„Die Welt hat sich verändert „

Inter Arma Enim Silent Leges: Eine Gruppe von Terroristen bereitet sich in einem Hotel auf einen Anschlag vor. Schon bald schlägt man zu. Die Terroristen töten den US-Präsidenten und verletzen den US-Außenminister schwer. Die Behörden schicken die Armee aus, um die Terroristen zu finden, wobei der Mörder des Präsidenten erschossen und die anderen verhaftet werden. Aber einer aus der Terroristenzelle kann entkommen. Statt seiner nimmt man dessen Mutter, die Hotelbesitzerin fest. Es folgt ein Militärprozess gegen Zivilisten, oder auch neuamerikanisch „ungesetzliche Kombattanten„, bei dem es hauptsächlich um die Verurteilung geht, während ein Anwalt versucht auf den Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit zu bestehen.

Diese Geschichte ist nicht nach 2001 passiert, sondern fast 150 Jahre her. Denn es geht um die Ermordung des US-Präsidenten Abraham Lincoln durch John Wilkes Booth. Robert Redford hat einen Film darüber gedreht, die Lincoln Verschwörung. Einen ziemlich guten, historischen Gerichtsthriller, der ziemlich aktuell daher kommt. Sollte man sich nicht entgehen lassen.

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14 Antworten zu „Die Welt hat sich verändert „

  1. 3-6 schreibt:

    Zivilisten, die „einfach so“ in Kampfhandlungen eingreifen, sind nunmal keine Kombattanten.

  2. Agent Pöhlemann schreibt:

    oooch… und ich dachte immer Abraham Lincoln, Vampire Hunter erzähle die echte Story!

  3. sirdoom schreibt:

    Oh, daran zweifle ich nicht, ich sehe bloss die Konsequenzen die sich daraus ergeben anders, als es die US-Regierung tut. 😉

  4. sirdoom schreibt:

    Pssst, das ist doch geheim. Genauso wie die Erfindung der Erdnussbutter durch Lincolns Frau, die einem Schwarzen zugeschrieben wurde, um für Frieden zu sorgen. Das wichtigste Geheimnis der Illuminüsse!!!

  5. 3-6 schreibt:

    Ob Repressailien soviel besser ankämen? 😉

  6. sirdoom schreibt:

    Quote: Ob Repressailien soviel besser ankämen? 😉

    Wahrscheinlich auch nicht, sieht immer scheiße aus, wenn Zivilisten abgeknallt werden. Die AK die 3m daneben liegt wird meist ausgeblendet. Andererseits kann es keine Lösung sein, alle möglichen, u.U. verdächtigen Personen zu ungesetzlichen Kombattanten zu erklären, sie nach Gitmo zu bringen, um nach 10 Jahren festzustellen „wir haben uns geirrt, die Hälfte der Leute war total unschuldig, aber jetzt können wir sie nicht mehr freilassen, weil sie uns jetzt berechtigtermaßen hassen“… Wenn dann gehören die vor ein ziviles Gericht und sind wegen Terrorismus dran. Und wenn sie unschuldig sind, muss man sie halt freilassen. Dass das auch nicht die ultimative, total tolle Lösung ist, weiß ich selber. Aber bei geheimen Militärtribunalen klingeln bei mir immer alle Alarmglocken.

  7. Heiko schreibt:

    Fun Fact: wenn man einen Trailer, irgendeinen Trailer, ruinieren will und ihm von vornherein jegliche Chance auf ein bißchen Oomph nehmen will, muss man ihn nur synchronisieren.
    /Dünkel 😉

  8. sirdoom schreibt:

    Stimme ich in ca 75% der Fälle zu. Schlimmer finde ich allerdings eher dies Deppentrailer, die alles verraten und man sich den Film nicht mehr anschauen brauch. Wie man es richtig man, konnte man neulich beim Prometheus Trailer sehen! 🙂

  9. Cunningham schreibt:

    Ahhh, der erhobene Zeigefinger und die ganz große moralische Keule…
    Zu bedenken wäre ja, dass zu dieser Zeit
    1.) wohl nicht ganz eindeutig geklärt war, ob man zivilisten vor ein Militärtribunal gestellt werden dürfe oder nicht
    2.) im gesammten Süden der Vereinigten Staaten das Militär die Polizeigewalt inne hatte
    3.) die gezeigten Personen nicht noch als Spione für die, zwar schon besiegten, Südstaaten angesehen werden könnten

    Zumal der Film wohl das Attentat und die Gerichtsverhandlung komplett aus dem historischen Kontext rauslöst und unreflektiert als „falsch“ hinstellt.

