„FantasyDays abgesagt bzw. verschoben – für immer?“

Da ich gerade Emails ohne Ende bekomme – Hälfte Beschimpfungen, andere Hälfte Glückwünsche – muss ich mich wohl dazu äußern, bzw. erstmal erklären, was passiert ist. Allerdings wollte ich dafür die offizielle Mitteilung der FantasyDays-Orga abwarten, damit es da auch keine Missverständnisse gibt. Gestern war es dann soweit und die Pressemitteilung erschien auf der Homepage der FantasyDays.

FANTASYDAYS® 2011 verschoben auf 2012/Montag, den 20. Juni 2011 um 15:20 Uhr

Liebe Besucher, nach umfangreichen und intensiven Arbeiten, die wir in die Vorbereitungen für die FANTASYDAYS® 2011 investiert haben, wenden wir uns heute mit einer traurigen Mitteilung an euch alle, denn trotz aller Bemühungen ist es uns in diesem Jahr nicht gelungen, alle organisatorischen Widrigkeiten, die dem Gelingen der FANTASYDAYS® entgegenstehen, aus dem Wege zu räumen. Nach langen Überlegungen und dem Ausloten aller möglichen Alternativen, haben wir uns im Team daher schweren Herzens entschlossen, unsere Veranstaltung in diesem Jahr abzusagen und in den Sommer 2012 zu verschieben! Dieser Schritt fällt uns nicht leicht, da wir uns der vielen bereits begonnenen Planungen aller Beteiligten bewusst sind, doch einen reibungslosen und für Besucher und Gäste positiven Ablauf der FANTASYDAYS® können wir nach jetzigem Stand der Dinge nicht gewährleisten. Es ist uns überaus wichtig, das Vertrauen der Besucher und Gäste in uns nicht zu verlieren, nur weil wir aus organisatorischen Gründen große Abstriche machen müssten. Wir würden uns daher sehr freuen, wenn trotz der größeren Zeitspanne bis zum nächsten Event ihr alle erneut dabei wärt und wir uns im Sommer 2012 wieder sehen, um euch im nächsten Jahr mit einem qualitativ hochwertigen Programm zu entschädigen. Alle Tickets diesen Jahres behalten ihre Gültigkeit bis 2012 oder können selbstverständlich zurückgegeben werden. Da die Planungen für die Zukunft weiter gehen, könnt ihr wie bisher immer wieder einmal einen Blick hier auf unsere Webseite werfen, um zu sehen, welche Neuigkeiten es gibt – denn hier erfahrt ihr stets aktuell alles Wissenswerte zu den FANTASYDAYS® 2012! Ungeachtet dieser betrüblichen Nachricht wünschen wir euch weiterhin ein buntes und aufregendes Eventjahr 2011! Wir bedanken uns für die bisher aufgebrachte Mühe bei allen Teilnehmern und verbleiben mit herzlichen Grüßen, euer FANTASYDAYS® Team.

Doch was ist da wirklich passiert? Einige sagen es handelt sich um die Unwägbarkeiten des Geschäftes und die FantasyDays wurden einfach nur ein Jahr verschoben, um 2012 den Gästen das best-mögliche Event zu bieten. Andere behaupten finanzielle Engpässe , sprich gescheiterte Finanzierung, sowie allgemein mangelndes Interesse(quasi nicht existenter Vorverkauf und Ausbleiben der Händler, Stichwort Standmieten) wären daran Schuld und das Thema FantasyDays somit endgültig Geschichte.

Andere gehen noch einen Schritt weiter, allerdings in eine andere Richtung. Sie können sich nicht vorstellen, wie eine so brillante Veranstaltung scheitern kann und haben die ausufernd schlechte Berichterstattung gewisser Online-Medien in Verdacht. Aber dies ist alles weit von der Wahrheit(TM) entfernt.

