„In Flames – Sounds of a Playground Fading – Quo vadis?“

Da sind wir nun beim zehnten Studioalbum von In Flames angekommen. Einer Band, welche die Entwicklung des Melodic Death Metal, bzw. des Gothenburg Metal entscheidend mitgeprägt hat. Und man muss sich fragen, ob die Entwicklung der Band eine zum besseren ist, oder wie so oft in die falsche Richtung führt, was eine nicht ganz so einfache Frage ist.

Oldschool-Fan-Kritik: Meine erste In Flames CD war Colony und ich war begeistert. Whoracle, The Jester Race/Lunar Strain und natürlich der Meilenstein Claymen; quasi das Black Album von In Flames in Retrospektive. Folgt man diesen ausnahmslos guten bis brillianten Alben, dann ist Sounds of a Playground Fading einfach nur angepasster Mainstream-Schrott. Alternative -Rotz plus New Metal Gehoppel. Bösartiger Höhepunkt ist das Lied Liberation, was auch auf einer beliebigen Alternative Rockscheibe stehen könnte. Was man positiv verbuchen kann: Die Gitarrenarbeit ist wieder wesentlich besser, gerade was Soli angeht.

Halbwegs objektive Kritik: Wenn man sich von dem Gedanken verabschiedet hat, dass In Flames Anno 2011 immer noch In Flames von Mitte der 90er sind und man eigentlich über eine  andere Band redet, dann sieht die Sache doch freundlicher aus. Sounds of a Playground Fading ist moderner Metal, der sich der ganzen Bandbreite der vorhanden Möglichkeiten bedient und mühelos alle möglichen Konkurrenten deklassiert.

Aber was heißt das nun? Aus Sicht von Fans von The Jester Race/Lunar Strain sind In Flames tot, Ende und aus. Ich empfehle zum trösten die aktuelle Arch Enemy Scheibe Khaos Legions[Hörprobe]! Wer auch mit Reroute to Remain noch glücklich war und sich zwiespältig die Nachfolger gekauft hat, der kann auch Sounds of a Playground Fading eine Chance geben. Wer In Flames erst seit Instant Clarity und A Sense of Purpose kennt darf freudig zugreifen.

Persönlich bin ich stark am zweifeln, ob ich mir noch eine weitere In Flames CD kaufen werden…

Hörprobe: In Flames – Deliver us

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3 Antworten zu „In Flames – Sounds of a Playground Fading – Quo vadis?“

  1. wusselpompf schreibt:

    „Aus Sicht von Fans von The Jester Race/Lunar Strain sind In Flames tot, Ende und aus. Ich empfehle zum trösten die aktuelle Arch Enemy Scheibe Khaos Legions[Hörprobe]! Wer auch mit Reroute to Remain noch glücklich war und sich zwiespältig die Nachfolger gekauft hat, der kann auch Sounds of a Playground Fading eine Chance geben. “

    Mhh, sehr zwiespältige Geschichte. Ich bin ja nicht son super-purist und kann anerkennen, dass Bands sich weiterentwickeln, und so songs wie Moonshield oder Ordinary Story lassen sich eh nicht wiederholen – von daher konnte ich auch reroute to remain oder come clarity noch einiges abgewinnen – allerdings andererseits ist das alles auch wieder nichts, was mich fieberhaft aufs nächste album warten lässt.

  2. sirdoom schreibt:

    Dann würde ich ernsthaft empfehlen vorab reinzuhören, denn einige Songs wirst du sicherlich gut finden, aber bei anderen wirds eher ein „wuärgs“ geben.

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