„Review – The Company Men“

Bobby Walker (Ben Affleck), erfolgreich, gut bezahlt, schickes Haus, zwei Autos, Familie. Und dann kommt die Finanzkrise und er verliert über Nacht seinen Job bei der Firma GTX, bei der er seit Jahren arbeitet. Sein Leben verändert sich damit schlagartig, sein Lebensstil lässt sich nicht mehr finanzieren und trotz Erfahrung und Können ist kein Job zu finden, außer bei seinem Schwager(Kevin Kostner) auf dem Bau. Währenddessen wird sein alter, direkter Vorgesetzter Gene McClary (Tommy Lee Jones) auch gefeuert, weil er kritisiert, dass GTX sich nur noch um Finanzmarktspielereien kümmert und die eigentliche Firma vor die Hunde geht, während der Chef Millionenboni kassiert und sich ein teures, neues Vorzeigehauptquartier gönnt. Gene McClarys Affäre mit Sally Wilcox, die die Massenentlassungen organisieren muss, macht die Sache nicht besser. Erst als Bobby Walker und Gene McClary gegen die Lethargie und Hoffnungslosigkeit ankämpfen und etwas Demut gelernt haben, macht sich ein Hoffnungsschimmer am Horizont breit.

The Company Men ist echt ein zwiespältiger Film. Besetzung und Regie sind eigentlich top, gerade die erste Hälfte des Films, welche die Massenabfertigung und Entmenschlichung von „Arbeitsmasse“ zeigt und mehr als einmal Kritik an den Methoden der Großfinanz übt, ist ganz wunderbar gemacht. Und dann muss man sich entscheiden. Wenn man das „Feelgood„-Ende akzeptieren kann, dann ist der Film insgesamt sehr gut. Aber wenn man durch den guten Anfang mehr erwartet, dann bleibt ein ganz schlechter Geschmack zurück. Denn am Ende löst sich alles in Wohlgefallen auf, da man in guter amerikanischer Tradition anpackt und sich zusammen aus dem Sumpf zieht, was natürlich vollkommen der Realität widerspricht und was so auch nicht klappt. Besonders schlimm wird es dann, wenn die bezaubernde Maria Bello (A History of Violence!) ihre Brüste zeigen muss, damit auch jeder Idiot die böse Ehebrecherin ganz eindeutig identifiziert bekommt und Tommy Lee Jones wieder zur Ehefrau zurückkehren darf. Fazit: Sehr gut begonnen und am Ende richtig abgekackt. Es sei denn man schafft es geistig fließend von Realitätsnahem Drama auf geschöntes Hollywood umzuschalten. Dann ist es okay.

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