„Eine Frage an die Antifa“

Eine Frage hätte ich da noch, liebe Antifa

Nachdem ich heute in der Stadt auf einige Poster, Sticker und sonstige Aufforderungen gestossen bin, fiel mir doch glatt auf, dass alles ein „-innen“ dran haben muss, wobei ich grad nicht auf dem neuesten Stand bin, was diesbezügliche Groß-/Kleinschreibung angeht. Aber immer wenn es darum geht Faschos „zu bekämpfen“ heißt es „Faschisten„, „Faschistenpack“ oder halt „Faschos„. Warum denn nicht „Faschistinnen„, „Faschistinnenpack“ oder auch das musikalisch klingende „Faschosi„? Gibt es bei den Rechten keine Frauen? Dann würde sich das Problem ja von selbst lösen. Oder gelten Gleichberechtigungsregeln nicht für Faschisten?

Ich bleib bei Faschos. Ich gehöre aber auch zu diesen verabscheuungswürdigen Menschen, die eine andauernde Betonung der explizit weiblichen Form für kontraproduktiv halten. Sinnvoller wäre ja wohl die längerfristige geistige Transition, dass man bei z.B. „Bürgermeister“ an den geschlechtsneutralen Fall oder an beide Optionen denkt…

Ist aber nur meine Meinung…

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15 Antworten zu „Eine Frage an die Antifa“

  1. Jan schreibt:

    Ich hab da letztens ein sehr amüsantes Plakat mit „FASCHISTINNEN BEKÄMPFEN!“ drauf gesehen – auch schön groß geschrieben, damit man das große I vom Gendering-Innen nicht erkennen konnte. Irgendwie wirkte das noch viel besser!

  2. XDragoon schreibt:

    Wie wäre es mit „Holocaustinnenleugner“? Ach Genderscheiße…

  3. sirdoom schreibt:

    Bei FASCHISTINNEN BEKÄMPFEN muss ich leider kichern und automatisch an die RtCW BdM-Brigade denken…

    Aber immerhin hat man sich hierbei an die eigenen Regeln gehalten*ggg* Also hat man doch, oder? Ich meine, ist das nun „istinnen“ oder „Istinnen“??? Duden gibt da nix her…*gargs*

  4. sirdoom schreibt:

    Ich bin da wie gesagt kein Experte, aber ich glaube das „tinnen“ ist an der falschen Stelle*g*.

  5. XDragoon schreibt:

    Du hast Recht – so sollte es heißen: GenderInnenscheiße

  6. pseudo-anonymous schreibt:

    Diese UnterscheidungIn ist meiner MeinungIn nach wirklich wichtig – da ich ÄsthetIn und FeinschmeckerIn bin, möchte ich darauf aufmerksam machen, daß Kartoffelinnen besser aussehen und schmecken als ihre männlichen ArtgenossInnen. O_o

    Anekdote am Rande: in Gießen machten Feministinnen Rabatz, weil das oberste Stockwerk des Parkhauses am Bahnhof für Frauen und Behinderte reserviert werden sollte. Die Damen waren der Meinung, daß man damit Frauen auf eine Stufe mit Behinderten stellen würde, was eine Frechheit ohnegleichen ist. Irgendwie kann ich FeministInnen nicht mehr ernstnehmen, wenn sie Gleichberechtigung fordern und gegen Diskriminierung kämpfen, allerdings behinderten Menschen vehement das Recht absprechen, vollwertige Menschen zu sein. Ach ja: die Parkplätze wollten sie trotzdem. ^_^

  7. Noggi schreibt:

    Wie ich während meinem Ausflug ins linke politische Lager (was macht man nicht alles für Dummheiten als Student…) gelernt habe, ist das sowieso alles nicht wirklich gleichberechtigt. Die einzige wahre gleichberechtigte Anrede ist „Faschistoierende“ oder so, das ist nämlich wirklich neutral. Faschistoide müsste eigentlich auch gehen…

  8. eismann2060 schreibt:

    An die Kinder wird wieder zuletzt gedacht!

  9. sirdoom schreibt:

    Sagen wir mal so: Bei der ganzen Gender-Sache kann man wunderschön sehen, was passiert, wenn aus einem berechtigten Anliegen eine reine Ideologie wird, die jegliche Form von Realität ausblendet…

  10. Thomas schreibt:

    Es ist vor allem ein selten dämlicher „Versuch“ einen tradierten Sprachgebrauch zu ändern, indem man fast alle vor den Kopf stößt und verurteilt. Am Ende ist die einzige Funktion der gegenderten Sprache soziale Abgrenzung, hier die Guten, da die Schlechten und dass Faschistinnen sprachlich ihrer Weiblichkeit beraubt werden spricht wohl für sich.
    Wären jetzt die Sprachvergenderer gute Marxisten, dann wüßten sie, dass die Sprache als Überbau erst über der Basis einer Welt materieller Gleichberechtigung der Geschlechter eine geschlechtergerechte Sprache sein kann und dann wäre uns das Binnen-I erspart geblieben.

  11. Henning schreibt:

    „Rechte“ sind geschlechtslos, da keine Menschen … so dachte ich zumindest immer, würden „Linke“ das sehen.

    Naja, whatever ^^

  12. sirdoom schreibt:

    Das müssen aber Linke sein, die im Bio-Unterricht ganz dolle gepennt haben*g*

  13. Henning schreibt:

    Kommt mit Sicherheit auch vor *g* In Pädagogik werden sie dann bestimmt wieder wach 😉

  14. pseudo-anonymous schreibt:

    Vorschlag: Sie denken an Ihre Kinder und lassen die Kinder anderer in Ruhe. Und hören Sie endlich auf, die Kinderinnen außer Acht zu lassen, Sie Macho-Chauvinist!!!
    😉

  15. sirdoom schreibt:

    Keine Option: Die Grundvorraussetzung bei solchen Fraktionen ist ja immer Sendungsbewusstsein. Radikale Christen und Moslems wären ja gar kein Problem, wenn die sich einfach selber an ihren Kram halten und andere Leute ihren Kram machen lassen würden, aber wie wir aus Erfahrung wissen, sind die nur glücklich, wenn sie andere ebenfalls unterjochen können.

    Wäre wohl auch unerträglich, wenn man selber den Mumpitz mitmachen müsste und nebenan leben Menschen vollkommen glücklich ohne den Schmarrn 😉

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