„Wenn es um die Gurke geht!“

Aktuell erregt ein Urteil des Kölner Landesgerichts zum Thema Beschneidung des männlichen Geschlechtsorgans die religiösen Gemüter. Nach Auffassung des Landgerichts soll es sich bei der Beschneidung aus religiösen Gründen um eine „schwere und irreversible Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit“ handeln. Diese sei weder durch die Religionsfreiheit noch das Elternrecht gedeckt. Wie zu erwarten fordert diese offensichtliche Tatsache den Zorn von Muslimen und Juden heraus. Wobei es schon interessant ist, dass ausgerechnet Muslime und Juden „an einem Strang“ ziehen, wenn es um „die Wurst“ geht. Auch die Katholische Kirche sorgt sich um das Zipfelheil der kleinen Schäfchen[Link]. Wobei zumindest mir immer Angst und Bange wird, wenn die Katholische Kirche sich um den Genitalbereich von Kindern sorgt.

Aber kommen wir mal zum Punkt: Genitalbeschneidungen bei Mädchen sind das hinterletzte und primitivste, was möglich ist. Bei Jungen sind die Folgen weniger gravierend, nichtsdestotrotz bleibt es objektiv eine Körperverletzung ohne Einwilligung des Opfers, die ohne Betäubung starke Schmerzen verursacht und in Ausnahmefällen bleibende Schäden nach sich zieht und bei unsachgemäßer Behandlung sogar zum Tod führen kann. Aus menschenrechtlicher, grundrechtlicher, strafrechtlicher, moralischer und ethischer Sicht ist also die Beschneidung von Säuglingen und Kindern illegitim und illegal. Die durchaus gegebenen, gesundheitlichen Vorteile der Beschneidung werden größtenteils erst mit Beginn der Geschlechtsreife relevant, so dass ein irreversibler Eingriff im Säuglings- oder frühen Kindesalter als überflüssig zu betrachten ist, sofern keine akute medizinische Notwendigkeit vorliegt.

Die Berufung auf die Religionsfreiheit bei diesem Thema stellt eine Lächerlichkeit sondergleichen dar, beginnt doch die Religionsmündigkeit erst mit 14 Jahren. Ganz davon ab, dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit vor der Glaubensfreiheit kommt. Abgesehen davon ist der Grad an Irrsinn doch unglaublich hart, wenn man das Seelenheil von Kindern an der Beschneidung des Genitals festmacht. Warum die puritanischen Christenkreise so beschneidungsgeil sind, obwohl es dafür keinerlei religiöse Vorschriften gibt, ist eine andere traurige Geschichte. Beschnittene Jungen haben Schwierigkeiten zu masturbieren, was unter Puritanern als positiv gilt, da der Mensch nicht glücklich sein oder Spass haben darf…

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31 Antworten zu „Wenn es um die Gurke geht!“

  1. Joachim schreibt:

    Religiösität ist eben eine Form von Wahnsinn. Aber da es sich nur um die Verstümmelung von Jungs handelt, schreien auch die Kampffeministinnen hurra. Ist doch nur gerecht, wo doch die Mädchen immer soooo viel leiden müssen!
    Eigentlich sehe ich keine Chance für die Menschheit.

  2. sirdoom schreibt:

    Es gibt viele Formen von Wahnsinn und ich will noch nicht mal ernsthaft auf den Zug Religion = alles Irre aufspringen, auch wenn die Betroffenen hart dran arbeiten dieses Klischee allgemeingültig werden zu lassen. Aber Penisbeschneidung als Dogma ist echt schon ganz weit in der Klapse…

    Was den Unterschied Beschneidung Jungen/Mädchen angeht: Da ist wirklich ein verdammter Unterschied und die Beschneidung von Jungen ist ein lustiger Kindergarten gegenüber den Schäden, die bei Mädchen angerichtet werden.

  3. pseudo-anonymous schreibt:

    Es ist mir ein nicht lösbares Rätsel, was schwerer wiegt: die einmalige Beschneidung im Genitalbereich oder die langfristige, fortwährende Beschneidung des Geistes dank Indoktrinierung. Wenn es nach mir ginge, würde beides auf das Schärfste bestraft werden.

    Was die Puritanischer angeht, muß ich an Uhrwerk Orange denken. Kann ein Mensch überhaupt noch gutsein, wenn er keine andere Wahl hat, als gut zu sein? Sollten die Puritaner nicht lieber gleich noch die Eichel oder Klitoris mitentfernen, eine künstliche Befruchtung wäre dann wirklich rein und niemand in ihren Reihen würde Spaß am Sex oder schmutzige Gedanken haben?