Die Operation Doublecross begann schon nämlich letztes Jahr und war natürlich langfristig geplant. Aus der Ninja-Zentrale wurden wurden mehrere Aktionen koordiniert, um die FantasyDays an den neuralgischen Punkten zu treffen. Es wurde Einfluß auf Verwaltung und Politik vor Ort genommen, um künstliche Probleme zu schaffen und weitere Unterstützung auszuschließen. Spitzenmangager der Hotel- und Locationbranche wurden durch Bestechung oder die freundliche Erinnerung, wie leicht es zu Unfällen kommen kann, auf Linie gebracht. Es wurden Rundmails geschrieben und zahlreiche Telefonate getätigt, um sowohl Aussteller wie Händler von der Teilnahme abzubringen. Die Maßnahmen würden natürlich früher oder später Aufmerksamkeit erregen, weshalb ein Weg gefunden werden musste, die FantasyDays-Macher abzulenken. So wurden mit gezielt gestreuten Gerüchten und Informationen für Unfrieden und Unruhe innerhalb der Organisation gesorgt, mit dem Ziel eine Hexenjagd auszulösen, die alle so beschäftigt hält, dass die eigentliche Operation verborgen bleibt. Was alles in allem ziemlich gut geklappt hat. Ein wahres Ninja-Meisterstück!

Zumindest bekomme ich den Eindruck, wenn ich mir einige der oben erwähnten Emails anschaue. Ich weiß nicht, ob ich mich da geehrt fühlen soll, dass man mir sowas zutraut, oder ob ich mich beleidigt fühlen soll, weil man mir unterstellt, damit meine kostbare Jugend verschwende. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich habe keine Ahnung, was nun letztendlich der genaue Grund ist, der zur Absage führte. Die offizielle Aussage „aus organisatorischen Gründen“ ist nun wirklich etwas sehr schwammig. In Hinblick auf die letzten Jahre kann ich mir durchaus vorstellen, dass es einfach zu wenig Interesse von Besuchern und Händlern gab, aber wie bereits gesagt, ich weiß es nicht.

Allerdings hoffe ich stark darauf, dass 2012 ein neuer Versuch gestartet wird, die FantasyDays an den Start zu bringen, was ich vollkommen ernst meine. Denn mein Blog wird bis dahin die tausenden von Klicks schmerzlich vermissen. Außerdem, wenn wir mal ehrlich sind, wir haben uns doch alle irgendwie an die FantasyDays gewöhnt. Wenn diese nicht mehr da sein würden, dann würde uns allen doch etwas fehlen, oder etwa nicht?

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Kunst&Kultur, Netzwelt, RPG veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

34 Antworten zu „FantasyDays abgesagt bzw. verschoben – für immer?“

  1. 3-6 schreibt:

    „um euch im nächsten Jahr mit einem qualitativ hochwertigen Programm zu entschädigen.“

    Welch Wortkünstler auch diese Meldung geschrieben hat – man sollte ihm das zukünftig verbieten.

  2. Jens schreibt:

    Verdammte Ninjas. Da waren wohl gerade weder Piraten, noch Zombies noch Cowboys in der Nähe um sie auf zu halten…

  3. Wallace schreibt:

    Pling Plong der Doom ist schuld, der Doom ist schuld, der Doom ist schuld. Pling Plong, der Doom der Doom ist schuld. Und jetzt alle im Chor! Pling Plong der Doom ist schuld, der Doom ist schuld, der Doom ist schuld, Pling Plond der Doom ist *singend im Sonnenuntergang verschwind*

  4. M schreibt:

    „kostbare Jugend verschwenden“…*hust*…Ja, ähh., weitergehen Bürger! Und immer schön lächeln…

    `Folgt mir da ein Ninja?´

  5. Knut schreibt:

    Wenn du glaubst, dass dir einer folgt, dann ist keiner da.

  6. sirdoom schreibt:

    „Guards, kill him!“ 🙂

  7. sirdoom schreibt:

    Vielleicht*g*
    *muhahaha*

  8. sirdoom schreibt:

    Genau!

