„Blickwinkel und Wahrnehmungen“

[Vorweg: Es geht hier um Blickwinkel, wie man Dinge wahrnimmt und in welchen Zusammenhang sie gestellt werden! Die Redaktion]

Letzten Samstag kam eine Dokumentation bei ARD über eine Parallelgesellschaft, welche ich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen so nicht erwartet hätte. Es ging dabei um Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund, die in einer engen Gemeinschaft dann doch lieber unter sich bleiben.

Einige reden ziemlich gut Deutsch, andere kein Wort. Oftmals sieht man die Flagge eines fremden Staates, statt der von Deutschland in den Räumlichkeiten des öffentlichen Lebens dieser gesellschaftlichen Gruppe. Obwohl sie in Deutschland leben, betrachten sie sich einem anderen Volk zugehörig und definieren sich über ihre altertümliche Religionen, die unter anderem die Trennung von Mann und Frau in religiösen Dingen vorschreibt. Es gibt unter ihnen Gruppierungen die auf „Rassereinheit“ achten und die Vermischung mit anderen Volksgruppen verachten. In den Interviews der Dokumentation kommen dann auch erschreckende Dinge zum Vorschein. So wird ausgesagt, dass man halt lieber unter sich bleibt und keinen Kontakt zur deutschen Gesellschaft sucht. Beim Fußball wird nicht zur deutschen Nationalmannschaft gehalten, sondern man drückt der „Heimat„-Mannschaft aus dem Nahen Osten die Daumen. Die Deutsche Nationalhymne singen ist unvorstellbar…

Diese offene und „erschreckende“ Dokumentation über eine Parallelgesellschaft mitten in Deutschland mit ihren fremdländischen Bräuchen heißt: „Auf das Leben! – jüdisch in Deutschland„. Aber ihr habt alle an was anderes gedacht, oder?*

*Als ich das Gedankenspiel gestern ausprobiert habe, ist es kläglich gescheitert, aber die Person kennt mich auch zu gut…

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12 Antworten zu „Blickwinkel und Wahrnehmungen“

  1. Joachim schreibt:

    „Aber ihr habt alle an was anderes gedacht, oder?“
    Stimmt. Aber als Nachbar einer vielköpfigen kosovarischen Transferempfänger-Familie,.auf die diese Beschreibung passt wie die Faust aufs Auge, ist das auch kein Wunder.

  2. sirdoom schreibt:

    Ich hab es ja auch ein ganz kleines Bisserl drauf angelegt^^ 😉

  3. eismann2060 schreibt:

    Ich dachte an Bayern, bis das mit dem nahen Osten kam…

  4. Kell schreibt:

    Und was soll uns das sagen?
    Das Einwanderer immer ihr Heimatland mitbringen und dazu halten?
    Oder das Religionen allesamt bescheuert sind?
    Und Deutsch lernen nicht In ist, nichtmal in Deutschland?

  5. Wallace schreibt:

    Ist nur so eine verrückte Idee, aber vielleicht „[…] um Blickwinkel, wie man Dinge wahrnimmt und in welchen Zusammenhang sie gestellt werden! […]“ 😉

  6. Joachim schreibt:

    DER war wirklich gut! You made my day!

  7. sirdoom schreibt:

    Was man da sonst rein interpretiert, sei jedem selbst überlassen. ^^Wie Wallace schon zitierte.

    Ich bin drauf gekommen, als ich neulich die üblichen verdächtigen News-Seiten abgestaubt habe und dabei gleich mehrere Artikel gefunden habe, wo ein und dasselbe Verhalten in einen Fall ganz toll und im anderen total verabscheuungswürdig war, ohne dass ein Grund für die Unterscheidung erkennbar war. Und die ARD-Doku üder jüdische Deutsche macht es besonders offenkundig, wenn man da die üblichen Formulierungen benutzt.

  8. XDragoon schreibt:

    Bei „Rassereinheit“ war mir klar, dass es um Juden geht. Keine andere Glaubenslehre macht da solche Vorgaben.

  9. Cunningham schreibt:

    Echt, sind die Muslime nicht auch etwas pingelig, was die Heirat angeht?
    Oder die Katholiker?

  10. sirdoom schreibt:

    Klar sind die auch pingelig, aber so weit mir bekannt ist, sieht man sowas im Katholizismus und Islam zwar nicht gerne, es steht aber nirgends explizit im jeweils heiligen Werk geschrieben, dass es verboten und eine Sünde gegen Gott ist.

    Die Tora verbietet es, Nichtjuden zu heiraten (Deuteronomius 7:3-4): „Ihr sollt sie nicht heiraten; ihr sollt eure Tochter nicht ihrem Sohn geben, und ihr sollt ihre Tochter nicht für euren Sohn aussuchen, denn er wird euer Kind dazu bringen, Mir nicht mehr zu folgen. Sie werden andere G-tter anbeten. Dann wird der Ewige sich über euch ärgern und euch zerstören.“ Die direkte Implikation ist, dass die Kinder einer solchen Vereinigung vom Judentum weggerissen werden. Nur am Rande soll hier bemerkt werden, dass dies auch die Schriftstelle für das Gesetz der mütterlichen Vererbung der Religionszugehörigkeit ist. Es heisst da: „…denn er (d.h. ein nichtjüdischer Vater) wird euer Kind dazu bringen, Mir nicht mehr zu folgen“. Diese Stelle impliziert, dass ein Kind einer jüdischen Mutter jüdisch ist. Wenn ein jüdischer Mann eine nichtjüdische Frau heiratet, dann ist das Kind nicht jüdisch. Wenn also ein jüdischer Mann eine nicht-jüdische Frau heiratet, dann ist das Kind nicht jüdisch und eine bislang ununterbrochene jüdische Erbfolge wurde unterbrochen. Wenn ein nicht-jüdischer Mann eine jüdische Frau heiratet, dann sind die Kinder jüdisch. Die Tora verbietet jedoch ausdrücklich solch eine Verbindung, denn „… er wird euer Kind dazu bringen, Mir nicht mehr zu folgen“.

    Leider geht die Auslegung dessen in orthodoxen Kreisen noch viel weiter. Das Judentum ist nicht nur ein Volk, sondern reine Erblinie bis zu Abraham, Isaak und Jakob. Wenn diese Blutlinie unterbrochen wird, wird quasi ein Jude getötet(jede Religion arbeitet mit Schuldgefühlen). Was uns zu leider in die Gebiete Rassereinheit & co führt…

  11. 3-6 schreibt:

    Es ist doch total belanglos, ob sich eine Parallelgesellschaft bildet… :

    – bis sie zu groß wird,
    – bis sie überdurchschnittlich stark Sozialtransfers benötigt,
    – bis sie ihre Angehörigen dazu aufruft, sich mittels Explosivstoffen in der Landschaft zu verteilen.

  12. sirdoom schreibt:

    Aber ich hab neulich erst bei PI-News und WELT gelesen, dass ALLE Parallelgesellschaften in Deutschland schlecht sind, weil dadurch die demokratische Grundordnung untergraben wird, weil eine damit einhergehende Nichtintegration grundsätzlich schlecht ist und diejenigen gefälligst woanders hingehen sollen, wenn sie nicht „deutsch“ sind… 😉

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