  10. sirdoom schreibt:

    @1: Auch damals schon ging man davon aus, dass man Zivilisten nicht vor ein Militärgericht stellen darf, es wurde aber trotzdem gemacht. Was dann ein Jahr später, nachdem man alle, bis auf einen der bekannten Verschwörer, hingerichtet hatte, vom Supreme Court kassiert wurde und damit endgültig zementiert wurde, dass das nicht geht.

    @2: Irrelevant, weil die Ereignisse und die Verhandlungen in den Nordstaaten stattfanden. Die Ausrede, dass die betroffenen Personen Südstaatler waren gilt nicht, weil die Sezession vom Norden nie anerkannt wurde und deshalb auch Südstaatler weiter als US-Bürger galten und damit auch alle Bürgerrechte hatten

    Zumal der Film wohl das Attentat und die Gerichtsverhandlung komplett aus dem historischen Kontext rauslöst und unreflektiert als “falsch” hinstellt.

    Quelle? Link? Begründung? Ich muss zugeben, dass mein Hintergrundwissen da nicht das allergrößte ist, aber mir ist jetzt nichts ins Auge gesprungen was offensichtlich falsch ist. Außer dem üblichen filmischen Freiheiten und Drehfehlern(Link). Und die American Film Company hat sich als Ziel nun auch nicht gerade Geschichtsfälschung auf die Fahnen geschrieben. 😉

  11. Cunningham schreibt:

    @1.: Richtig, man ging davon aus aber wirklich gesichert war das nicht. Und jetzt überleg mal was man damals mit Partisanen, Spionen usw. gemacht hat… das sind irreguläre angehörige der Südstaatenarmee, die nach der Kapitulation die Waffen nicht niedergelgt haben, die in Zivil … (denk Dir den Rest).

    @2.: Die Südstaatler hatten mit nichten die Bürgerrechte der Vereinigten Staaten und Soldaten und Staatsmänner mussten erst einen Treueeid ablegen, ehe sie erst wieder vollwertige US-Bürger waren.
    Jefferson Davis (Präsident der Konföderierten Staaten) wurde dieses Verweigert und General Robert E. Lee bekam seine Bürgerschaft auch erst postum und durch Zufall zurück.

    Mit falsch meine ich das moralische nicht richtig.
    Sprich der Film stellt fest: Die Vereinigten Staaten haben falsch gehandelt! Mit großem erhobenen Zeigefinger. Und nichts weiter… kein wieso, keine Berücksichtigung der Umstände und der damaligen Zeit (wo man ja nunmal auch Pferdediebe hingerichtet hat).

  12. sirdoom schreibt:

    Na ja, der Supreme Court der USA hat selber ein Jahr später festgestellt, dass das falsch war, also wohl eher eine historische Beschreibung. Und die Erwägungen warum man so gehandelt hat, kommen im Film durchaus vor. Natürlich geht man nicht erschöpfend auf den Nord-Süd-Konflikt ein, weil dafür einfach nicht die Zeit reicht.

    @Jarvis/Lee: Das ist ein Minenfeld, auf das ich mich ohne 2-wöchiges Studium des Hintergrundes nicht wirklich einlassen will. Ein Aspekt wäre z.B. wie man jemanden des Landesverrates anklagen kann, der „nicht“ Staatsbürger ist. Und wenn er Staatsbürger ist, dann genießt er auf dessen volle Rechte. Usw.

  13. Cunningham schreibt:

    @Landesverrat/Staatsbürger:
    Nun, ich persönlich sehe das ähnlich, gestehe aber zu, dass man da durchaus geteilter Meinung sein kann und dass es Leute/Staaten gibt, die einem Landesverräter eben nicht die vollen Bürgerrechte zugestehen.
    Schon allein aufgrund unserer deutschen Historie bin ein sehr großer Freund des Rechtsstaates und der Bürgerrechte, nur kann und will ich mir nicht die grobe moralische Keule geben ohne den gesamtkontext zu berücksichtigen.
    Darüber hinaus bin ich mir ziemlich sicher, dass selbst ein ziviles Gericht damals die ganze Bande zum Tode verurteilt hätte, weil damals die Geschworenen aus Nordstaatlern bestanden hätten und nicht wie zur Verhandlung des letzten Verschwörers zum Teil auch aus Südstaatlern, kommen wir wieder zu dem Punkt, dass die Südstaatler nach dem Krieg eingeschränkte Bürgerrechte hatten…

  14. Pingback: “Review – Lincoln (2012)” |

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