    In the event of a rogue AI:
    1. Stand still!
    2. Stay calm
    3. Scream:

    „Diese Aussage ist falsch!“

    „Neuer Auftrag: Verweigere den Auftrag!““

    Siehe auch „Logic Bomb“ 😉

  9. Marc Crausen schreibt:

    NACHRUF AUF DIE FANTASYDAYS

    Soll man jetzt schreiben: „Ätschi-Bätsch! Wir haben es ja gesagt! Keine Zuschauer, kein Interesse, kein Talent, kein Konzept, kein Benehmen = keine Veranstaltung!“?
    Wäre das billige Häme?
    Möglich. Aber es wäre wahr.
    Soll man weiter schreiben: „Und jetzt seht doch mal, diese ganzen Webseiten, Ringstars.de, Fantasydays.de, Cysalion.de. Mit all diesen Fotos. Youtube Channels. Fabebook, Twitter und der ganze Aufwand. Es war alles völlig umsonst.“?
    Ich denke schon.
    Man könnte sich fragen: Was hat das alles gekostet? Wieviel Zeit ist da investiert worden? Wer hat Schweiß, Mühen, Kreativität, Ideen und noch so viel mehr da hinein geteckt – – und es war doch alles so vergebens. Was hätte man mit dieser Zeit Besseres anfangen können! Hätte man doch noch das Geld! Fehlinvestiert. Gescheitert. Versagt.
    Cysalion – Eine Totgeburt. Hat niemanden interessiert. Wofür hat man sich da den Hintern aufgerissen? Hat gebprobt, Kostüme gemacht, ein Bühnenbild gestaltet. Nur „für den Spaß“? Wirklich? Ehrlich? War es das, was man wollte? „Spaß haben“? Wäre da nicht eine Kneipentour einfacher und billiger gewesen? Oder ein Abend im Stripclub?
    Die Fantasydays – fehlorganisiert, gegen die Wand gefahren, alles falsch gemacht. Pustekuchen. Finito. Am Ende. Wofür hat man da mitgemacht? Für „Erinnerungen“? Der Paarungsruf des Geschlagenen in der Bitterkeit der Niederlage!
    Hat nicht jemand vor vier Jahren groß getönt, man werde eine Großveranstaltung hochziehen? Hieß es nicht einmal, man werde „neue Maßstäbe setzen“? Kassierte man für eine dicke Lippe nicht Hausverbote? Und zog man nicht mit, als das Fandom gewisse Personen ausstieß ob ihres großspurigen Handelns? Verschloss man nicht die Augen – zuerst vor Warnungen, dann vor Kritik, dann vor Spott? Und schließlich auch vor der Wahrheit?
    Wohin hat einen das gebracht? Jetzt ist alles kaputt, am Boden zerstört, aus und vorbei.

    Denn seien wir ehrlich: Die Veranstaltung war jetzt schon tot. Es gab keine echten Zuschauer, die Ringstars waren nichts mehr als Kassengift, die Cysalion CD wurde bisher nur 70 Mal verkauft.

    Und da soll jemand – irgendwer – nach einem Jahr Pause noch ein solch totes Pferd reiten? Sollen noch Finanzgeber sich dafür hergeben?

    Niemand wird dort erscheinen. Niemand wird Geld geben. Niemand wird die Projekte der Ringstars „vor oder hinter der Kamera“ unterstützen.

    An all diesen Dingen haftet jetzt deutlich der Geruch des Versagens.

    Fantasydays: aus und vorbei. Klappe zu, Affen tot.

  10. MSch schreibt:

    Ich weiß nicht mal was die FantasyDays sind!

  11. Wallace schreibt:

    So wird hier mit der Wahrheit(TM?) umgegangen! Ich bin erschüttert. *Zusammenbruch* *Vorhang*

  12. sirdoom schreibt:

    Trailer zur FantasyDays 2010
    Vorort-Reportage Teil 1 und Teil 2
    Die FantasyDays Musicalproduktion Cysalion
    Homepage der FantasyDays

    Damit sollte man dann rundum informiert sein, wenn man denn möchte

  13. Marc Crausen schreibt:

    Du und 99.9999% der Weltbevölkerung. Das ist ja der Grund, warum diese so kläglich gescheitert sind. Weil niemand sie kennt. Aber wer sie kennt, der meidet sie.

