„Die ungleichberechtigte Bundeswehr“

Skandal!*sigh* In der Zeitschrift  Marineforum schreibt Autor Erik Lehnert über „Gleichstellung um jeden Preis?“ und „über den Einsatz von Frauen in Kampfeinheiten und die Schlussfolgerungen, die sich für die Bundeswehr-Gesellschaft daraus ergeben könnten„.

Frauen zwingen den männlichen Kameraden faktisch ihre eigenen physischen Beschränkungen auf, indem sie Standards senken und Forderungen nach Veränderungen stellen. Der Dienst beim Militär liegt jenseits der körperlichen Fähigkeiten der meisten Frauen.“

Und dazu natürlich noch der ganze übliche Schwachsinn. Das Ganze geht natürlich wieder komplett am Thema vorbei. Das Problem ist das Absenken der Mindeststandards, nicht die Gleichberechtigung. Wenn es Mindeststandards für körperliche Leistungsfähigkeit gibt, müssen die von ALLEN erfüllt werden, Ende. Das Argument, dass Männer theoretisch körperlich leistungsfähiger sind ist dabei auch wieder so ein Pseudoargument, welches nur im Bereich von körperlichen Höchstleistungen gilt, die die meisten Soldaten niemals erreichen werden. Wenn alle Soldaten der Bundeswehr Navy SEALs-Anforderungen erfüllen müssten, würde es vielleicht zutreffen, ansonsten ist es aber Unsinn.

Interessant ist dabei natürlich, dass der Autor seine Schlussfolgerungen in der Blut_und_Boden_ZeitungJunge Freiheit“ verteidigt. Also eigentlich verteidigt er sie nicht, er wiederholt sie nur und wird dabei von einem ideologisch zugeneigten „Journalisten“ unterstützt. Persönlich kenne ich übrigens genug Frauen, die während eines Waldlaufs sowohl Kreise um mich als auch um den Autor Erik Lehnert laufen können. Die würden bloß nicht zur Bundeswehr gehen, weil sie sich nicht verarschen lassen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter imperiale Politik, verbale Diarrhoe veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

12 Antworten zu „Die ungleichberechtigte Bundeswehr“

  1. XDragoon schreibt:

    Ich kann so nicht arbeiten! Will denn keiner hier für den Neo-Macho-Chauvinismus-Sexismus Partei ergreifen auf dass ich dem widersprechen kann?

  2. sirdoom schreibt:

    Oh, ich hab ja Kritik geübt, ohne Ross und Reiter zu nennen. V. der Leyens und Schröders Gender Mainstreaming Mädchenclub der Marke „Alles gleich, außer die Leistung“ unter dem Motto „Bloß keine Ahnung“ ist natürlich eine fortlaufende Quelle von Dummfug und Berechtigung zahlreicher Machovereinigungen 😉

  3. MB. schreibt:

    „Das Problem ist das Absenken der Mindeststandards, nicht die Gleichberechtigung. “

    Genau dies ist unser großes Problem und nicht nur bei der Bundeswehr.

  4. Andai schreibt:

    Oh Ja, vorallem in unseren Gesellschaft ist das zwanghafte Verhalten und das Bekämpfen von Symptomen, statt der Ursache doch Standard.

    Ich meine ich gelte als Young IT Talent, so wie eine andere ehemalige Auszubildende, aber ich darf auf dem Bau schuften, währen dsie mi´t ^den Worten:

    „Das ist ja nichts für eine Frau!“

    in den Innendienst verfrachtet wurde… ^^

    Willkommen in der Gleichberechtigung…entweder müssen Standard geändert werden oder der Mann diskriminiert werden.

  5. DarkISI schreibt:

    Das nennt sich „positive Diskriminierung“. Machts es natürlich zu nichts anderem als Diskriminierung, aber ich dachte, ich erwähne mal die Begrifflichkeit.

    Das ganze ist auch immer noch gut im alltäglichen Bereich abseits der Arbeit zu beobachten. Frauen wollen, dass man sie gleich behandelt. Aber du musst ihnen trotzdem die Tür aufhalten und wehe, du schiebst bei einem Date die Rechnung im Restaurant in ihre Richtung.
    Grade die Frauen, die besonders auf „Gleichberechtigung“ pochen, sind da die ersten, die dir an die Gurgel gehen, wenn du sie tatsächlich gleich behandelst.

  6. sirdoom schreibt:

    Also zumindest nach meiner persönlichen Erfahrung, halten die Frauen, die wirklich für Gleichberechtigung sind, sich nicht mit Verlangen von XYZ auf, sondern TUN einfach.

    Das Problem bei den Frauen aus den Comments^^ ist, dass sie eigentlich damit gegen die Gleichberechtigung kämpfen.

    Wobei was Tür aufhalten angeht, das verbuche ich einfach unter Höflichkeit. Und beim Essen bezahlt jeder selbst, es sei den man hat vorher wen eingeladen. Aber wahrscheinlich bin ich Chauvi da zu vernünftig 😉

  7. DarkISI schreibt:

    Hey, mit normalen Frauen geht das mit jeder zahlt für sein eigenes Essen, aber es gibt da halt auch Ausnahmen 😉

  8. Andai schreibt:

    Ja, das deckt sich sehr mit meinen Erfahrungen. Meine Freundin ist da glücklicherweise ein positiv emanzipierte Person, die es aber auch durchaus genießt, mal Frau sein zu dürfen ^^-

    Aber positive Diskriminierung klingt wieder nach einer Erfindung eines dämlichen Politikers: „Oh packen wir das Wort positiv dazu, dann wird es positiver und nicht mehr so negativ behaftet.“

    Kopf versus Tisch sage ich dazu nur…

  9. Andai schreibt:

    Oh ich seh es wie Doom. Ich find eide „klassische Rollenverteilung „manchmal schon ganz ok, gibt sie mir doch auch durchaus das GEfühl geiles, starkes Männchen zu sein, allerdings brauche ich keine Püppi und Hausfrau als Freundin, sondern einen vollwertigen menschen, der ebenso wie ich Geld ranschafft, damit umgehen kann und mich auch durchaus mal einlädt ^^.

