„Politically Extremist?“

Es gibt ja diese Pseudo-Diskussion, ob das Blog Politically Incorrect der rechten Szene zuzuordnen sei oder nicht. Nachdem wir hier schon mal was zu PI-News hatten, will ich mal genereller an die Sache rangehen. Ganz offiziell bezeichnet sich PI als proamerikanisch und proisraelisch sowie gegen Mainstream und eine Islamisierung Europas gerichtet. Es setzt sich nach eigenen Angaben für das Grundgesetz und Menschenrechte ein, welche es aufgrund der immer mehr um sich greifenden Ideologie des Multikulturalismus bedroht sieht. Mit seinem Titel will das Blog Bezug auf die nach Meinung seiner Betreiber vorherrschende, übermäßige Politische Korrektheit nehmen und behauptet, „das Gutmenschentum dominiere heute überall die Medien„. Man muss schon zugeben, dass diese Zutaten für eine rechte Mischpoke schon etwas konfus abwegig sind. Aber Selbstdarstellung muss ja nichts mit der Wirklichkeit zu tun habe.

Kommen wir mal zu einem der Hauptpunkte, der sogenannten Religionskritik. Islamkritik ist – wenn sie echt ist – Religionskritik aus einer aufgeklärten, humanistischen Perspektive. Sie unterscheidet ganz klar zwischen Kritik an einer religiös verbrämten Ideologie – Theologie einerseits und den Menschen andererseits. Sie verbreitet weder Hass noch Menschenfeindlichkeit. Und sie ist immer selbstreflektiv. PI-News hingegen wettert bei jeder Gelegenheit gegen den Islam und preist gleichzeitig reaktionäre, Holocaust-leugnende Pius-Brüder, lobt die reaktionär-klerikal verklemmten judenfeindlichen & homophoben geistigen Tiefflieger von Kreuz.net, US-Evangelikale, US-Republikaner, israelische Likud- und Ultraorthodoxen-Honks in den höchsten Himmel. Deren Rhetorik sich nicht wirklich von islamistischen Terroristen unterscheidet. Sie kommen bloß aus einer anderen Ecke.

Lustig wird es, wenn PI dann gerne auch mal „muslimische Terroristen“ mit „Türken“ oder „Döner“ gleichsetzt, wobei ich es schon interessant finde, im Koran nichts über Döner gefunden zu haben. Dass die moderne, vereinigte Rechte ebenfalls einen Schwenk vollzogen hat und z.B. die französische Front Nationale und die österreichische FPÖ auch lieber gegen „den Islam“ – sprich Ausländer – wettern statt gegen die Juden, ist sicherlich Zufall und keine allgemeine Modeerscheinung. Entlarvend sind dann die Momente, wo jegliche Deckung fallengelassen wird. Da sorgt man sich dann angesichts der demographischen Entwicklung in den USA um „…unser weißes Amerika…„, weil „…zu wenig weiße Kinder…“ geboren werden[Link]. Oder man begründet die Korruptionsanfälligkeit der politischen Elite Süd-Afrikas mit deren Hautfarbe. Interessant daran ist natürlich auch, dass „Weiße“ noch nie anfällig für Korruption waren…

Wenn dann noch zwischendurch statt Begriffen wie Email plötzlich „EPost“ benutzt werden, sollte man sich auch nicht wundern. Schließlich ist es in rechtextremen Kreisen gebräuchlich, statt der abartigen, Kultur-zerstörenden, fremdländischen Kampfwörter lieber heimische Worte wie „Weltnetz“ und „Klapprechner“ zu gebrauchen. Interessant ist auch immer ein Blick auf Literaturverweise und Links in den Artikeln. Neben dem schon berühmt-berüchtigten Kreuz.net, tauchen da gerne auch mal WW2-Geschichtsrevisionisten und offen Rechtsextreme auf. Und mit der Verbindung zum Schandfleck Nürnberg 2.0, wo man schon mal freudig die Vorauswahl für die anstehende Siegerjustiz an Liberalen und Linken üben kann. Endlich Rache für die armen Nazis, die nach dem Ende des 2. Weltkriegs so ungerecht verurteilt wurden.

