„Review – The Fighter“

Micky Ward (Mark Wahlberg) ist ein eher erfolgloser, aber talentierter irisch-amerikanischer Boxer aus Lowell (Massachusetts). Er und seine Familie entstammen positiv formuliert der Arbeiterklasse/Unterschicht. Aber Mick konzentriert sich auf den Sport und verbringt jede freie Minute im Boxring, wobei  er von seiner Mutter Alice (Melissa Leo), die ihn managt und von seinem älteren Halbbruder Dicky Eklund, der ihn trainiert, unterstützt wird. Dicky (Christian Bale), der einst selbst Boxer war und einen Knock Down während eines live von HBO übertragenen Kampfes gegen Sugar Ray Leonard landete, stieg unter dem Spitznamen The Pride of Lowell/Der Stolz von Lowell zur lokalen Bekanntheit auf und zerbrach an schwindendem Erfolg und seiner Drogensucht. Dies hindert seine Mutter und ihn allerdings nicht daran, Micky immer wieder vorzuhalten und damit zu prahlen, wie berühmt Dicky einst in den 1980er Jahren war, wobei Dickys Crack- und Kokain-Sucht dabei gerne verschwiegen wird. HBO filmt derweil eine Dokumentation über den einstigen Ruhm Dickys, wobei hier allerdings der Fokus auf dessen Abhängigkeit gelegt wird. Micky entscheidet sich zusammen mit seiner neuen Freundin Charlene Fleming (Amy Adams) es ohne seine Familie und deren Probleme zu schaffen, merkt aber schnell, dass er, trotz dessen Großspurigkeit, ohne Dickys Gespür für Taktik und den Verlauf von Kämpfen nicht weiterkommt. Und dann steht ein Weltmeisterschaftskampf an.

THE FIGHTER ist eigentlich ein dramatisiertes Biopic über den ehemaligen Boxweltmeister Micky Ward. Allerdings wird dank eines guten Drehbuchs und der unglaublich guten Darsteller weit mehr daraus, nämlich ein recht schonungsloses Gesellschaftsportrait, der wohl beste Boxfilm seit Rocky(1976) – mit wesentlich besseren Kämpfen – und ein ganz klassisches Sportlerdrama. Sonst wirft man Christian Bale ja vor, er würde nur sich selbst und immer gleich spielen, hier gilt das eher für den Mark Wahlberg, während Bale den Oscar für seinen großmäuligen Junkie mit Herz mehr als verdient hat. Wobei Wahlberg auch gut ist, bloß von der Anlage der Rolle keine so großen Spotlights bekommt. Der weibliche Cast ist ebenfalls beeindruckend, gerade Melissa Leo und Amy Adams. Allerdings wäre ich bei so einer Verwandtschaft längst ausgewandert. Klar, manchmal trägt The Fighter dann doch wieder etwas zu sehr auf, wobei lustigerweise die unwahrscheinlichsten Szenen des Films direkt aus der Wirklichkeit stammen. Die Boxkämpfe sind natürlich keine echten Boxkämpfe, aber im Vergleich zu dem Rumgehopse von Stallone in Rocky absolut brillant choreographiert. Fazit: Definitiv sehr empfehlenswert!

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