„Review – Your Highness“

Sein ganzes Leben lang musste Prinz Thadeous (Danny McBride) seinem ach so perfekten älteren Bruder Fabious (James Franco) dabei zusehen, wie dieser auf kühnen Questen unterwegs war und sich in der Bewunderung seiner Untertanen und seines Vaters sonnen konnte. Und da Thadeous nun mal weder für den Thron noch für die Gefahren der Welt geschaffen ist, verbringt er seine Zeit lieber mit zauberhaftem Gras, schwerem Fusel und leichten Mädchen. Doch als Fabious‘ Braut Belladonna (Zooey Deschanel, Bones kleines Schwester) vom bösen Magier Leezar (Justin Theroux) entführt wird, um sie bei Doppelmond zu schwängern, damit eine alte Prophezeiung erfüllt wird, stellt der König seinem nichtsnutzigen Sprössling ein Ultimatum: Entweder hilft er bei der Rettung oder er bekommt den königlichen Fußtritt. Halbherzig schließt sich der selbstgefällige Taugenichts seinem smarten Bruder und der undurchschaubaren Kriegerin Isabell (Natalie Portman) an, um die Prinzessin zu befreien. Auf der Reise durch die ungemütlichen Gegenden des Königreiches muss sich das seltsame Gespann mit furchterregenden Kreaturen und arglistigen Rittern herumschlagen. Immer deutlicher wird, dass Thadeous keine wirkliche Wahl bleibt, als endlich den Helden in sich selbst zu entdecken – denn als Drückeberger bleibt ihm nicht nur ein schmachvolles Leben als ewiger Feigling, sondern droht ihm viel schlimmer noch ein überaus schmerzhafter Tod.

Your Highness ist stumpf, so richtig stumpf. Vergleichsweise viel Budget – ein Großteil ging wohl für James Franco und Natalie Portman drauf, die sonst wohl auch nicht mitgemacht hätten – eine Fantasy-Welt und ein plattes Skript. Dazu Sex-Witze, Schwulenwitze, Flüche und etwas Splatter und nackte Haut. Prickelnd ist das nun nicht gerade. Aber vollkommen aussichtslos ist es auch nicht. Erstens muss man den Film eigentlich wirklich auf Englisch schauen, denn durch die Übersetzung geht mindestens die Hälfte der Witze daneben und da man eh schon nur eine Trefferrate von 50% hat…

Im Normalfall würde ich den Film nicht empfehlen, aber er hat durchaus einige recht witzige Szenen und in Kombination auf Englisch, mit Whiskey und Gehirn auf Durchzug macht der Trip sogar richtig Spaß. Ansonsten aber Finger weg, denn von „Best. Quest.Ever.“ ist man doch ziemlich entfernt. 😉

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4 Antworten zu „Review – Your Highness“

  1. Jan schreibt:

    Stimme dem größtenteils zu. Normalerweise bin ich für Hollywood-Comedy eh nicht so zu haben, aber in entsprechend „gelöster“ Atmosphäre musste ich hier doch recht häufig kichern.
    Schade nur, dass hier wie bei vielen anderen Komödien die besten Gags schon im Trailer verbraten wurden. Das ist schon eine komische Angewohnheit…

  2. Sigismund Dijkstra schreibt:

    Habs mir gestern gegeben und ich bin angenehm überrascht gewesen. Die Gags gehen in Richtung Family Guy, ohne deren Klasse zu erreichen, aber ich fühlte mich gut unterhalten … im Gegensatz zu der diesjährigen Conan-Verfilmung …

  3. Pingback: “Review – The Interview” |

  4. Pingback: „Triple Feature Review – Alien: Covenant – Free Fire – Transformers: The Last Knight“ |

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