    Davon abgesehen heißt politische Korrektheit nicht umsonst POLITISCHE Korrektheit und nicht MORALISCHE Korrektheit. 😉

  4. Cunningham schreibt:

    Nun, warum wird in der Katholischen Kirche die Taufe schon im Kindsalter durchgeführt? Na auch wegen dem Seelenheil… und da früher die Kindersterblichkeit so hoch war, musste das möglichst sofort gemacht werden…

    Und imho gibt es bei der Beschneidung einen Gesundheitlichen Aspekt, ähnlich wie bei dem Gebot kein Schweinefleisch zu essen. Ich mein die alten Muslime und Juden werden sich ja nicht irgendwan zusammengesetzt haben (also jede Partei für sich und nicht alle gemeinsam 😉 ), „Kommt schneiden wir unseren Jungens die Vorhat ab, dann … ähm, sine sie näher bei Gott und kommen ins Paradies.“

  5. EsEf schreibt:

    Was vor 3000 oder 4000 Jahren in der Wüste vielleicht mal eine sinnvolle Regelung aus Hygienegründen war und dann als religiöses Gesetz eingeführt wurde (weil sich so was mit Angst vor der Verdammnis leichter durchsetzen ließ) ist heutzutage anachronistisch und primitiv. Wie halt diese ganzen bronzezeitlichen Endzeit-Religionen auch.

    Man kann übrigens durchaus religiös und modernen Zeiten gegenüber aufgeschlossen sein. Aber von solchen Leuten hört man nix. Die belästigen nämlich andere Menschen nicht mit ihren persönlichen Überzeugungen. Das machen nur Leute, die glauben, sie wären „besser“ als andere, weil sie sich so verhalten, wie ihre primitiven, bronzezeitlichen Vorfahren.

  6. sirdoom schreibt:

    Aufgeschlossene, moderne Christen sind dem innewohnenden Fanatiker auch ein absolutes Greuel und außerdem vollkommen ungeeignet, gewisse Zielgruppen zu erreichen. Sieht man ja auch an einer Menge Konvertiten, denen die christliche Kirche viel zu lasch geworden ist und sich nur wohl fühlen, wenn der ganze Zorn Gottes im Spiel ist…

  7. sirdoom schreibt:

    Es gibt dazu auch wieder einige „besondere“ Meinungen[Quelle]…

    Der türkische EU-Minister Egemen Bagis sagte laut türkischen Medien, die Beschneidung als Körperverletzung zu werten, sei eine Dummheit. Das Ritual als „heilige Angelegenheit“ sei keine Sache der Gerichte. Das Thema müsse aus Sicht der Religions- und Gewissensfreiheit betrachtet werden.

    Ist das nicht immer so? „Heilige Angelegenheiten“ rechtfertigen hier den Verstoss gegen die Menschenrechte und die allgemeine Ethik, dann an anderer Stelle. Menschen in die Luft Bomben ist schließlich auch eine „Heilige Angelegenheit„, nicht wahr?

    Der Uno-Sonderberichterstatter für Religions- und Glaubensfreiheit, Heiner Bielefeldt, bezeichnete die Argumente des Gerichts als „groben Unsinn“. Im Urteil fänden sich „bizarre Aussagen“. In jüdischen und muslimischen Familien sei die Beschneidung „eine ganz weit verbreitete Praxis“, sagte Bielefeldt Deutschlandradio Kultur.

    Als Begründung eine „weit verbreitete Praxis“ anzuführen ist immer ein absoluter Brüller. Raub, Mord und Vergewaltigung ist auch „weit verbreitet„, deswegen aber noch lange nicht richtig…

  8. EsEf schreibt:

    Prima – ich kenne einen Heiden, der seinen Göttern gerne Menschen opfern möchte. Nach der Lesart von Heiner Bielefeldt wäre das wohl auch noch im Rahmen *gröhl*

    Auch Satanisten und sonstige Kultanhänger (Cthulhu, Tsathoggua, etc.) würden Herrn Bielefeldt mit Begeisterung zustimmen, werden sie doch in ihrer Religionsausübung massiv vom Gesetz gegängelt und behindert. *wieher*

  9. sirdoom schreibt:

    Nicht zu vergessen: Bei den Azteken, den Inka, den Römern(Gladiatorenspiele), usw. waren Menschenopfer eine „weit verbreitete Praxis“. Wenn deren Nachkommen dies wieder einführen wollen können sie sich neben der „heiligen Handlungen“ und dem kulturellen Erbe auch noch auf den Uno-Sonderberichterstatter für Religions- und Glaubensfreiheit berufen… Applaus!

