„Nightwish Imaginaerum – Review“

Die neue Nightwish CD Imaginaerum dürfte die wahrscheinlich pompöseste und mainstreamigste CD sein, die ich dieses Jahr gehört habe. Wobei das an sich keine negative Aussage sein soll. Vorweg sollte ich erwähnen, dass mir Tarja, die ehemalige Sängerin, schon immer etwas auf die Gehörgänge gegangen ist. Grandiose Sängerin, aber man kann es auch übertreiben. Seit sie solo unterwegs ist, ist es übrigens gefühlt noch schlimmer geworden.

Wer hingegen den Multiplatin-Vorgänger Dark Passion Play mit Anette Olzon als neuer Sängerin mochte, der wird an der neuen Scheibe nichts großartig auszusetzen haben, schließlich sind sie nicht nur von der Optik sehr nah verwandt. Olzon singt akzentuierter und man hat das Gefühl, dass das Songmaterial besser auf ihre Stimme angelegt wurde. Negativ fällt zumindest mir auf, dass doch so an einigen Stellen Dark Passion Play recycelt wurde und auch bei den Texten schleicht sich etwas Repetition ein. Insgesamt ist die Scheibe für meinen Geschmack auch etwas zu ruhig. Der vermehrte Gesangsanteil von Basser Marko  Hietala(Northern Kings) tut den Songs allerdings sehr gut. Die Gitarrenarbeit tendiert zwischen sehr geil(Ghost River) und unauffällig, das Orchester ist gut eingepflegt und Pip Williams  merkt man die Erfahrung an. Das 14-minütige Hauptwerk „Song of Myself“ stinkt aber im Vergleich zum Dark Passion Play Vorgänger „The Poet and the Pendulum“ doch ganz schön ab.  Das Gesamtkonzept mit 4 Millionen Euro-Film gefällt mir auch nicht besonders, aber das muss man sich ja nicht antun. Die 2 Disc Edition, die als zweite CD das komplette Album als instrumentale Version enthält kann man für den geringen Aufpreis nur empfehlen, auch weil man das gut als Fantasy-Soundtrack beim Rollenspiel gebrauchen kann. Ist zumindest weitaus besser als der Soundtrack von der Conan-Neuverfilmung.

Fazit: Tarja-Fans gehen weiter im Keller weinen, wer Dark Passion Play geil fand, wird auch hier zufrieden sein, auch wenn Imaginaerum auf hohem Niveau meines Erachtens etwas schwächer ausfällt und keineswegs in der Nähe von „Album of the Year“ anzutreffen ist. Und ich freu mich über die Instrumental-CD…

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7 Antworten zu „Nightwish Imaginaerum – Review“

  1. pseudo-anonymous schreibt:

    Bei so viel „geil“ und dem denglischen Ausdruck „mainstreamigsten“, möchte ich eine große Packung Taschentücher holen. Zum einen, um die Sauerei aufzuwischen, die mit Sicherheit bei so viel Geilheit zustande kommt, zum anderen um meinen kaum enden wollenden Tränenfluß aufgrund des Fremdschämens zu trocknen. 😉

  2. sirdoom schreibt:

    ^^Du kannst auch gerne amtlich eins in die Fresse bekommen! 🙂

  3. ravenscroft schreibt:

    Der Pöbel ähh ich meine die braven Bürger wären nun bereit diesen Crétin mit heißem Teer und Hühnerfedern zu zivilisieren, Eure imperiale Herrlichkeit

  4. Andai schreibt:

    Allerdings hat er mit dem schrillen Gekreische von tarja recht..zumindest empfinde ich es mitlerweile so, wenn ich mir ihre aktuellen Werke anhöre *schauder*…dennoch Nightwish ist nicht mehr dasselbe wie früher.

  5. farmerboy schreibt:

    Stimmt. Sind rockiger als vorher ^^

  6. pseudo-anonymous schreibt:

    [lispel]
    promitheth, promitheth
    [/lispel] 😉

  7. sirdoom schreibt:

    😀

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