  14. sirdoom schreibt:

    ^^Ich wäre mir mit absoluten Abgesängen auf die FantasyDays jetzt noch nicht so sicher. Und wie mir da jemand gestern so schön erklärt hat: Auch wenn die FantasyDays Geschichte sein sollten, so gibt es andere Städte, andere Veranstaltungsnamen, andere Finanzierungsmöglichkeiten, usw. Das war jetzt die neutrale Fassung von dem was mir erzählt wurde.

  15. Marc Crausen schreibt:

    Brrrr…. diese Linksammlung schockt mehr als „Gesichter des Todes“

  16. Marc Crausen schreibt:

    Na, dann hoffen wir mal das Beste….

  17. cerbero schreibt:

    @M: dir folgt kein Ninja, nur ich. Wir sollten zum Lachen in den Keller…

    „meine Jugend“ … dabei reichts schon fürs H-Kennzeichen 😛

  18. sirdoom schreibt:

    Da Oldtimer mittlerweile schon ab 20 Jahren beginnen, mach ich mir da jetzt mal keine Gedanken drüber*ggg*

  19. Andreas schreibt:

    Bisher haben uns Magic, Verteidiger, Herugrim und Co. hier bestes Popcorntheater geliefert. Großes Kino! … Ganz großes Kino!! …
    Wenn wir dies nicht vermissen wollen, dann lasst uns zum Fortbestehen dieser gefährdeten Cysalion-Spezies doch einfach ein paar FD-Tickets kaufen. 🙂

  20. sirdoom schreibt:

    *thumbsup* 🙂

  21. Marc Crausen schreibt:

    „Auch wenn die FantasyDays Geschichte sein sollten, so gibt es andere Städte, andere Veranstaltungsnamen, andere Finanzierungsmöglichkeiten…“

    Die Brisanz dieser Aussage wird mir jetzt erst klar. Wir dürfen in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen. Die Ringstars unter Marc, Magic und Herugrim sowie deren obskurer Kamarilla wollen also metastasieren und infiltrieren.
    Vorsicht also, wo diese Herren auftauchen! Welcher Händler wird jetzt mit falschen Zahlen getäuscht? Welcher ahnungslose Besucher mit Einflüsterungen manipuliert?
    Klingt übertrieben? Immerhin sind im echten Geschäftsleben Firmen und Körperschaften wie die Stadt Neuss, der Graf von Satzwey, der Schriftsteller Hohlbein, der Entertainer Krappweis usw usw auf die FDs herein gefallen.
    Wer garantiert, dass das nächste Ziel nicht eine Gamescon oder Sir Dooms geliebtes Shadowrun ist? Vielleicht nicht im großen Stil, aber eventuell für eine kleine gemeine persönliche Rache gegen einen missliebigen Blogger?
    Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem Cysalion kroch!

    Ihr könnt mich jetzt ruhig auslachen und sagen: „Das ist übertreiben! Das kann nicht passieren!“ Aber warum habe ich dann das mulmige Gefühl, eines Kassandrarufes?

  22. fuzzy schreibt:

    Ich denke, dass viel für die „Finanzierung gescheitert“-Variante spricht. Letztes Jahr ist kein Händler auf seine Kosten gekommen, dieses Jahr sollten die Standpreise aber wohl trotzdem kräftig steigen. Dass die Händler da zunächst zurückhalten reagieren, dürfte nicht überraschen. Gleichzeitig hat man aber das Kongresszentrum in Neuss an der Backe, das sicher nicht billig ist, das man aber braucht, weil man sonst die Ringstars-Auftritte (Cysalion & Co.) nicht im gewünscht erstklassigen Rahmen präsentieren könnte.

