„John Carter of Mars – Preview“

Edgar Rice Burroughs ist in Deutschland wenn überhaupt durch Tarzan bekannt. Im anglo-amerikanischen Raum hat er eine weitaus bedeutsamere Stellung inne und gilt als eine der Lichtgestalten der Phantastik. Eine seiner bekanntesten und beliebtesten Buchreihen ist „John Carter of Mars„, auch bekannt als Barsoom*- oder Mars-Zyklus.

*Es ist eine gute Faustregel, dass in 99% aller SciFi-Bücher, in denen der Mars ansatzweise erwähnt wird eine Anspielung auf Barsoom oder John Carter versteckt ist. Peter F. Hamilton Commonwealth-Saga ist da nur ein Beispiel. Auch die GOR-Reihe kann ihre Anleihen nicht verbergen und ist, wenn man ein Auge zudrückt, die BPjM-Variante der Barsoom-Reihe. Eine weitere literarische Würdigung der John Carter-Geschichten schuf Michael Moorcock der mit seiner Michael Kane-Trilogie eine ganz ähnliche Serie schrieb, die er selbst als eine Würdigung für Burroughs betrachtet. Auch sollte man nicht vergessen, dass es Dark Sun ohne John Carter wohl nicht geben würde.

Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg begibt sich Hauptmann John Carter mit einem Freund auf Goldsuche. Gegen 1866 führt sie ihr Weg nach Arizona, wo sie in einen Hinterhalt der Apachen geraten. Während sein Freund getötet wird, kann sich John Carter in einer geheimnisvollen Höhle verstecken, wo er in eine Art Starrkrampf verfällt. Als er wieder zu sich kommt, befindet er sich in einer fremdartigen, bizarren Landschaft. Schnell wird ihm klar, dass er nicht mehr auf der Erde sein kann. Eine mystische Kraft hat ihn auf den Mars, den seine Bewohner Barsoom nennen, transportiert. Schon bald trifft er auf grüne Marsianer, riesige vierarmige Monster, denen er sich aber, dank der geringeren Schwerkraft des Planeten, überlegen zeigt. John Carter erkennt, dass der Planet ein sterbender ist. Überall findet er Reste alter Hochkulturen, die nicht von den jetzigen Bewohnern geschaffen wurden. Die Meere sind teilweise ausgetrocknet und der Sauerstoff muss künstlich erzeugt werden. Trotzdem gibt es ein mannigfaltiges Leben. Neben den grünen, gibt es auch noch rote, schwarze und gelbe Marsianer die in ständiger Feindschaft miteinander leben und sich gegenseitig bekriegen. Bald darauf begegnet John Carter der Prinzessin Dejah Thoris, einer Vertreterin des roten Volkes, welches den Menschen am ähnlichsten ist. Gemeinsam mit ihr und anderen neuen Freunden, erkundet er den Mars, wobei er allerlei fantastische und aufregende Abenteuer erlebt.

Nach mittlerweile zig versuchen, versucht sich wieder mal ein großer Studio an der Geschichte und diesmal hat man es nicht nur bis in Pre-Production-Stadium geschafft, sondern hat es durchgezogen. Nun ist der erste Trailer von „John Carter of Mars“ da und ich weiß nicht, ob sich das Ganze nicht zu Plastikschrott entwickeln wird, was durchaus sein kann, schließlich produziert Disney den Film, aber mir persönlich gefällt der Trailer doch sehr gut. Das Drehbuch des Films basiert übrigens auf dem ersten Roman der Reihe „A Princess of Mars„. Hoffen wir also mal das Beste. Und Disney, don’t you dare to fuck this up!

Dieser Beitrag wurde unter D&D, Kunst&Kultur, RPG veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.