    Meistens geht das ganz gut, als gentleman habe ich es mir mittlerweile auch angewöhnt, meien gute Erziehung zu nutzen udn Höflichkeit walten zu lassen. Sei es beim bezahlen, beim Tür aufhalten oder schlichtweg bei der selbstverständlichekit der Freundin die schweren Tüten abzunehmen, da ich glücklicherweise mehr Muskulatur als sie aufweise 😀

    Aber ich find das politische Gewäsch udn geschrei nach emanziopation imme rwieder geil, dabei wird vergessen, dass Gleichberechtigung eben heißt, dass jeder gleich berechtigt ist.

  10. Ben Teddy schreibt:

    Als Gentleman hast du dann ja auch sicher keine Probleme auf dem Bau zu arbeiten 😉

    Als ich bei der Bundeswehr war, habe ich dort mal einer Frau die Tür aufgehalten, diese stolzierte dann wie ein Pfau durch die Tür und meinte: „Endlich mal ein Gentleman hier!“

    In den Gefechtsübungen durfte ich dann stets die Ladehemmungen der Mädels beseitigen, denn Frauen und Gewehre vertragen sich irgendwie nicht, jedenfalls bin ich dabei stets als Gentleman gestorben.

    Frauen und Restaurant: Auch hier habe ich mich bei den Frauen als Gentleman versucht, dabei aber nur unverschämtes Verhalten geerntet, ich hatte zwar stets bezahlt doch am Ende wurde von mir sogar verlangt, entgegen den verbal ausgedrückten Wünsche der Frauen zu wissen, Was deren Herzenswunsch nun auf der Speisekarte gewesen sei.

    Es hat lange gedauert bis ich gemerkt habe, dass Frauen eigentlich gar nicht auf Gentlemen stehen.

  11. Henning schreibt:

    Was ihr nur alle für Probleme mit Frauen habt ^^

    Zur JF: gemäß Urteil BVerfG dürfen Behörden sie nicht als rechtsextrem bezeichnen. Und missliebige Meinungen mit dem Totschlagwort „rechts“ ausgrenzen zu wollen … da fiele mir ein mE passender Vergleich ein, der aber unter Godwin fällt 😉

    Was den Artikel dieses Herrn Lehnert angeht, so ist das ja nun beileibe kein Meinungsartikel, er führt durchaus einige Begründungen an, die wissenschaftlich belegt sind. Mit denen kann man sich mal rational auseinandersetzen, muss man natürlich nicht 😉

    Was die körperliche Leistungsfähigkeit angeht: es gibt sowohl Unterschiede im Höchstleistungsbereich aber vor allem auch Unterschiede im Durchschnittsbereich.Das alles gilt insbesondere im Bereich Kraft, weniger was Ausdauerleistungen angeht. Darüber hinaus gibt es anatomisch Unterschiede, die zB bei Traglasten zu divergierenden Leistungen führt.

    Wenn dem nicht so wäre, gäbe es zB bei der Bundeswehr ja auch keine unterschiedlichen körperlichen Anforderungen, tut es aber.
    Ausserdem gibt es Quotenvorgaben, die dazu führen, dass vermehrt Frauen eingestellt werden, obwohl deren Leistungen nicht besser oder sogar schlechter sind als die männlicher Bewerber.

    Da ich in zwei Wochen Vorgesetzter von weibl. Soldaten werde, können wir ja mal im Pausengespräch auf ner Con nächstes Jahr Meinungen und Erfahrungen vergleichen ^^

  12. sirdoom schreibt:

    Zur JF:

    Politikwissenschaftler, die sich mit der Zeitung befasst und hierzu publiziert haben, ordnen sie mehrheitlich als zentrales Sprachrohr der Neuen Rechten sowie als Medium mit „Scharnier-“ oder „Brückenkopf“-Funktion zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus ein.

    Ich stimme absolut zu und bin gerade und trotzdem gegen ein Verbot der JF, eine Demokratie muss sowas aushalten. Außerdem hab ich die JF nicht rechts genannt, ich war wesentlich gemeiner, darauf bestehe ich Kommunist! 😉

    Ich streite übrigens gar nicht ab, dass grundsätzliche anatomisch Unterschiede vorhanden sind;) die auch das Leistungsprofil beeinflussen. Ich bestreite aber stark die Gewichtung dieses Punktes. BW-Soldaten sind nicht alles Navy SEALs und Spitzensportler, dass heißt eine sportliche und fitte Frau dürfte in 90% der Fälle mithalten können. Wenn sich natürlich nur körperlich ungeeignete Frauen bei der Bundeswehr melden und diese dann aufgrund von Quotenregelungen genommen werden müssen, dann ist dies in meinen Augen das eigentliche Problem, nicht die Frau als Soldat.

    Aber ich höre mir definitiv gerne deine Praxiserfahrungen an.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s