Wir brauchen uns also gar nicht weiter über die politische Ausrichtung  von PI-News unterhalten, aber wir müssen uns darüber unterhalten, wie man die Leute da wieder wegbekommt, die teilweise durchaus berechtigt eine schleichende Islamisierung Europas befürchten und nicht wissen wohin sonst. Die geben dem harten Kern hinter PI nämlich erst die Gesellschaftsfähigkeit, die es braucht, um ihre Gehirnfürze unters normale Volk zu bringen.

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27 Antworten zu „Politically Extremist?“

  1. farmerboy schreibt:

    Korruption unter Weißen?
    Nee, da geht man nur zusammen essen, spendiert dem „gutem Freund“ den Urlaub und den Dienstwagen sowie selbstredend auch den Besuch im Amüsierbetrieb mit den netten Rumäninen…
    Nicht wahr Amigos? ^^

    Treffender Artikel übrigens (um auch mal wieder @topic zu sein anstatt am Rand vorbeizukratzen)

  2. sirdoom schreibt:

    ^^Danke, brannte mir schon länger unter den Nägeln.

    Korruption unter „Weißen“ ist bloss „more sophisticated“ – man hat ja auch wesentlich mehr Übung drin – und mit mehr Geld zum verballern bedacht. Muss halt jeder mit dem arbeiten was er hat.

  3. XDragoon schreibt:

    „[…] wenn PI dann gerne auch mal „muslimische Terroristen“ mit „Türken“ oder „Döner“ gleichsetzt […]“ Dann habe ich heute einen muslimischen Terroristen gegessen?

    Aber eine andere Sache – die Begriffe „rechtsradikal“ und „rechtsextrem“ sind nur Kampfbegriffe von BKA, Verfassungsschutz & Co KG und nicht etwa durch eine wissenschaftliche Definition greifbar. Das fängt schließlich schon damit an, dass nicht einmal „links“ und „rechts“ klar definiert sind. Zumal Ansichten, die z.B. in der Paulskirche noch als Mitte der Gesellschaft oder sogar gegen die Konservativen gerichtet, also eher als links, betrachtet wurden, heute im Allgemeinen als rechts betrachtet werden würden wie z.B. der Nationalismus. Und mit „radikal“ und „extrem“ wird es nur nochmal schwieriger. Man steckt gerne in Schubladen, weil es einfach ist. Aber diese Begriffe sind zu einfach, dabei nicht klar und eindeutig, gezielt als abwertend und zu allem Verdruss auch noch von BKA und Verfassungsschutz überhaupt erst „erfunden“ worden.

    Ich rate also allgemein, die Begriffe „rechtsradikal“ und „rechtsextrem“ nicht zu verwenden, sondern lieber eindeutigere zu verwenden, die nicht so eine zwielichtige Herkunft haben (ist das jetzt Begrifssrassismus?). In Bezug auf Politically Incorrect kann ich jedoch selbst kein passendes nennen. Ich kenne den Blog dafür zu wenig.

  4. sirdoom schreibt:

    Der Haken daran ist folgendes: Umgangssprachlich wird Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus synonym verwendet und jeder hat zumindest eine gewisse Vorstellung worum es geht. Wenn ich hier bei jedem Artikel erst anfange zu diskutieren in welchem Umfang diese Begrifflichkeiten zutreffend oder falsch verwendet werden, wie man das feiner ausdifferenziert, usw. , dann wird das jedesmal länger als der Kern der Sache worüber ich berichte. Ist also leider nicht wirklich praktikabel.

  5. pseudo-anonymous schreibt:

    Vielen Dank für den Beitrag und die Kommentare! 🙂

  6. XDragoon schreibt:

    Doomi, da gebe ich Dir auch prinzipiell recht. Aber gerade bei diesen beiden Begriffen sehe ich das eben recht problematisch, da sie oft sehr verallgemeinernd verwendet werden. Also etwa auf tatsächlich gewalttätig gewordene Rassisten, aber auch auf Personen, die „nur“ rassistisches Gedankengut in sich tragen oder verbreiten und auch auf Personen, die z.B. NPD-Mitglied sind, weil sie sich dort gut aufgehoben fühlen. Wenn hier nicht differenziert wird und man alle in eine Schublade steckt, werden z.B. Aussteigerprogramme so gut wie unmöglich gemacht. Das ist, was ich z.B. auch Jörg Ziercke vorwerfe und was ich allgemein als große Gefahr der Begriffe „rechtsextrem“ und „rechtsradikal“ (wahlweise natürlich auch mit links oder sonstetwas) sehe. Du hast dasselbe undifferenzierte Vorgehen ja bei PI selbst kritisiert, also dass dort kein Unterschied zwischen islamistischen Terroristen (tatsächlich gewalttätig), islamisch-fundamentalistischen Predigern (Gedankengut) und Ali-Normal-Moslems (die vielleicht nur in dieselbe Moschee gehen wie die anderen) gemacht wird.