  10. Jamas schreibt:

    Klar ruft eine solche Diskussion immer allerlei Wirrköpfe auf den Plan … geschenkt!
    Medizinisch gesehen ist die Beschneidung eines kleinen Jungens keine große Sache und nicht einmal komplett irreversibel und das unterscheidet sie eben von Menschenopfern. Wer beides gleichsetzt verrät vielleicht mehr über die eigene psychosexuelle Entwicklung, als er eigentlich beabsichtigt.
    Eltern entscheiden permanent für ihre Kinder und das ist auch gut so. In der Praxis wird dieses Urteil halt dazu führen, dass Ärzte sich von Eltern ein Formblatt unterschreiben lassen, dass die Bescheidung auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern erfolgte. Ganz schlaue Eltern und Mediziner werden vielleicht auch die medizinische Notwendigkeit des Eingriffs schriftlich festhalten.

    Ich find es immer problematisch, wenn jene, die einem Brauch nicht folgen, denen die ihn befolgen dies verbieten (sofern der Brauch nicht gegen Leib, Leben oder Freiheit geht). Die jüdische und die islamische Tradition halten dieses Brauch nun einmal für wichtig und welches geheime Wissen können wir für uns in Anspruch nehmen sie über ihre Bräuche zu belehren?!

  11. sirdoom schreibt:

    Falsches Dilemma…

    1. Menschenopfer und die Beschneidung werden hier nicht gleichgesetzt, die Qualität ist eine ganz andere. Stattdessen wurde nur auf die „Kritik“ und deren Begründung reagiert und in logischer Konsequenz fortgeführt.

    2. „Ich find es immer problematisch, wenn jene, die einem Brauch nicht folgen, denen die ihn befolgen dies verbieten (sofern der Brauch nicht gegen Leib, Leben oder Freiheit geht)

    Das ist jetzt ein Witz, oder? Und wenn ich noch erklären muss warum, fehlt uns jegliche Diskussionsgrundlage.

  12. farmerboy schreibt:

    Nehmen wir einmal an daß meine Religion mir gebietet einem Dieb die Hand abzuschlagen.
    Mal davon abgesehen daß das dann Selbstjustiz wäre: die kann man ja auch wieder annähen heutzutage…

  13. Jamas schreibt:

    Bei der Beschneidung handelt es sich um einen Initiationsritus mit dem das „Opfer“ in die Gemeinschaft aufgenommen wird. Dein Beispiel ist eine Bestrafung die unabhängig die den Dieb trifft, ob er nun den Glaubenssätzen deiner Religion folgt oder nicht.

    Die Frage hinter dem ganzen ist nicht, ob es sich bei der Beschneidung um eine Körperverletzung handelt – es wird lebendiges Körpergewebe mit einem scharfen Gegenstand durchtrennt, also ists klar eine Körperverletzung (zumindest für mich als juristischen Laien) – sondern wie weit Eltern Entscheidungen für und über ihre Kinder treffen dürfen.
    Wer entscheidet, ob ein Ohrloch gestochen oder ein Bauchnabel gepierct werden darf?
    Da wir alle wissen, dass das soziale Umfeld für Menschen ebenfalls extrem wichtig ist können wir den Gedanken auch logisch weiterführen und uns fragen, ob nicht das Kind und nicht die Eltern entscheiden sollte welche Schule es besucht, ja sogar wo es wohnt. Hier kann man den Faden endlos weiterspinnen und gelangt zu immer groteskeren Situationen.
    Die in diesem Urteil getroffene Feststellung ist sachlich durchaus richtig, wird aber folgenlos bleiben, zumal in Deutschland eh jedes Gericht selbst entscheiden kann wie es lustig ist und es eben auch anders lautende Meinungen gibt, wie im Artikel zur Brit Mila, der jüdischen Beschneidung, auf Wikipedia zu lesen ist.

  14. Jamas schreibt:

    Das die Beschneidung einen medizinischen Eingriff darstellt bezweifle ich nicht und ich persönlich finde den christlichen Brauch des Besprenkelns mit Wasser und den in der Mongolei praktizierten ersten rituellen Haarschnitt für Jungen deutlich charmater.
    Aber ich sehe weder mich noch Deutschland oder die Kinderrechte von einem Brauch bedroht den Juden seit dem babylonischen Exil vor 2500 Jahren praktizieren. Wenn überhaupt rümpfe ich über die Nasen über puritanische Christen, weil hier, wie bereits von dir angerissen, mit nicht ganz offenen Karten gespielt wird, warum die Beschneidung denn durchgeführt wird.