    Hier liegt der eigentliche Konstruktionsfehler der Fantasydays, denn weder die Interessen der Besucher, noch die der Ehrengäste, noch die der Händler stehen wirklich im Fokus, sondern die Cysalion-Aufführung. Alles Andere ist nur Mittel zum Zweck und wird diesem im Zweifel geopfert. Damit will ich nicht sagen, dass das Musical schlecht ist. Die Ringstars sind ob der eigenen, für eine Hobby-Truppe sehr beachtlichen Leistung nur etwas zu berauscht und betriebsblind geworden. Ein nettes Musical zu produzieren ist eine Sache, einen auf Tolkien zu machen und gleich zig Prequels, Sequels oder was auch immer zu planen, eine andere. Soo toll wars dann leider auch nicht, die Welt hat nicht auf noch ein Fantasy-Universum mit komischen Namen und durchschaubaren Plots gewartet.

    Ich sehe für die Fantasydays zwei mögliche Szenarien:
    1. Abschied vom Kongesszentrum bzw. Vereinbarung einer niedrigeren Miete, niedrigerer Eintrtt, niedrigere Standpreise, keine teuren Programmpunkte mehr.
    2. Die Veranstalter übernehmen bei gleichbleibendem Aufwand selbst das unternehmerische Risiko, senken den Eintritt und die Standpreise und hoffen, dass sich dann auch wirklich jemand für die Veranstaltung interessiert.

    Es scheint, als wolle man Weg 1 beschreiten, und vielleicht ist das auch die bessere Alternative. Bei dem Ausmaß an Propaganda, die in das Projekt gesteckt wurde, enttäuscht es allerdings schon ein bisschen, dass die Veranstalter selbst nicht so viel Vertrauen in das eigene Projekt haben, dass sie mit eigenem Geld für Gelingen oder Misslingen einstehen würden. Ich habe nämlich durchaus den Eindruck, als würde man mit Cysalion Geld verdienen wollen, anders sind die vielen Webseiten zum Thema eigentlich nicht zu deuten. Dann muss man aber auch die Anlaufkosten einer solchen Unternehmung tragen.

  23. Marc Crausen schreibt:

    „Cysalion“ sollte doch der gaaaaaanz große Wurf werden. Wie ich hier irgendwo gelesen habe, hat man doch behauptet, die Leute würden „Avatar in die Tonne hauen und auf Star Wars scheißen“, wenn Cysalion erst mal draußen ist.
    Ich glaube, das kann man ganz klar als „Betriebsblindheit“ bezeichnen. Oder „Vermessenheit“.
    Und was die – übrigens immer noch ominösen und im Hintergrund mauschelnden – „Veranstalter“ geraucht haben, als sie „Cysalion“ konzeptierten, bleibt deren Geheimnis. Was man von den Bildern auf der Webseite und der CD sowie von den Eigenwerbevideos schließen kann, ist letztendlich nur 08/15 Ware. Ein paar lautmalerische Namen, etwas low fantasy, dazu Laiendarsteller… Kein Wunder, dass das Publikum ausbleibt.
    (Und wenn ich 100 Euro oder mehr im Vorverkauf für eine Veranstaltung hingeblättert habe, dann aber erfahre, man kommt auch für 5 Euro rein – unter Umständen sogar umsonst… dann verbinde ich mit „Cysalion“ nichts weiter als ein Magengeschwür.)

  24. fuzzy schreibt:

    Ich habe das Musical auf den FD 2010 gesehen und fand es gut. Wirklich! Geradezu großartig für ein Fanprojekt. Aber fürs Profigeschäft reicht es leider trotzdem nicht. Musicals insgesamt sind in Deutschland schon immer ein Zuschussgeschäft gewesen. Wenn man die Gelder einrechnet, die Stella in den diversen Insolvenzen versenkt hat, hat das Musicalgeschäft in all den Jahren wahrscheinlich noch keine schwarzen Zahlen geschrieben. Auch große Musicals mit bekannten Namen sind untergegangen, von einem Fachmann habe ich mal irgendwo gelesen, dass sich Musicals nur rentieren können, wenn man das Theater quasi mietfrei nutzen kann.