  7. Nogger schreibt:

    12 Jahre Drittes Reich, 4 Jahre Besatzungszone, 41 Jahre Geteiltes Deutschland, 22 Jahre „Berliner Republik“.

    Und immer noch teilen wir die politische Landschaft danach ein, wo die Leute im Parlament der Weimarer Republik gesessen haben.

  8. sirdoom schreibt:

    Historische Anekdote: Die Wurzeln dieser Einteilung liegen im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Genauer, in der französischen Nationalversammlung von 1789, in dem Jahr, in welchem die französische Revolution begann. Erstmals wurden die Sitze nicht anhand des Standes verteilt, welchem die Delegierten angehörten, sondern durch deren politische Orientierung. Es kam dazu, dass die Monarchietreuen, Reaktionäre und eher konservativ gerichteten Menschen die Sitze RECHTS des Präsidenten wählten. Die fortschrittlichen Oppositionellen nahmen, im Gegensatz dazu, LINKS des Präsidenten platz.

    Obwohl die Einteilung der politischen Pole in rechts und links angesichts der Komplexität der modernen Anforderungen in der gesellschaftspolitischen Praxis sowohl auf nationalstaatlich-innenpolitischer und mehr noch auf internationaler Ebene zunehmend – zurecht – umstritten ist, ist eine entsprechende Einordnung im alltäglichen Sprachgebrauch weiterhin üblich und auch in der Öffentlichkeit, zum Beispiel in den Massenmedien, verbreitet, auch weil es eben keine einfache und schnelle Alternative gibt. Auch dient sie beispielsweise sowohl der eigenen weltanschaulichen Standortbestimmung und Identifikation von Individuen, politischen Gruppen und Parteien, als auch der Abgrenzung von politischen Gegnern. Wird uns also noch länger erhalten bleiben.

    Um zu PI zurückzukommen: Da finden wir einen bunten Eintopf aus christlichen, immer noch latent oder offen antisemitischen Hardlinern und Fanatikern, deren neue Stoßrichtung allerdings der Islam ist. Dazu kommen Leute aus den Strömungen Konservativismus, Nationalismus, Nationalsozialismus, Faschismus, Elitarismus und verirrte Liberale, die denen der Islam Angst macht. Mit Ausnahme von letzterem also generell Strömungen, welche auf herrschende Eliten setzen, welche den Nationalismus vor den Internationalismus stellen, eine Klassengesellschaft befürworten, welche die derzeitige Regierung als nicht „streng“ genug bei der Ausführung der Interessen der Eliten betrachten – zu der man sich selber zählt, auch wenn dies nicht der Fall ist -, welche sich eine stärkere Staatsmacht wünschen. Das paaren wir mit einer Prise Rassismus und Geschichtsrevisionismus und der Eintopf ist fertig.

    In den Erklärungen „warum“ hab ich das übrigens auch schon oben im Artikel eingebaut 😉

  9. Cunningham schreibt:

    @doomi: Macht Dir der Islam keine Angst?
    Nein, dass ist natzürlich eine falsche Frage. Macht Dir die immer wieder zutrage tretende radikale Auslegung des Islam keine Angst?

  10. sirdoom schreibt:

    Grundsätzlich sind mir Religionen suspekt, auch wenn ich eigentlich nichts dagegen habe, wenn jemand da sein Seelenheil sucht. In dem Moment, wo er seinen Glauben aber als absolute Wahrheit auslegt, die andere gefälligst auch so zu sehen haben, hört der Spaß auf. Da werd ich dann in Notwehr zum Radikalen. Einige Stufen höher treffen wir dann auf Kirchen und religiöse Organisationen mit Heilsanspruch. Korruption, Allmachtswahn, religiöse Dogmen mit dem Stellvertreteranspruch auf Erden für unfehlbare Götter sind immer eine Mischung die zu Katastrophen führt.