  15. sirdoom schreibt:

    Nichtsdestotrotz stellt Hand abhacken und wieder annähen einen ebenfalls, im Vergleich zur Beschneidung bei Frauen rückgängig machen, medizinischen Eingriff dar. 😉 Sorry, das fällt jetzt unter bösartiger Witz, mit durchaus vorhandenem, wenn auch übertriebenen Hintergrund dar.

    Aber kommen wir mal zum eigentlichen Thema zurück. Die Beschneidung ist eine Körperverletzung, das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit steht über dem der Religionsfreiheit. Und da gilt auch nicht mehr der Elternwille. Gegenanzeigen möchte ich gerne ernsthaft begründet hören.

    Ich persönlich bekomme ja schon Pickel am Hals, wenn regelmäßig Schulbehörden nicht angreifen, wenn religiöse Fanatiker ihre Kinder aus Sport-, Schwimm- und Sexualkundeunterricht entfernen… So als Seiteneinwurf…

    Nun könnte man das Problem, wenn man den wollen würde, ganz einfach lösen. Mit 14 oder mit 16 erlaubt man Tätowirungen, Piercings und Beschneidung zu religiösen Zwecken, da kann wenn Einspruch vom Betroffenen erfolgen und gut ist. Bis dahin kann man sich mit einer rituellen Ersatzhandlung zufrieden geben, die das Seelenheil der Kinder nicht beeinträchtigt. Schon haben wir alle Probleme ethisch korrekt aus der Welt geschafft. Aber anscheinend will man da keine ausgewogene Lösung…

  16. 3-6 schreibt:

    Abgesehen davon, dass dieses Verbot folgenlos bleiben wird (ohne das gleich ein Amtsarzt jede Entfernung der Vorhaut begutachten muss), lässt sich das mit den Grundrechten nicht begründen.

    Die Eltern vertreten das Kind bis zur Volljährigkeit. Entweder sie werden also generell entmündigt, oder sie setzen eben den mutmaßlichen Willen des Kindes um. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Gericht Eltern kurzfristig entmündigen würde, nur weil eine Zirkumzision durchgeführt wird. Solche Geschütze werden nur gegen Zeugen Jehovas aufgefahren, wenn die besorgten Eltern ihr Kind unter Anwendung religiöser Regeln himmeln würden.

    Falls das Urteil mal irgendwo angewandt wird, würde ich als junger Erwachsener vom Staat eine Entschädigung einklagen, da ich durch die späte Beschneidung traumatisiert wurde … womit dann Schilda / die Bundesbananenrepublik auch in diesem Fall komplettiert ist.
    Wo kommen wir denn da hin, wenn Leute für sich selbst entscheiden, obwohl es gar keine Auswirkung auf andere hat …

  17. sirdoom schreibt:

    DU verteidigst Rechtsbruch und Auflehnung gegen die Staatgewalt von bösen Hippie-Demonstranten-Beschneidern?*g* DAS werd ich dir noch SOWAS von lange unter die Nase reiben!!! 😀

    Nur weil die Eltern das Kind bis zur Volljährigkeit vertreten, heißt das noch lange nicht, dass sie mit ihm machen können was sie wollen. Nur weil man sein Kind nicht zwangsverheiraten darf, sind die Eltern nicht entmündigt. Nur weil du dein Kind nicht totprügeln darfst, sind die Eltern nicht entmündigt. Das kann man so nun wirklich nicht herleiten.

    Und wie bereits erwähnt, gibt es duchaus eine Lösung für das Problem, bei dem eigentlich weder die Gläubigen noch die Verfechter von Recht und Ordnung meckern können^^. Aber Kompromisse sind ja pfui und so…

  18. sirdoom schreibt:

    Die friedlichen Religionen unseres Landes haben auch schon einen Schuldigen gefunden, den sie gekreuzigt sehen wollen… klick

  19. 3-6 schreibt:

    Ich sage nur, dass man sich auf Verbote beschränken sollte, die man durchsetzen kann.

    Heiraten kann man in Deutschland nur als Volljähriger, oder? Da haben die Eltern eh nix mehr zu melden.

    Deine „Lösung“ ist btw keine. Religiöse Bräuche sind nunmal so … beim Schächten gehts komischerweise auch.

  20. sirdoom schreibt:

    Bei Heirat kannst du auch nix durchsetzen, dann wird mal eben nach Kurdistan geflogen, oder gen Osten, oder hier vor Ort wird Druck ausgeübt. Trotzdem ist die Zwangsehe/Ehealter gesetzlich festgelegt und wenn sowas rauskommt gibt es (sollte es) den vollen Stahlhandschuh des Gesetzes geben.

