„Review – Scream 4“

Scream4 - LogoLang ist es her, dass Sidney Prescott (Neve Campbell) ihre Heimatstadt Woodsboro zu Gesicht bekam. Nach den grausamen Morden von Ghostface, denen fast all ihre Freunde zum Opfer fielen, hatte sie dem Städtchen den Rücken gekehrt und sich zurückgezogen, um ihr Trauma in einem Buch zu verarbeiten. Und eben dieses Buch führt Sidney ausgerechnet am Jahrestag der Woodsboro-Morde zurück in ihre Heimatstadt, denn hier soll der Abschluss ihrer Lesereise stattfinden. Sidneys Freunde und einzigen Überlebenden der Bluttaten, der Polizist Dewey (David Arquette) und seine Frau, die Reporterin Gale (Courteney Cox), freuen sich zwar Sidney wiederzusehen, doch weckt das Wiedersehen natürlich auch Befürchtungen. Besorgt sind auch Sidneys Tante (Mary McDonnell, aka Präsidentin Roslin) und ihre Cousine Jill (Emma Roberts) samt deren Freunden Kirby (Hayden Panettiere) und Charlie, die natürlich alle die Horrorgeschichte um Sidney kennen. Schnell steht fest, dass die Sorgen noch viel zu gering waren, denn eine neue Version des Ghostface-Killers startet das Schlachtfest. Und im 21. Jahrhundert gelten die Regeln für Horrorfilme nicht mehr so wirklich, sprich auch Jungfrauen werden nicht verschont.

Mit Scream hat Wes Craven 1997 das Highschool-Horror Genre wiederbelebt, modernisiert und einen Klassiker abgeliefert, der eine ganze Welle von mehr oder minder guten, bzw. schlechten, Horrorfilmen nach sich zog. Scream 2 war eigentlich auch noch ziemlich gut, aber der Lack blätterte schon. Scream 3 war dann hauptsächlich langweilig, unblutig und ausgelutscht. Ich war schon gespannt, was sich Wes Craven 14 Jahre nach dem Neoklassiker ausgedacht hat. Und ich wurde angenehm überrascht. Scream 4 ist bissig, spannend, selbstironisch, unterhaltsam, blutig und macht ziemlich viel Spaß. Alleine die Anfangssequenz – zu der ich aus Spoilergründen nicht zu viel sagen will – ist ganz wundervoll gelungen, genauso wie die zahlreichen Anspielungen auf die „ingame“ Verfilmung der Ereignisse namens „Stab„, Teil 1-7, die natürlich ein Seitenhieb auf SAW darstellt. An die Originalität des ersten Teils kommt man natürlich nicht ran, aber wer mal wieder Bock auf einen spannenden Slasherfilm hat, der sich nicht zu ernst nimmt, kommt an Scream 4 nicht vorbei.

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3 Antworten zu „Review – Scream 4“

  1. Sigismund Dijkstra schreibt:

    Sag mal, hast Du einen anderen Film gesehen als ich? Das Ding ist der letzte Husten – geistige Vergewaltigung, um genau zu sein!
    Die Schaupieler sind durch die Bank schlecht und die Charaktere nervig. Die Morde sind dann teilweise noch sehr abstrus und leider sehr vorhersehbar, nicht zu Vergessen dass Craven scheinbar einfach nicht weiß, wann man aufhören sollte, denn was ein recht erfrischendes Ende hätte sein können, wurde dann auch noch verkackt.
    Mein Fazit: Finger weg von diesen Scheiß!

  2. sirdoom schreibt:

    Anscheinend schon, denn wir wurden ziemlich gut unterhalten. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich seit Scream 3 keinen Teeni-Horrorfilm gesehen habe…

  3. Pingback: “Review – Tomorrowland – A World Beyond” |

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