    Und ja, ich halte die christliche US-Rechte – die sich auch in Europa vermehrt – und den radikalen Islam für gefährlich und faschistoid. Ich erwarte von Leuten die hier leben ein Bekenntnis zu unserem Grundgesetz und zu unseren Werten, womit ich übrigens NICHT irgendwelche pseudo-judeo-christlichen herbeigestolperten Theorien über das Erbe Europas meine, sondern Antike und Aufklärung, liberté, égalité, fraternité und Gerechtigkeit. Der Anblick von Schleiermädchen betrübt mich genauso wie Jugendliche, die dem Papst die Füße küssen. Bei Burka und Pius-Bruderschaft ist die Grenze weit überschritten.

    Wie geht man gegen die drohenden Gefahren an? Öffentliche Hinrichtungen, „Sammellager“, alle Abschieben? Manchmal bin ich da ja imperialer Weise auch in Versuchung, aber das ist keine Lösung. Und wenn ich mir immer anschaue, wer prominent diese „Pseudolösungen“ vertritt, dann will man diejenigen gleich mal von der eigenen Medizin kosten lassen. Langfristig Erfolg wird nur – wie immer – Zuckerbrot und Peitsche haben. Aufklärung, Partizipation, Integration auf der einen Seiten und Zerschlagung der gefährlichen Strukturen auf der anderen Seite.

    Beispiel: Wir liefern unserem „Freund“ Saudi-Arabien Waffen und Panzer. Saudi-Arabien ist ein totalitärer Polizeistaat voller total durchgeknallter Salafisten(Wahabiten). Saudi-Arabien finanziert weltweit radikale Moscheen und Hassprediger über diverse Stiftungen. Da kommt dann die Peitsche: Als Terrororganisationen dichtmachen, Prediger ausweisen/einknasten, Leute umverteilen auf deutschen Dachverband, der Moscheen aufbaut, wo in Deutschland studierte, aufgeklärte islamische Theologen predigen.

    Das ist jetzt wirklich sehr verkürzt dargestellt und vielleicht sogar missverständlich, da es für schwierige Probleme selten einfache Lösungen und Erklärungen gibt, aber ich hoffe du weißt wo ich hin will.

  11. Cunningham schreibt:

    Ja ich denke schon.

  12. sirdoom schreibt:

    Das klingt beunruhigend einsilbig 😉 Vielleicht bin ich auch einfach naiv…

  13. Andai schreibt:

    Dann sind wir es beide…denn du sprichst mir aus der Seele…

  14. Cunningham schreibt:

    @doomi:
    Möglicherweise bist Du tatsächlich Naiver als ich gedacht habe und vielleicht bist Du viel mehr Gutmensch als Du sein möchtest.

    Mir, der ich von klein auf an mit anderen Kulturen konfrontiert war und zusammen mit Ausländern aufgewachsen bin, der ich durch die Berufe meiner Eltern und die christliche Nächstenliebe meiner Mutter und Großeltern dazu erzogen wurde vor „dem anderen“ Respekt zu haben, mir stellt sich bei dieser ganzen durchaus bigotten Diskusion und obwohl ich mich da dann doch immer meiner rechten Mitbürger schäme, die Frage: Was ist, wenn es hierbei keine ethische Lösung gibt? Keine gute Lösung, keine friedliche Lösung?
    Was ist, wenn wir irgendwann wie die Mexikaner den „Texanern“ gegenüberstehen?
    Ja auch ich habe nur Fragen und keine Antworten.

  15. sirdoom schreibt:

    Och, so naiv bin ich dann auch wieder nicht. Wenn ich entscheiden muss ob durchgeknallte, religiöse Irre oder ich überleben, dann will ich denen ihren Himmel nicht vorenthalten. Ich möchte bloss verhindern, dass es so weit kommt. Denn lustig wird das nicht, ganz im Gegenteil.

    In Anlehnung an Mark Twain: „Wisse immer wo das Kriegsbeil vergraben ist – möglichst nah! – gerade bei Friedensverhandlungen.

