„Review – Das gibt Ärger“

Nach einem missglückten Auftrag in Hongkong gegen den international gesuchten Verbrecher Heinrich (Til Schweiger) werden die beiden CIA-Kollegen und besten Freunde FDR Foster (Chris Pine) und Tuck Henson (Tom Hardy) in den Innendienst versetzt. Da es dort nicht viel zu tun gibt, entwickelt Tuck Interesse an einer Bekanntschaft aus einem Internetchat, deren Name Lauren ist (Reese Witherspoon). Allerdings lernt auch FDR zufällig Lauren in einer Videothek kennen. Als die Freunde herausfinden, dass beide um die gleiche Frau werben, beschließen sie daraus einen Wettkampf zu machen, der zunehmend degeneriert und bei dem kein Trick zu mies und kein Machtmissbrauch von CIA-Mitteln zu abwegig erscheint. Und dann ist da ja noch der der internationale Verbrecher, der sich vorgenommen hat, den beiden Agenten eine Lektion zu erteilen.

Ach McG, so wird das aber nichts. Deine 3 Engel für Charlie-Filme waren total hirnlos und Banane, aber sowohl witzig, als auch in sich stimmig. Im TV-Bereich ist Chuck ganz lustig und Human Target war gar nicht so mies. Terminator Salvation war dann doch schon klopsig. Stylish alles richtig gemacht, sich an die Timeline gehalten und an die Details gedacht, aber dann mit freundlicher Unterstützung des Studios – „Der Film wird aber FSK 12!!!“ und „Konzentrier dich nicht zu sehr auf den interessanten Charakter, Christian Bale braucht mehr Screentime, der war teuer!„, sowie „Lasst uns Claire Danes verarschen und sie mit der totalen Bimbo besetzen, die wir nur auftreiben können„, als auch am Schlimmsten „Wenn es ein Sequel gibt, dann mit Christian Bale, also lass uns den interessanten Charakter umbringen und das Ende so patriotisch-kitschig-scheiße wie irgend möglich machen“ – im Endeffekt doch Mist gebaut.

Und nun also eine Agent vs Agent Action-Romantik-Komödie. Da sind schon ganz andere dran gescheitert, denn die Balance zwischen Romantik, Screwball-Comedy und Action ist ziemlich delikat. Und wenn man dann noch Til Schweiger als Bösewicht vom Studio aufgedrückt bekommt, na dann gute Nacht! Okay, ganz so schlimm ist es dann auch nicht. Die Action ist total übertrieben, aber durchaus ganz nett, die Gags sind teilweise total genial, teilweise totale Rohrkrepierer, der ausufernder Ansatz, um die Figur von Reese Witherspoon nicht als Schlampe darzustellen, obwohl es die ganze Zeit vom Film selbst impliziert wird, nervt ganz schön, ließ sich aber aufgrund des US-Filmpublikums wohl nicht vermeiden. Fazit: Als Nummernrevue in einzelnen Szenen durchaus gelungen, insgesamt aber das Ziel eindeutig verfehlt. Wenn sonst nix kommt, durchaus eine vergleichsweise gute Wahl.

 

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4 Antworten zu „Review – Das gibt Ärger“

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