„Heavy Metal Shopping“

Disclaimer: Dieser Artikel kann Werbung oder Product Placement enthalten

Das Wacken Open Air, Deutschlands, Europas, der Welt größtes Heavy Metal Festival – nicht unbedingt das Beste – bietet mittlerweile eigentlich alles. Auch Dinge die man gar nicht haben will, wie Wrestling und Bungee-Jumping.  Eigentlich hat es mich da auch nicht gewundert, folgende Werbeanzeige in lokalen Wochenblatt zu finden.

Da war dann doch ein leichter „What-the-Fuck„-Moment angebracht. Werden da T-Shirt-Restposten in den Supermärkten verballert, damit auch Volksmusik-Fans mit WOA-Shirts rumlaufen? Oder ist es gut gemeint und der Einkäufer für REAL ist Metalhead? Soll man sich über die Akzeptanz freuen oder den Abgang in die untersten Regionen des Mainstreams verteufeln?

Wie auch immer, wer sich preiswert mit WOA-Shirts kurz vor Festivalbeginn eindecken will, kann noch den Rest der Woche zuschlagen. Würde mich aber beeilen, bereits heute waren die Lagerbestände doch schon recht dünn gestreut.

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3 Antworten zu „Heavy Metal Shopping“

  1. gedichtblog schreibt:

    Das wars. Ich bin raus.
    Differenzierter: Jede identitätsstiftende kulturelle Gruppe, gleich ob Nation, Ethnie oder Szene muss Offenheit und Geschlossenheit ausbalancieren. Einerseits muss es möglich sein hinzu zu kommen, andererseits müssen Grenzen gezogen werden. Nur wenn aktiv Personen ausgeschlossen werden, besteht für die Eingeschlossenen die Möglichkeit aus der Mitgliedschaft in einer Gruppe Identität zu ziehen. Oder anders gesagt, Metaller sind Metaller, weil nicht jeder einer ist. Diese Möglichkeit sich abzugrenzen ist gerade bei so genannten Subkulturen oft sehr wichtig für die Mitglieder und eine erstaunliche Menge an Energie wird aufgewendent um a) festzulegen was wirklich true ist, b) herauszufinden was alle anderen für wirklich true halten und c) sicher zu gehen, dass man wirklich true ist. Wacken shirts beim Real sind nicht true. Du siehst das ja ähnlich. Ich geh ja schon länger nicht mehr auf Wacken und jetzt auch nicht mehr zu Real.

  2. Cunningham schreibt:

    Genau, Metaller wehrt Euch, kauft nicht bei Real!*

    *Historisch Bedingte Ähnlichkeit ist absolut gewollt aber keinswegs gegen Real gemünzt (heut abend mal gucken, ob die noch was in meiner Größe haben)

  3. sirdoom schreibt:

    Einen Godwin-Award für Cunningham! 😉

    Und unser erster Kommentator hier hat natürlich recht, dass dies dem Sinn einer Subkultur – Jugendkultur ist bei der Alterverteilung der Beteiligten mittlerweile etwas lächerlich – so vollkommen entgegenläuft. Und was mit dem Metal passiert, wenn er im Mainstream landet hat man mit der Hair Metal-Welle Ende der 80er in den USA gesehen*würghs*

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