  16. pseudo-anonymous schreibt:

    Was spricht gegen Libertarismus („Libertarianism“)? Warum soll nicht jeder so religiös verbohrt oder politisch verkleistert sein, wie immer es ihm beliebt, solange er niemanden dabei auf die Füße tritt? Meiner Meinung nach ist es einer jeden Person gutes Recht, zu denken, zu tun und zu lassen, was und wann auch immer sie will. Allerdings ist es in meinen Augen auch eines jeden Recht, sich mit allen nötigen Mitteln dagegen zu wehren, wenn ihm jemand tatsächlich auf die Füße tritt. Schade, daß sich Libertarismus nicht durchsetzen kann oder wird. 😦

  17. sirdoom schreibt:

    Libertarismus ist ein schönes Konzept, was von der Aufgeklärtheit und Eigenverantwortung jedes einzelnen Menschen ausgeht, ohne die unterschiedlichen Startpunkte zu beachten. Jung, fit, gut ausgebildet, gesund, reich = Libertarismus geil. Krank, Unterschicht, alt, arm, usw. = Libertarismus scheiße. Wobei wir uns eigentlich erstmal einigen müssten über welche Form von Libertarismus wir genau reden, da gibt es nämlich auch größere Unterschiede.

    Und auch wenn der Ansatz „macht doch was ihr wollt, aber dein Recht zu schlagen hört bei meiner Nase auf“ mir durchaus gefällt, so habe ich doch ein gewissen Kulturimperialismusprinzip. Unabhängig von Religion und Gesetz gibt IMHO eindeutige GUTE und BÖSE Dinge. Mord, Vergewaltigung, Kindesmisshandlung, usw. sind schlecht und kulturelle Ausreden sind mir persönlich vollkommen scheissegal. Davon ab haben sich Fanatiker noch nie vom Prinzip des „Leben und leben lassen“ beeindrucken lassen. Siehe auch Christen, als sie in Rom an die Macht kamen.

    Libertarismus ist imho genauso eine Utopie wie der Sozialismus, wo jeweils davon ausgegangen wird, dass der aufgeklärte Mensch sich anständig verhalten wird.

  18. Nogger schreibt:

    Der Islam ist genau so wenig und soviel eine radikale Religion wie eine andere. Die „islamische Welt“ ist derzeit von innen zerrüttet und von aussen bedrängt. Unter diesen Konditionen wird jede Gesellschaft radikal. Um den Islam zu „entradikalisieren“ müsste man den Druck von der islamischen Welt nehmen und ihnen zwei, drei Generationen Zeit geben, damit eine neue islamische Jugend heranwachsen kann, die nicht das Gefühl hat, nirgends Akzeptanz oder eine Perspektive zu finden. Dann hätten wir auch wieder einen gemäßigten Islam, der einigen Ausprägungen der westlichen Kultur etwas vormachen könnte.

  19. sirdoom schreibt:

    Das geht aber nicht, die anmaßenden Kameltreiber sitzen auf unserem öl! 😉 Und ich heize gerne im Winter und fahre gerne Auto! Geostrategisch hätte man die Energiewende schon vor 20 Jahren anfangen müssen, aus rein militärischen Gründen…

  20. Cunningham schreibt:

    @Nogger: Ich fürchte dafür ist zum einen unsere Welt zu klein geworden und zum anderen ist es dafür wohl zu spät.

  21. sirdoom schreibt:

    ^^Mal etwas ernsthafter: Es sollte dafür besser nicht zu spät sein, denn die Alternativen sind ziemlich blutig und desaströs.

  22. Nogger schreibt:

    Ich überlege mir halt manchmal, wie die Menschen wohl in 500 oder 1000 Jahre über diese Epoche reden werden. Und ich denke, da werden solche Erscheinungen wie der War on Terror (oder besser Resource Wars), die läppischen 1, 2 Jahrhunderte „Finstererer Islam“ und die EU nur Randnotizen sein.

    „In Europa brach eine Epoche unerwartet langen Friedens an, die beinahe ein Jahrhundert andauerte, während sich das Globale Machtzentrum zunächst nach Amerika verschob, bis sich China von seiner 300-jährigen Krise erholte und seinen angestammten Platz als eines der mächtigstes Imperien der Geschichte wieder einnahm. Entgegen der Schwarzmalerei von Untergangspropheten blieb der nukleare Holocaust aus. Das 21. Jahrhundert war somit Business as usual. Auch der Islam erreichte eine neue Blüte am Rande der chinesischen Hegemonie und erlebte nach einen finsteren Jahrhundert des Fundamentalismus seine Renaisance.“

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