    Und ob meine Lösung eine ist. Man darf auch nicht jede Stunde die Kirchturmglocke läuten lassen, Frauen dürfen Sex haben ohne verheiratet zu sein. Und werden laut Gesetz dafür nicht auf dem Marktplatz verbrannt. Allerdings kann es ihnen immer passieren, dass die männlichen Gläubigen sie trotzdem abknallen, bei Muslimen wird es fälscherlicherweise „Ehrenmord“ genannt, bei Christen „Familientragödie“… .oO

    Und gerade die Beschneidung kann durch symbolisches Handeln auch verschoben werden. Na ja, wenn man kein Fanatiker ist, der eh auf alles scheißt. Und was die Praxis des Schächtens angeht, da krieg ich sowas von nen Hals…

    Du kommst aber trotzdem nicht aus der Geschichte raus, dass du eigentlich auch ein kleiner Hippie-Wutbürger bist 😀 Zumindest werde ich das weiterhin so auslegen*g*

  21. Schnacksel schreibt:

    Nach der Beschneidung Probleme beim Masturbieren? Kann ich nicht bestätigen. Im Gegenteil. Ist jetzt deutlich intensiver, was auch für den Einsatz im zwischenmenschlichen Bereich gilt. Ansonsten gebe ich Dir völlig recht.

  22. sirdoom schreibt:

    Glück gehabt^^ 😉

    „Abhängig von Art und Umfang der Beschneidung können jedoch Einschränkungen bei der Masturbation erlebt werden. Unbeschnittene Männer stimulieren sich während der Masturbation häufig durch das Vor- und Zurückschieben der Vorhaut. Diese Möglichkeit der Stimulation haben beschnittene Männer nur noch eingeschränkt. Je mehr Haut bei der Beschneidung entfernt wurde, desto geringer ist die mögliche Stimulation; im Gegenteil kann die Stimulation der trockenen Eichel mit der Hand als unangenehm bis schmerzhaft empfunden werden. Für manche beschnittene Männer ist die Masturbation deshalb fast nur noch mit Hilfsmitteln (wie z. B. Gleitgel, Babyöl oder auch Speichel) möglich.“

    [Quelle]

  23. pseudo-anonymous schreibt:

    Beschneidung ist in Ordnung, weil es der Glauben verlangt? Ach so?

    Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiss ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie.
    Soll ich sie niederstrecken?

    Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre heutzutage ein angemessener Preis für sie?

    Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:9-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich habe versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

    Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von einer benachbarten Nation erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Franzosen zutreffen, aber nicht auf Schweizer. Wieso darf ich keine Schweizer besitzen?

    Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getöt werden muß. Allerdings: Bin ich moralisch verpflichtet, ihn eigenhändig zu töten?

    Fragen über Fragen…

  24. Cunningham schreibt:

    @pseudo-annonymous:
    Deine Fragen kann ich Dir wie folgt beantworten:

    1.) Ja, sofern Deine Nachbarn versuchen Dich an der Opferung des Stieres zu hindern.

    2.) Das kommt auf den Zustand Deiner Tochter an, ist sie gehorrsam oder eher nicht? Wie ist die körperliche Verfassung, musstest Du Sie oft schlagen?

    3.) Einfach weiter versuchen, die Frauen die pikiert darauf reagierten befanden sich gerade in ihrer menstrualen Unreinheit.

    4.) Schweizer stehen unter einem besonderen Artenschutz. Zum einen gibt es nur noch sehr wenige von ihnen und zum anderen leisten einige von ihnem dem Heiligen Stuhl Dinest an der Waffe.

    5.) Ja, dass wirst Du leider von eigener Hand tun müssen. Wer einen anderen mit dem Tode strafen will, der sollte das Richtschwert selbst führen.

    Ich hoffe ich konnte Dir helfen.

  25. sirdoom schreibt:

    Hilfreich wie immer, oder? 😀

    Zeigt aber trotzdem gut auf, wohin das „Argument“ „es ist erlaubt, weil es der Glauben verlangt“ führt.

  26. sirdoom schreibt:

    Ich freue mich immer einen „The West Wing“ – Fan begrüßen zu dürfen 🙂

  27. pseudo-anonymous schreibt:

    Sie haben mir den Tag gerettet! 😀

    Danke für die Hilfe, nun kann ich getrost zum Stein und Richtschwert greifen, wohlwissend, daß mich die Religionsfreiheit vor Staatsdienern schützt. 🙂

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