„State of Emergency – The Money Mind Trap“

Anscheinend ist mit Griechenland wieder alles total toll und es besteht ab jetzt keinerlei Gefahr mehr, vielleicht aber auch doch, kommt drauf an welchen Kommentar man dazu liest. Außer dass das verdammt teuer wird, aber da wird sich schon wer finden der das zahlt. Quasi als Ausgleich gibt es dafür auch Steuersenkungen. Angeblich sogar für untere und mittlere Einkommen. Aber das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Es gibt da nämlich ein gewisses Problem, was man seit den 80ern in den USA gut beobachten kann. Die Mittelschicht verdient nicht mehr, sondern weniger. Dafür verdienen die sehr Reichen umso mehr. Und mit viel Geld kommt auch politische Macht. weswegen sie auch immer weniger Steuern zahlen müssen. Geld wird also umgeschichtet und insgesamt weniger Steuern eingetrieben. Damit hat man dann ein Budgetloch so groß wie der Pazifik. Aber Robert Reich kann dies viel besser erklären als ich.

Nun haben wir also das Vorbild der USA vor Augen. Und trotzdem geht es genau in dieselbe Richtung. Warum wir noch nicht so abgeschmiert sind, verdanken wir der Tatsache, dass der deutsche Mittelstand noch auf wesentlich stabilen Füßen steht und man mit einigen Sachen in Deutschland dann doch nicht so einfach durchkommt, verdammte Kommunisten. Aber die Anzeichen sind alle da. Und auch Paul Kirchhof kommt wieder an und propagiert sein Kirchhof-Modell, bei dem man an der Finanzierbarkeit durchaus zweifeln kann, und dass gerade Reiche besonders entlastet. Dabei ist ein sogenanntes Flat Tax-Modell jetzt nichts revolutionär Neues. Es hat allerdings auch schon unter Reagan in den USA der 80er nicht funktioniert, denn auch bei einem Flat Tax-Modell lassen sich immer neue Wege finden um Einkommen oder Gewinn vor dem Gesetz kleiner zu rechnen und neue Schlupflöcher zu finden – auf Kosten der geringverdienenden Steuerpflichtigen mit verhältnismäßig hohen Abzügen. Weswegen das Ganze auch nur auf dem Papier funktioniert. Selbiges gilt für das Streichen von Ausnahmeregelungen, Subventionen und Schlupflöchern, denn dies wäre bei vorhandenem politischen Willen auch heute schon möglich. Der Wille ist aber nicht vorhanden, da man sich an diverse Lobbyisten verkauft hat, die sehr mächtige und reiche Leute vertreten. Womit wir wieder bei Robert Reichs Video sind…

Die Frage ist, wie lösen wir das Problem? Und noch wichtiger, wie Einflussreich sind diejenigen, die das Problem gar nicht gelöst haben wollen?

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16 Antworten zu „State of Emergency – The Money Mind Trap“

  1. Thomas schreibt:

    Ein demokratischer Staat, der Vermögen und damit Macht und Einfluss zu einer kleinen, abgekapselten Elite umschichtet, von dem kann man schon sagen, dass er sich abschafft. 😉 Lösen kann man das Problem, indem man in ganz Europa Leute wählt, die die cojones haben dieser Elite weg zu nehmen, was sie sich jahrzehntelang ergaunert hat.
    Alternativ Kreator anno 2001.

  2. 3-6 schreibt:

    … denn Diebstahl ist völlig okay, wenn man selbst dabei etwas bekommt.

  3. Cunningham schreibt:

    Naja, den französischen König abzuschaffen war doch auch ganz okay…

  4. XDragoon schreibt:

    Ich wollte demnächst mal wieder einen Großeinkauf im Baumarkt machen – braucht vielleicht noch jemand Materialien für die hauseigene Guillotine?

  5. farmerboy schreibt:

    Nope. Schon alles vorhanden.

    Und 3-6: Es ist kein Diebstahl wenn es einem entsprechendem neuem Gesetz folgt 😉

  6. sirdoom schreibt:

    ^^Dito, ich hab sogar einen Sponsoring-Vertrag mit Gillette.

    Mal im Ernst, wenn ich eine Million pro Jahr verdienen würde, hätte ich auch eine sehr positive Meinung zur Flat Tax ;).

  7. 3-6 schreibt:

    Sicher? Mit dem Einkommen und einem guten Berater kommst Du sicher unter 25% … Vor allem bist Du dann hoffentlich selbstständig und lässt das ganze über die Gewerbesteuer generell an der Einkommenssteuer vorbeilaufen 😉

  8. sirdoom schreibt:

    Flat Tax ohne diesen Sozialquatsch, den Kirchhof da mit einbauen möchte. Und natürlich weiterhin mit Schlupflöchern. Also bitte, wie kommst du denn auf die Idee, dass dieser Kommunistenkram durchkommt.*g*

  9. Cunningham schreibt:

    Wusstet Ihr, dass die Guillotine auf einen französischen Arzt zurückzuführen ist, der dadurch humanere Hinrichtungen einführen wollte und Zeit seines Lebens unter dieser Namensgebung litt?

    Seine Nachfahren haben dann den Namen geändert.

    Die letzte Hinrichtung mit einer Guillotine soll 1977 gewesen sein.

  10. XDragoon schreibt:

    „Wusstet Ihr, dass die Guillotine auf einen französischen Arzt zurückzuführen ist, der dadurch humanere Hinrichtungen einführen wollte und Zeit seines Lebens unter dieser Namensgebung litt?“ <= Ja, wusste ich

    "Seine Nachfahren haben dann den Namen geändert." <= In Gillette? 😉

  11. Cunningham schreibt:

    Das möchte ich jetzt nicht ausschließen, wobei ich glaube Gilette ist englisch…

  12. sirdoom schreibt:

    LOL. Ironie des Schicksals, wenn Dr. Guillotine seine vergangenheit jetzt über Gillette wieder einholt! 🙂

  13. XDragoon schreibt:

    Wo wir gerade bei Trägern eines medizinischen Doktortitels sind, die Tötungswerkzeuge erfunden haben: http://en.wikipedia.org/wiki/Richard_Jordan_Gatling

  14. sirdoom schreibt:

    Gibt es da eigentlich eine Liste? Also von Doktoren die Tötungswerkzeuge erfunden haben?

  15. XDragoon schreibt:

    Du kannst es mal hier versuchen: http://lol.escoflip.com

  16. sirdoom schreibt:

    Weiche von dannen, Rebell, von dir lass ich mich nicht rickrollen, ein Hoch auf Sitepreview, wo man schon die Comment sehen konnte!!! 🙂

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