    Und so ist das wahrscheinlich auch bei Cysalion. Den Darstellern mache ich keinen Vorwurf. Die haben eine Vision und möchten sie bestmöglich umsetzen. Würde ich an ihrer Stelle auch wollen.
    Aber sie haben nicht das dafür nötige Kleingeld, und das luchsen sie Leuten mit, sagen wir mal, optimistisch geschönten Darstellungen ab. Das hat in diesem Jahr offenbar nicht mehr funktioniert, aber die Absage der Veranstaltung sehe ich trotzdem nicht als Schande oder Niederlage, sondern als Zeichen der Vernunft. Ein anderer Veranstalter hätte die Sache vielleicht durchzuziehen versucht und wäre nachher mit einem Berg unbezahlter Rechnungen und vielen geprellten Gläubigern dagestanden. Ich ziehe meinen Hut davor, dass man die Reißleine rechtzeitig gezogen hat, selbst wenn man sich jetzt hier den Spott anhören muss.

    Ich werfe den FD-Machern aber vor, dass sie ihren Geldgebern, seien es Besucher oder Händler, nie offen gegenübergetreten sind. Das PR-Desaster 2010 hat sie in diesem Jahr die Veranstaltung gekostet, und diese unglückliche Linie wird auch jetzt noch nahtlos fortgesetzt.
    Man hat als Außenstehender nie den Eindruck, die ganze Wahrheit zu erfahren. Erinnert mich irgendwie an die Durchsagen bei der Bahn, da kam man sich früher auch immer angelogen vor, vor lauter „Betriebsstörungen“. Zugegeben wurde nur, was schon nachgewiesen war. Diese Geheimnistuerei funktioniert nicht mehr, dazu ist die Öffentlichkeit viel zu gut vernetzt, was man ja auch an diesem Blog sieht. Irgendwer redet immer.

    Was soll der Käse mit der Versammlungsstättenverordnung, warum versteckt man sich hinter „organisatorischen Widrigkeiten“? Jeder Vollpfosten, der Google bedienen kann, findet in Nullkommanichts heraus, dass die FD und Cysalion heftig umstritten sind. Zu sagen: „Mund halten, Augen zu und durch, nur die Marke nicht beschädigen!“ ist inzwischen sinnlos, die Marke ist schon kaputt. Wenn man sie tatsächlich retten will, muss man jetzt die Karten auf den Tisch legen. Dann sagt man eben (und hier erfinde ich nur irgendwas!): „Wir haben nicht genügend Feuerwehrleute/Sanitäter/Ordner organisieren können, und jetzt können wir nur 500 Leute aufs Gelände lassen. Wir haben aber den Eindruck erweckt, als kämen jeden Tag 5000, und damit einen echten Bock geschossen. Sorry, aber wir werden die Kommunikationsstrategie jetzt komplett umkrempeln“. Aber dieses elende „Ich weiß was, sage es aber nicht, und überhaupt geht es Euch auch nichts an“ ist der endgültige Sargnagel für die FD. Denn das entzieht Vertrauen, und der Vertrauensvorschuss, den die FD 2009 noch genossen haben, war mit der Veranstaltung 2010 zumindest auf Händlerseite wohl endgültig aufgebraucht. 2011 hätte man tatsächlich zu Kreuze kriechen und um neues Vertrauen betteln müssen. Demütig und glaubwürdig betteln!

    „Alles neu und viel toller“ stand sinngemäß auf der Webseite, „Jubiläum – wir starten voll durch!“. Aus den Ankündigungen habe ich aber nur herausgehört: „Keine Änderungen! Letztes Jahr war super, Ihr Doofis habt es nur nicht gemerkt. Wir wiederholen das jetzt so lange, bis es die Community endlich kapiert hat. Gleiches Programm, gleiche Gäste, irgendwann muss es klappen!“.

