tommy-Guns und coole Karren.

    Von Russell habe ich dafür gelernt wie man Autos knackt und dass man schnieke Single-Frauen für seine psychopatische alte Schnalle stehen lassen soll.
    Und da sage noch einer Hollywood sei nicht sozialkritisch. Ha!

  2. sirdoom schreibt:

    Das mit dem Autos knacken war echt nett*Plopp**g*. Ich wäre übrigens stark in Versuchung gewesen meine Psycho-Ehefrau im Knast zu lassen und mich an 13 ranzuschmeissen*g*

  3. 3-6 schreibt:

    Ich fand ihn gar nicht schlecht, vor allem weil es viel weniger um irgendwelches Insiderwissen ging sondern insbesondere um Mindset.
    Das das Ende typisches Popcornkino ist, fand ich verzeihlich.

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