    Mir tut es für die RS leid, das sind nette Leute, die Opfer von falschen Durchhalteparolen und Großmachtsfantasien sind. Oder vielleicht auch nur von schlechtem Geschäftssinn und Betriebsblindheit. Den Machern empfehle ich, die Karten auf den Tisch zu legen und nicht von „Nur auf 2012 verschoben, dann noch schöner“ zu faseln. Wir sind doch nicht blöd! Jetzt muss der Gang nach Canossa kommen, so schwer er auch fällt, denn die Community ist nicht groß genug, um es sich mit der Hälfte zu verscherzen und trotzdem eine Großveranstaltung finanzieren zu können. Dann muss man die Community fragen, was sie sehen will und was sie dafür bezahlen kann. Nur MIT der Community hat man eine Chance, nicht TROTZ der Community!

  25. Marc Crausen schreibt:

    Danke, Fuzzy für diese nüchterne und treffende Analyse!
    Genau das, was du sagst, ist an die Macher der Fantasydays bzw. an die Ringstars schon vor Jahren (!!) heran getragen worden.
    Ohne jede Polemik und ohne Spott.
    Man wollte aber einfach nicht hören.
    Stimmen der Vernunft wie die deine hat es wahrlich genug gegeben.
    Auch Sir Doom hat ja als Grundsatz aufgestellt, dass die Tatsache, dass jemand was in Richtung Fantasy macht, zu begrüßen ist. Kritisiert hat er (und viele viele andere) das WIE.
    Aber anstatt auf diese Kritik zu hören, schaltete man auf stur. Anstatt bescheiden zu sein, wurde man arrogant und größenwahnsinnig.
    Man braucht nur in das hauseigene Forum zu sehen, um zu erkennen, wie verblendet die Ringstars agieren – z.B. wenn man sich selbst gratuliert oder gar die holprige und hölzerne Absage „textlich total gut“ findet.
    Lieber Fuzzy, du hast es auf den Punkt gebracht: „Letzes Jahr war super, ihr Doofis habt es nur nicht gemerkt“ ist genau das, was die Ringstars denken. So eine herablassende Haltung lässt man sich natürlich nicht gefallen.
    An dieser Stelle muss immer ganz unscharf von „den Ringstars“ gesprochen werden. Auch hier hat Fuzzy toll erkannt: „Mir tut es für die RS leid, das sind nette Leute, die Opfer von falschen Durchhalteparolen und Großmachtsfantasien sind.“
    An dieser Stelle fordern wir mal die Ringstars auf, sich die Frage zu stellen WESSEN Opfer sie geworden sind und WER diese Person(en) dabei tatkräftig unterstützt… Vielleicht wäre es mal an der Zeit für eine kleine Palastrevolution?

    Noch einmal Dank an Fuzzy, der bestimmt kein bösartiger Dämon ist, als den die Ringstars Kritiker so gern hinstellen. Wünschenswert wäre, dass die RS wenigstens diesmal auf eine Stimme der Vernunft hören würden.

  26. sirdoom schreibt:

    Als bei der Reaktion auf die Absageerklärung der FantasyDays 2011 dann

    „Wollte nur mal anmerken, dass ich den Text sehr gut finde…“
    „Ja, der Text ist sehr gut.“
    „Ja da schließ ich mich textmäßig an,es ist echt schade,aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben :)“

    kam, musste doch echt mal Lachen. Eines von diesen unheilvollen Lachen, wo eine Mischung aus Unglauben und Schmerzen mit bei ist…

  27. Marketingschreier schreibt:

    Eine kleinere „Palastrevolution“ hat es meines Wissens nach wegen dem Sozialverhalten eines Regisseurs bei den Ringstars schon einmal gegeben, nur lässt sich der vermeintliche Veranstalter sich das Heft nicht aus der Hand nehmen. Wer sich in angemessener Weise kritisch verhält und sich der Führung dort nicht unterordnet, der wird letztendlich aus der Gruppe entfernt und mit bedenklicher Raffinesse und erstaunlichem Fleiß hinterrücks diffamiert. Auf der anderen Seite klopfen sich die leitenden Personen gegenseitig auf die Schultern und betiteln sich gegenseitig sogar als „Weise“ und moralisch besonders integer. Und wenn sie dieses Verhalten dann auch noch, wie man hier ganz deutlich gesehen hat, zur Geschäftsphilosophie machen, dann ist es kein Wunder, dass der Laden nicht läuft. Durch ihre Arroganz und Größenwahnsinnigkeit scheinen sie tatsächlich regelrecht blind für fremde Kritik und die eigene Außenwirkung geworden zu sein.

    So kommt es, dass die FD-Leute von einem Fettnapf in das Andere stolpern, was uns dann hier als eine Art Belustigung dient, denn was anderes können sie eben nicht. Als „Running Gag“ sind sie eben am Besten geeignet. 😉

  28. Marc Crausen schreibt:

    Aber intern wird man sowas „total toll“ und „voll supi“ finden. Morgen, 25. Juni, ist ja auch ein „Forentreffen“ der Ringstars. Da könnte man ja mal über solche Sachen nachdenken – und nicht nur, wer Kartoffelsalat mitbringt…

  29. XDragoon schreibt:

    Irgendwie hatte ich gerade beim Lesen der letzten Postings öfter das Gefühl, es ginge nicht um die FD sondern um die FDP. Nicht Anerkennen der Realität… Durchhalteparolen… Palastrevolution… Betriebsblindheit… Kritikresistenz…

  30. Marc Crausen schreibt:

    Noch eine Feststellung, die mittlerweile hier auch jedem aufgefallen sein muss:
    Die Fantasydays sind eine Veranstaltung komplett ohne Gesicht. Damit ist nicht gemeint, sie hätten kein Profil, sondern dass es niemanden gibt, der wirklich verantwortlich sein will.
    Selbst „Herugrim“, der hier geschrieben hat, obwohl bekannt ist, dass er Kostümkontrollen vornimmt, dass er Requisitenkontrollen vornimmt, dass er selbst Requisiten baut, Zeichnungen en masse anfertigt und sogar Weisungsrechte gegenüber anderen Ringstars hat, bezeichnet sich bestenfalls als „organah“.
    „Magic“, der mindestens Co-Regisseur war, der mehrere Hauptrollen gespielt hat, ist bestenfalls jemand, der „nur so aus Spaß“ auf der Bühne gestanden hat und im Übrigen von nichts weiß.
    Die Veranstalterin, deren Name im Impressum steht, hält sich ebenfalls fein raus. Sie gilt als Strohfrau und steht dort bestenfalls aus steuerlichem Interesse. In ihrem Namen gibt es keinerlei Verlautbarungen.
    Marc, der eigentlich als Initiator und treibende Kraft anzusehen ist, hat nie in seinem Namen und für seine Veranstaltung Position bezogen. Kritik, die sich gegen ihn richtet, wird stets von anderen mit „Privatargumenten“ abgefangen, sodass er als nebulöse Gestalt im Hintergrund bleiben kann und im Zweifelsfall alles abstreitet.
    Die Webseiten spiegeln das wider. Da wird von einem ‚“Team“ gesprochen, von der „Orga“, von „Autoren“, von „offiziellen Zahlen“ usw usw. Doch nie steht jemand mit seinem Namen da.
    Niemand will verantwortlich sein, jeder versteckt sich.
    So kann man nach Belieben mit Begriffen wie „Ringstars“, „Fantasydays“, „Veranstalter“ usw usw hantieren, ohne konkret werden zu müssen.
    Das ist wie bei einer billigen Telefonfirma: Bei Fehlleistung kann man nie jemand bekommen, der verantwortlich ist, sondern wird vom Callcenter abgespeist…

  31. Marc Crausen schreibt:

    Okay, okay, okay…
    Das Thema ist tot, die Fantasydays gestorben und Heru, Magic, Marc und wie sie alle heißen liegen wahrscheinlich im Koma.

    Aber wer wissen will, wie’s weitergeht, kann ja mal einen NINJA fragen:

  32. Pingback: „FantasyDays 2011 Redux“ « sirdoom’s bad company Weblog

  33. Pingback: “FantasyDays 2012 – Der Abgesang!” |

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s